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Einer von uns

Einer von uns

Drama. Österreich 2015. 86 Minuten.

Regie: Stephan Richter
Mit: Dominic Marcus Singer, Jack Hofer

Im Sommer 2009 wurde ein Bub bei einem Einbruch in einen Supermarkt von einem Polizisten von hinten erschossen. Stephan Richter wagt eine filmische Aufarbeitung.

Filmstart: 20. November 2015

Das große Nichts. Sommerferien in Lerchenfeld bei Krems: Viel Energie, kreative Ideen und nichts zu tun. Nicht mal rumhängen kann man in diesem Drecksnest, sofort wird man von einem Erwachsenen vertrieben. Und so ist dem 14-jährigen Julian (Jack Hofer), einem aufgeweckten, klugen Bub, vor allem eins: fad. Doch eines Tages läuft er dem rebellischen Marko (Simon Morzé) über den Weg und lernt schließlich den etwas älteren Viktor (Christopher Schärf) kennen, der einen auf dicke Hose macht und endlich ein bisschen Action verspricht.
Beeindruckt von Viktor und seinen großen Sprüchen und frustriert von der ablehnenden Haltung der Erwachsenen im Ort haben Julian und Marko schließlich eine abgefahrene Idee: Sie wollen in den örtlichen Supermarkt einbrechen! Doch der Plan geht schrecklich schief, und die Erkenntnis, dass Jugend und Übermut einen nicht unverwundbar machen, dass nicht alle Erwachsenen einen prinzipiell vor der Welt beschützen wollen, kommt viel zu spät …
Als im August 2009 ein Polizist einen 14-jährigen, mit einem Schraubenzieher „bewaffneten“ Einbrecher von hinten erschoss, blieb der berechtigte Aufschrei fast aus, dafür wurde bedenklich oft mit einem achselzuckenden „selber schuld“ reagiert. Regisseur Stephan Richter verfilmte den brisanten (und bis heute nicht völlig geklärten) Fall als eindringliches Drama, das viele wesentliche Fragen stellt.

Text:  Kurt Zechner

Credits

Titel Einer von uns
Originaltitel Einer von uns
Genre Drama
Land, Jahr Österreich, 2015
Länge 86 Minuten
Regie Stephan Richter
Drehbuch Stephan Richter
Kamera Enzo Brandner
Schnitt Andreas Wodraschke, Julia Drack
Produktion Arash T. Riahi, Karin C. Berger
Darsteller Dominic Marcus Singer, Jack Hofer, Christopher Schärf, Simon Morzé, Markus Schleinzer, Andreas Lust, Birgit Linauer
Verleih Filmladen

1 Kommentar

sehenswert

was mich besonders begeistert hat, ist die Realitätsnähe in diesem Film: sowohl die Lebenswelt der Jugendliche in den "Ghettos von Wels", als auch die Realität der Supermärkte und die Arbeitsbedingungen waren beeindruckend "echt". Es ist offensichtlich eine traurige Tatsache, dass das Eigentum mehr geschützt wird als der Mensch.

29. November 2015
14:06 Uhr

von Mareena

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