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Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück

Hector and the Search for Happiness

Literaturverfilmung, Tragikomödie. Deutschland, GB 2014. 120 Minuten.

Regie: Peter Chelsom
Mit: Simon Pegg

Wenn das Glück nicht zum Psychiater kommt, muss der Psychiater eben zum Glück kommen. Simon Pegg auf tragikomischem Selbstfindungstrip in der Verfilmung des Bestsellers von François Lelord - unterwegs trifft er Stellan Skarsgård, Jean Reno und Toni Colette.

Filmstart: 22. August 2014

Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen. Bis es so weit ist, ist Hector (Simon Pegg) aber hauptberuflich mit Zuhören beschäftigt. Als Psychiater in London kann er sich über einen Mangel an Klienten, die ihre betrübten Herzen bei ihm ausschütten wollen, nicht beschweren - was zum Teil auch an seinem günstigen Tarif liegen mag. Bevor Hector vorm in seiner Praxis versammelten Weltschmerz aber selbst endgültig in die Knie geht, beschließt er, sich auf die Suche nach dem Glück zu machen. Nicht in den Büchern von Freud, Jung oder Tim und Struppi, sondern wortwörtlich, mittels Weltreise.

Sind Sie glücklich? Auf dem Flug in seine erste Destination, Schanghai, kommt der Forschungsreisende in Sachen Glücklichsein neben Edward (Stellan Skarsgård) zu sitzen: teurer Anzug, Vielflieger, ein Geschäftsmann wie aus dem Lehrbuch. Einer, der den Pfad zum Glück ganz genau kennt: Reichtum, Macht & Einfluss sind die seligmachenden Säulen von Edwards Weltanschauung, etwaige Zweifel werden in langen Partynächten mit Alkohol weggespült. Eifrig notiert Hector die ersten Erkenntnisse in seinem Notizbuch - und schaut, dass er weiterkommt. Das Glück ist schließlich ein Vogerl, und um es zu erhaschen, muss Hector noch viele aufregende, mühselige, erkenntnisreiche und gefährliche Kilometer zurücklegen. Er wird hohe Berge erklimmen und in ausweglose Sackgassen schlittern, er wird sich fragen, ob das Glück montags Pause macht oder ob es sich auch und vielleicht gerade im Moment des größten Unglücks finden lässt. Hector wird sich verlieben, zu Tode fürchten und Tränen vergießen - solche der Freude, aber auch die anderen. Außer in Asien wird Hector das Glück noch in Südafrika und Los Angeles aufspüren wollen. Wird seine Suche Erfolg haben? Oder genügt es zum Glücklichsein schon, sich überhaupt auf den Weg zu machen? Sicher ist nur eines: Hector wird alles in seinem Notizbuch festhalten - wenn er nur nicht wieder seinen Stift verlegt ...

Happy! Simon Pegg (Scotty aus Star Trek) trifft als reisender Glücksritter nach dem Romanbestseller von François Lelord, selbst Psychiater, genau den richtigen Ton zwischen Emotionalität und Komik. Wer schon mit Julia Roberts begeistert den Eat Pray Love-Trip unternommen hat oder sich immer und immer wieder an der Lektüre von Saint-Exupérys Der kleine Prinz erfreuen kann, wird als Reisebegleiter des liebenswert-überforderten Hector garantiert seine Erfüllung finden. Anders gesagt: Glück als Nebenwirkung nicht ausgeschlossen!

Text:  Dina Maestrelli

Credits

Titel Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück
Originaltitel Hector and the Search for Happiness
Genre Literaturverfilmung/Tragikomödie
Land, Jahr Deutschland/GB, 2014
Länge 120 Minuten
Regie Peter Chelsom
Drehbuch Peter Chelsom, Tinker Lindsay, Maria von Heland basierend auf dem Buch von François Lelord
Kamera Kolja Brandt
Schnitt Claus Wehlisch
Musik Dan Mangan, Jesse Zubot
Produktion Klaus Dohle, Trish Dolman, Christine Haebler, Phil Hunt, Compton Ross, Judy Tossell
Darsteller Simon Pegg, Rosamund Pike, Toni Collette, Stellan Skarsgård, Jean Reno, Christopher Plummer, Veronica Ferres
Verleih Filmladen

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

2 Kommentare

Sympathisch, aber banal

Simon Pegg ist zwar ein wirklicher Sympathieträger, aber die Banalität seiner Glückssuche ist nervig, das ganze hat eher Poesiealbum- bzw. Kalenderspruch-Niveau. Wer nicht allzu hohe Ansprüche ans Buch stellt, wird aber gut unterhalten werden.

23. August 2014
12:15 Uhr

von Virago95

Das Glück ist ein Vogerl

Simon Pegg wills wissen: Der wirklich überwältigend sympathische Brit-Komiker lässt uns auf charmant witzige und nachdenkliche Art an seiner Relativitätstheorie des Glücks teilhaben. Die kurzweilige Weltreise quer über den Erdball hat durchaus einige erhellende Weisheiten parat - vorallem solche, an die man sich gerne immer wieder erinnert, obwohl man sie schon oft gehört hat. Das macht aber gar nichts, denn mit guter Laune sein eigenes Leben relativiert zu bekommen, ist allemal eine Kinokarte wert.

10. Februar 2015
21:56 Uhr

von filmgenuss

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