Filminfo zu

Suicide Squad

Suicide Squad

Action, Comic-Verfilmung. USA 2016. 130 Minuten.

Regie: David Ayer
Mit: Will Smith, Jared Leto, Margot Robbie

Himmelfahrtskommando. Die fiesesten Bösewichte von Gotham City werden von der Geheimdienstagentin Amanda Waller (Viola Davis) gezwungen, gemeinsam gegen einen Superschurken zu kämpfen. Mit im Team: Will Smith, Margot Robbie, Jared Leto und Cara Delevingne – da ist Widerstand zwecklos.

Filmstart: 18. August 2016

Superman ist tot, und Batman fühlt sich auch schon ganz mies: Was, wenn eines Tages alle guten Superhelden außer Gefecht sind und die Schurken sich vorbereiten auf den endgültigen Schlag gegen die Menschheit? In einer Zeit, in der der Dritte Weltkrieg bevorzustehen scheint, ist es unbedingt notwendig, gerüstet zu sein. Oh ja, die Geheimagentin Amanda Waller (die oscarnominierte Viola Davis) hat verdammt gute Argumente gegenüber den Generälen, die ihre kompromisslose Art und ihr unorthodoxes Spezialprogramm kritisch sehen. Und das ist, gelinde gesagt, nachvollziehbar. Denn Wallers Plan sieht vor, ausgerechnet die momentan mächtigsten Bösewichte, die in Gotham hinter Gittern sitzen, als Söldner zu instrumentalisieren: Ihnen einen Sprengsatz unter die Haut pflanzen, der sie jederzeit töten kann, und sie als Team auf den jeweils aktuellsten Gegner zu hetzen, der Gotham gerade bedroht.

Deadshot (Will Smith) beispielsweise ist der beste Auftragskiller der Stadt. Er trifft auf jede Distanz, ist gnadenlos und entkommt jeder Falle. Wie er trotzdem geschnappt werden konnte? Er hat eine Schwäche, nämlich eine kleine Tochter. Im direkten Duell gegen Batman stellte die sich vor den Fledermausmann. Und Deadshot ging in den Knast. Dann ist da Harley Quinn (Margot Robbie), ihres Zeichens Psychiaterin, hochkompetent, klug, gebildet. Ihr wurde ein berühmter Patient zum Verhängnis, nämlich niemand Geringerer als der Joker (Jared Leto): Er manipulierte sie, sie verliebte sich in ihn, er quälte sie bis in den Irrsinn, und verfiel dann seinerseits ihr. Sie ist ruchlos, noch schräger drauf als er und macht dazu noch mit höllischem Lolita-Charme alle sie umgebenden Männer wild.

Kaum weniger kaputt sind die anderen der Truppe: Diablo (Jay Hernandez), der Mann mit dem markanten Totenschädeltattoo, beherrscht das Feuer – doch wenn er wütend wird, gerät seine Begabung schnell außer Kontrolle. Und lässt ihn Dinge tun, die er später bitter bereut. Captain Boomerang (Jai Courtney) ist ein archetypisch saufender und fluchender Australier, der, nachdem er am Heimatkontinent alle Banken mehrfach ausgeraubt hatte, nun nach Amerika expandiert. Und Killer Croc (Adewale Akinnuoye-Agbaje) ist mit Reptilienhaut überzogen – und nachdem er Zeit seines Lebens als Monster behandelt wurde, verhält er sich auch wie eines. Diese Outcasts also sollen sich bändigen lassen? Noch dazu als Team funktionieren?
Dafür hat Amanda Waller eine mächtige Verbündete, die Archäologin Dr. June Moone (Cara Delevingne), die seit der Ausgrabung einer Hexengrabstätte im Dschungel besessen ist von einer uralten Macht namens Enchantress. In dieser Inkarnation ist sie mächtiger als alle anderen Wesen auf der Welt. Und Waller hat gegen Dr. Moone ebenso wie gegen Enchantress einen Trumpf in der Tasche. Doch Deadshot, Harley und die anderen merken bald, dass sie nicht nur als Kanonenfutter missbraucht werden, sondern im Ernstfall auch als Sündenböcke herhalten sollen. Und dabei hat niemand von ihnen Lust, mitzumachen …

Ein Selbstmordkommando als Retter der Welt? Klingt komisch, ist aber so: Suicide Squad ist zweifellos das schrägste und wildeste, was im DC-Comicuniversum seit den Watchmen stattgefunden hat, ein respektloses, schlagfertiges und sensationell besetztes Actionspektakel mit einigen der besten Oneliner des Jahres und einem wirklich sensationellen Soundtrack, von Sympathy for the Devil über Bohemian Rhapsody bis zu You Don’t Own Me. Schuld an alledem ist David Ayer, der zuletzt noch mit Herz aus Stahl einen straighten Antikriegsfilm gedreht hatte: Ihm gelingt hier nicht weniger als eine Neudefinition des Super/Antiheldenkinos, fies, groß und grenzenlos unterhaltsam. Es fühlt sich einfach hervorragend an, böse zu sein!

Credits

Titel Suicide Squad
Originaltitel Suicide Squad
Genre Action/Comic-Verfilmung
Land, Jahr USA, 2016
Länge 130 Minuten
Regie David Ayer
Drehbuch David Ayer
Kamera Roman Vasyanov
Schnitt John Gilroy
Musik Steven Price
Produktion Geoff Johns , Deborah Snyder, Zack Snyder, Colin Wilson
Darsteller Will Smith, Jared Leto, Margot Robbie, Cara Delevingne, Scott Eastwood, Ben Affleck, Jai Courtney, Adewale Akinnuoye-Agbaje, Viola Davis, Jay Hernandez, David Harbour
Verleih Warner

2 Kommentare

DC´s HATEFUL EIGHT

Dass Suicide Squad radikaler werden würde als jede andere Comicverfilmung, wäre zu erwarten gewesen. Leider jedoch gibt sich das Machwerk trotz der Ankündigung, etwas Unerwartetes auf das Publikum loszulassen, viel zu handzahm, um ein bahnbrechendes Ereignis a la Watchmen zu werden.
Weiterlesen auf https://filmgenuss.wordpress.com/2016...

5. September 2016
16:09 Uhr

von filmgenuss

Suicide Squad...ein Name steht fürs Programm!

Und das kommt hier gleich knüppeldick.
Eine Bande von völlig durchgeknallten Psycho-Freaks gibt hier, gleich von Anfang an, den Ton an. Und das hat man so sicherlich noch nie zuvor gesehen. Also sogesehen ist das sehrwohl ein Novum. Nicht nur für DC.
Und auch wenn jetzt nicht jede Pointe sitzt, unterhaltsam ists.
Alleine schon wegen sexy Margot Robbie und der Performance eines Jared Leto. Und ist jetzt bereits Kult.
Das ganze schreit geradezu nach einer Fortsetzung.
Also unbedingt ansehen.
4 Sterne

22. September 2016
23:36 Uhr

von filmkritik

Kommentar verfassen

Um Kommentare verfassen zu können, musst du eingeloggt sein.

Falls du bereits registrierter SKIP User bist, gehe zum , solltest du noch kein Benutzerprofil haben, kannst du dich hier registrieren.