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The Drop - Bargeld

The Drop

Drama, Krimi. USA 2014. 106 Minuten.

Regie: Michael R. Roskam
Mit: Tom Hardy, Matthias Schoenaerts, James Gandolfini

It’s a dog eat dog world: Die Schauspieltitanen Tom Hardy und James Gandolfini kommen als Blue-Collar-Gangster in diesem Crime-Thriller nach Dennis Lehane ganz schön auf den Hund.

Filmstart: 5. Dezember 2014

Die Sonne dringt nur träge durch die Fensterfront, und auch sonst haben die Tage schon mehr geleuchtet in jener Brooklyner Bar, in der Bob Saginowski (Tom Hardy) für seinen Cousin Marv (James Gandolfini) treu ergeben Schichten schiebt. Eigentlich gehört selbige nicht einmal mehr dem einst aufstrebenden Grätzl-Ganoven, sondern dient der Tschetschenen-Mafia als Drop-Station, in der Bargeld aus illegalen Aktivitäten zwischengelagert wird. Als der Laden eines Nachts von Maskierten um die Losung erleichtert wird, beginnt auf die beiden kleinen Rädchen im Mob-Getriebe der Druck zu steigen. Bob blüht aber auch von anderer Seite Ungemach: Der Hundewelpe, dem er neulich das Leben gerettet hat, wird von dessen Psycho-Besitzer (Matthias Schoenaerts) zurückverlangt.

Wenn sich Großdarsteller wie Hardy und Gandolfini (in seiner diesmal leider wirklich allerletzten Rolle) im Ring treffen, ist das an sich schon sehr richtig. Wenn sie es wie hier nach Anleitung von Dennis Lehane (Mystic River) tun, sogar noch mehr. Das US-Regiedebüt des Belgiers Michaël R. Roskam lässt sich zunächst als atmosphärisch dichte Underdog-Milieustudie an, schwingt sich letztlich aber doch erneut zu einem jener kräftigen, wendungsreichen Finali auf, für die man Lehane so verehrt. Die Welt ist grimmig, die Menschen verschlagen, ihre Wege verschlungen. Und manchmal findet man eben ein liebes Hunderl.

Text:  Christoph Prenner

Credits

Titel The Drop - Bargeld
Originaltitel The Drop
Genre Drama/Krimi
Land, Jahr USA, 2014
Länge 106 Minuten
Regie Michael R. Roskam
Drehbuch Dennis Lehane
Kamera Nicolas Karakatsanis
Schnitt Christopher Tellefsen
Musik Marco Beltrami, Raf Keunen
Produktion Peter Chernin, Dylan Clark, Mike Larocca
Darsteller Tom Hardy, Matthias Schoenaerts, James Gandolfini, Noomi Rapace, John Ortiz
Verleih abc-films

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

1 Kommentar

Auf den Hund gekommen

Das düstere Stück Krimidrama erinnert in seiner lakonischen Erzählweise an Winding Refn´s Thriller "Drive", kommt aber viel gemächlicher daher, obwohl er dabei nichts an Spannung verliert. irgendwie fällt mir auch David Cronenberg ein, da sich die dicht erzählte Chronik unerwarteter und bedrohlicher Ereignisse schwer in ein Genre einordnen lässt. Ja, der Film hat Facetten eines Krimis, eines Thrillers, aber auch jene eines Psychodramas oder einer Milieustudie. Der eigenwillige Mix ist schauspielerisch von ausgesuchter Qualität und atmosphärisch dicht, allerdings muss man in der richtigen Stimmung sein, um an dem suggestiven Filmkunststück Gefallen zu finden. Und ein Hundefreund muss man auch sein.

19. Mai 2015
09:49 Uhr

von filmgenuss

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