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Pixels

Pixels

Komödie, Science-Fiction. USA 2015.

Regie: Chris Columbus
Mit: Adam Sandler, Peter Dinklage, Sean Bean, Michelle Monaghan

Space Invaders vs. Menschheit, Endkampf. Legendäre Videogame-Figuren wie Pac-Man, Donkey Kong und Konsorten greifen die Erde an – jetzt geht es um den ultimativen Highscore: Adam Sandler, Kevin James, Michelle Monaghan, Josh Gad und Game of Thrones-Minimalist Peter Dinklage im Cyber-Action-Abenteuer von Fantasy-Meister Chris Columbus.

Filmstart: 31. Juli 2015

Spielprinzip. Stellen Sie sich mal vor, unsere Eltern hätten mit ihrem „Videospiele sind doch das Letzte!!“ recht gehabt. Was wäre, wenn die Games tatsächlich unsere Zivilisation bedrohen, ja gar die Welt, wie wir sie kennen, in furchtbare Gefahr bringen würden? Genau diese Schreckensvision wird zur dramatischen Wirklichkeit: Plötzlich greifen ausgerechnet legendäre Videospiel-Charaktere die Erde an. Die Raumschiffe von Galaga und den Space Invaders schießen von oben, während ein gigantischer, pixeliger Pac-Man persönlich das Straßen-Labyrinth unsicher macht und alles, was sich ihm in den Weg stellt, gierig auffrisst wie die kleinen weißen Kügelchen im Spiel. Sie bestehen aus so genannten „Voxels“, dreidimensionale Pixel, die sich beliebig zusammenbauen können – und was immer von den Angeifern getroffen wird, wird sofort „gevoxelt“. Offensichtlich sind es Außerirdische, von denen der Angriff ausgeht. Aber warum ausgerechnet in Form der beliebten und allseits bekannten Spielfiguren? Was hat die Menschheit Pac-Man, Donkey Kong oder Q*Bert getan?

Level up. Im Jahr 1982, als man auf der Erde noch ungebrochen an das Gute im Universum glaubte, wurde eine Raumsonde ins Unendliche geschossen – als Botschaft an eventuelle außerirdische Zivilisationen. An Bord: möglichst repräsentative Beispiele für die menschliche Kultur. Darunter auch einige der bekanntesten Videospiele: Pac-Man, Space Invaders, Donkey Kong, Centipede, Q*Bert … Und tatsächlich, die Sonde erreichte ihr Ziel und landete tatsächlich bei echten Aliens. Allerdings kam die Botschaft von den friedlich-verspielten Erdbewohnern nicht wirklich an: Die fremden Wesen sahen unsere Games als Kriegserklärung – und schießen zurück. Und das ganz und gar nicht nur virtuell. Einer, dem das verständlicherweise sehr nahe geht, ist US-Präsident Will Cooper (Kevin James, vom King of Queens zum POTUS befördert). Und er kennt sich in der Materie aus – war er doch selbst als Teenager leidenschaftlicher Arcade-Gamer. Deshalb weiß er auch ganz genau, an wen er sich wenden muss: An seinen besten Freund aus Jugendtagen, Sam Brenner (Adam Sandler). Der ist mittlerweile zwar nur mehr mäßig erfolgreicher Heimkino-Techniker – war aber in den 80ern einer der besten Zocker der Welt: Sein Pac-Man-Highscore ist legendär.

