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Besser geht's nicht

As Good as it Gets

Tragikomödie. USA 1997. 137 Minuten.

Regie: James L. Brooks
Mit: Jack Nicholson, Greg Kinnear, Helen Hunt

Melvin (Jack Nicholson) ist ein ausgesprochenes Ekel. Vor seiner scharfen Zunge und seinen Neurosen sind weder sein schwuler Nachbar Simon (Greg Kinnear) noch die Kellnerin Carol (Helen Hunt) sicher. Doch schlummert etwa ein gutes Herz in ihm?

Jack ist back - und wie! Die Rolle des exzentrischen New Yorker Schriftstellers Melvin Udall ist dem großen Mister Nicholson wie auf den Leib geschrieben. Keiner hätte diesen fiesen Zyniker und Menschenhasser so perfekt gespielt wie Jack. Dem bereitet es sichtlich Vergnügen, alle Menschen zu beleidigen und zu terrorisieren. Gleich zu Beginn des Films wirft er das Hündchen seines Nachbarn in den Müllschacht, weil es ins Stiegenhaus gepinkelt hat. Der Hundebesitzer, ein Künstler namens Simon (Greg Kinnear), sucht seinen geliebten Vierbeiner verzweifelt, während Melvin Udall nur schelmisch grinst und sich über dessen Homosexualität lustig macht.
Dieser Mister Udall ist nicht nur ein bösartiges Scheusal, er ist auch noch der neurotischste aller New Yorker Stadtneurotiker, ein Zwangscharakter, der mit seiner Bazillenangst sogar noch Michael Jackson übertrifft. Wenn er in seinen Coffee Shop frühstücken geht, hat er stets sein eigenes Plastikbesteck dabei, ohne Handschuhe geht der Schriftsteller prinzipiell nicht aus dem Haus, und seine Schritte folgen einem schwer neurotischen Rhythmus. Im Coffee-Shop sitzt er immer am gleichen Tisch, wo seine Stammkellnerin Carol bedient, die sich als einziger Mensch seine Frechheiten nicht gefallen läßt. Sein geordnetes Leben gerät aus den Fugen, als man ihm den Hund des Nachbarn anhängt. Dessen Herrl wurde von einer Diebesbande krankenhausreif geprügelt. Nun hat der boshafte Einzelgänger plötzlich diesen "Köter" am Hals. Zu seiner eigenen Überraschung verwöhnt er das Hündchen bald mit Leckereien und führt es sogar an der Leine aus, was die Nachbarn ziemlich erstaunt. Daß der verschrobene Schriftsteller so etwas wie ein Herz hat, hätte niemand geahnt - am wenigsten er selbst. Total aus dem Konzept gerät Melvin Udall jedoch, als seine Stammkellnerin nicht mehr im Coffee-Shop arbeitet. Sie muß sich um ihren kranken Sohn kümmern. Udall hilft ihr mit Geld und Ärzten, nicht aus Nächstenliebe, sondern damit sie wieder arbeiten kann, weil er nur von ihr bedient werden will. Nie aber würde er zugeben, daß er sie liebt. Selbst als sie andeutet, daß er ihr etwas bedeuten könnte, bringt er nur Zynismus über die Lippen.

Besser geht's nicht. Das gilt für diese ungewöhnliche Love-Story und für den Film selbst. Regie führte L. Brooks, der mit Zeit der Zärtlichkeit Jack Nicholson zu einem zweiten Oscar verhalf. Brooks drehte außerdem die gefeierte Fernsehsatire Nachrichtenfieber und so erfolgreiche TV-Hits wie Taxi, Lou Grant und Die Simpsons.

Credits

Titel Besser geht's nicht
Originaltitel As Good as it Gets
Genre Tragikomödie
Land, Jahr USA, 1997
Länge 137 Minuten
Regie James L. Brooks
Drehbuch James L. Brooks, Mark Andrus
Kamera John Bailey
Schnitt Richard Marks
Musik Hans Zimmer
Produktion Bridget Johnson, James L. Brooks, Owen Wilson, Kristi Zea
Darsteller Jack Nicholson, Greg Kinnear, Helen Hunt, Cuba Gooding Jr., Harold Ramis, Shirley Knight, Missi Pyle, Skeet Ulrich, Yeardley Smith, Shane Black, Lisa Edelstein, Maya Rudolph, Peter Jacobson, Julie Benz, Todd Solondz
Verleih Sony

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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