Multiplayer. Mit dem nerdigen Verschwörungstheoretiker Ludlow Lamonsoff (US-Comedy-Superstar Josh Gad) wird eine weitere Arcade-Legende an Bord geholt: Er war in den Eighties sowas wie ein Wunderkind der Spielautomaten, das sich schon in der Volksschule den Centipede-Welt-Highscore holte. Und noch einer darf auf keinen Fall fehlen: Eddie Plant aka The Fire Blaster (Game of Thrones-Star Peter Dinklage). Er ist ein eitler, arroganter Narzisst, der in den Eighties Leuten wie Sam und Ludlow das Leben schwer machte, trägt eine unmögliche Frisur und sitzt außerdem im Gefängnis – aber damals war er der ungeschlagene King bei Donkey Kong. Keiner konnte den Pixel-Riesengorilla so souverän niederzwingen wie Eddie – jetzt muss er nur noch beweisen, dass er das auch in real schafft.  Apropos real: Am Bildschirm kämpfen ist eine Sache, ein echter bewaffneter Konflikt mit echtem Körpereinsatz aber doch ganz was anderes. Deswegen kommt Lt. Colonel Violet Van Patten (Michelle Monaghan, Mission: Impossible III) ins Spiel: eine toughe, durchtrainierte Soldatin, die mit ihrem ziemlich unsportlichen, dafür aber umso großmäuligeren Team anfangs nicht gerade happy ist …

Highscore. In den letzten Jahrzehnten sind Videogames zu einem fixen Bestandteil der Popkultur geworden – und vor allem die ikonischen Figuren aus den 1980ern und 90ern sind universell bekannte Symbole für das Computerzeitalter. Regie-As Chris Columbus (Gremlins, Kevin: Allein zuhaus, Mrs. Doubtfire, Harry Potter und der Stein der Weisen & die Kammer des Schreckens) ist einer der wenigen, der es beherrscht, großes Blockbusterkino und echte Kreativität zu verbinden – und so waren die Pixels ein perfekter Stoff für den Kino-Märchenerzähler. Dazu laufen die Possenreißer Kevin James und Adam Sandler, die sonst vor tiefem Trash-Humor wenig Angst haben, hier zu wirklich solider Hochform auf. Und mit der spannenden Story, den vielen liebevollen Popkultur-Referenzen und vor allem den sensationellen Special Effects hat Pixels definitiv das Zeug zum Sommerblockbuster-Referenztitel.

Text:  Gini Brenner, Kurt Zechner

Credits

Titel Pixels
Originaltitel Pixels
Genre Komödie/Science-Fiction
Land, Jahr USA, 2015
Regie Chris Columbus
Drehbuch Tim Herlihy, Timothy Dowling, Patrick Jean
Kamera Amir M. Mokri
Schnitt Hughes Winborne
Musik Henry Jackman
Produktion Adam Sandler, Chris Columbus, Mark Radcliffe, Allen Covert
Darsteller Adam Sandler, Peter Dinklage, Sean Bean, Michelle Monaghan, Kevin James, Jane Krakowski, Brian Cox
Verleih Sony

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

2 Kommentare

Schon lange nicht mehr so gelacht ...

... Adam Sandler kann man mögen oder nicht - doch dieser Film ist wirklich gelungen! Gute Dialoge und eine äußerst unrealistische aber dennoch ungewohnt-neue-interessante Handlung machen diesen Film zu einem absolut unterhaltsamen Kinofilm-Erlebnis (für Groß & Klein) :D

5/5

13. September 2015
17:54 Uhr

von Cornetto

Himmel hilf!

Mögen die bösen Außerirdischen doch tatsächlich kommen und Filme wie diesen als Brennstoff für ihre Raumschiffe verheizen. Der furchtbar derbe Humor von Adam Sandler und seinen Freunden liegt auf der Fremdschäm-Skala ganz weit oben und man fragt sich während des Betrachten des Filmes des Öfteren, ob für charmelos-infantile Witzelchen tatsächlich wertvolle Lebenszeit vergeudet werden muss. Dass nachgepixelte Ikonen der Atari-Computerspiel-Ära den Planeten attackieren ist schon haarsträubend genug, meinetwegen lässt man sich in Ermangelung verfügbarer Filme aus dem SciFi-Genre auf einen sinnfreien Unterhaltungsabend ein. Wenn aber unsympathische Hohlbirnen in platter Blödelmanier auf Privatsender-Reality-Niveau durch ein grobes Drehbuch eifern, wählt man am Besten den Notausgang.

20. Januar 2016
09:07 Uhr

von filmgenuss

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