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10 Cloverfield Lane

10 Cloverfield Lane

Horror, Science-Fiction, Thriller. USA 2016. 105 Minuten.

Regie: Dan Trachtenberg
Mit: Mary Elizabeth Winstead, John Goodman

Draußen die Monster, drinnen im Bunker aber auch: Im erneut von J.J. Abrams (Star Wars –– Das Erwachen der Macht) produzierten Ableger des Wackelkamera-Horror-Hits Cloverfield wartet auf eine junge Frau (Mary Elizabeth Winstead) an allen Ecken und Wänden Ungemach.

Filmstart: 31. März 2016

Surprise, surprise. Der über Nacht über die noch gar nicht drauf eingestellte Fanschaft reinbrechende Überraschungs-Release gehört bei neuen popkulturellen Werken inzwischen zum Usus. Zumindest im musikalischen Bereich halt, wo die Beyoncés und Radioheads des Biz längst ohne Promo-Vorlaufzeiten planen können. Bei Filmen gab und gibt es solche Coups eher nicht; Bewegtbildproduktionen sind eben kaum so lang unter Verschluss zu halten. Das dachte man zumindest bis dato – und wurde neulich doch eines Besseren belehrt. Wie aus heiterem Himmel stand da urplötzlich und grade mal zwei Monate vor Kinostart ein Trailer zu einem Film im Netz, den keiner konkret auf der Rechnung hatte: 10 Cloverfield Lane, mehr „Blutsverwandter“ denn reines Sequel des 2008 schwer gehypten und mittlerweile kultisch verehrten Quasi-Found-Footage-Kreaturenhorrorhits Cloverfield.

Im Keller. Doch nicht nur das bloße unangekündigte Auftauchen der ersten Shots sorgte für Aufregung, sondern auch das, was sie zeigen. Man wurde und wird da, jetzt wackelkamera-befreit, in eine Szenerie eingeführt, die sich gründlich von der in Teil Eins etablierten unterscheidet. Im Zentrum des Geschehens steht nunmehr die junge Michelle (Mary Elizabeth Winstead), die sich – offenbar nach einem Autounfall– in einem zappendusteren Keller eingesperrt wiederfindet, ob ihrer Lage verständlicherweise verängstigt. Keineswegs sei hier allerdings alles so fürchterlich, wie es sich darstelle, wird ein gewisser Howard (John Goodman), mit dem sie sich den Platz in diesem Betonbunker –– zusammen übrigens mit einem zweiten Mann (John Gallagher Jr.) –teilt, zu betonen jedoch nicht müde. Nein, dort draußen sei es viel schlimmer, die Welt habe einige scheußliche Entwicklungen genommen. Soll Michelle diese abenteuerliche Geschichte des zunehmend erratisch agierenden Kerls glauben oder sie doch eher als Erzählung eines priklopilesken Psychopathen abtun und schleunigst versuchen, zu türmen – auf die Gefahr, dass in freier Wildbahn in der Tat bloß andere, noch viel größere Troubles warten? Pest oder Cholera also?

Beast Of. Ob nun die Biester im oder überm Bunker ärger sind und wie bzw. ob sich zweitere in die in Cloverfield etablierte Monster-Mythologie fügen, wollen wir an dieser Stelle natürlich noch nicht verraten. Lieber geben wir ganz allgemein eine echt dicke Empfehlung ab für diesen erneut mit minimalem Budget maximale Überwältigung erzielenden SciFi-Horror-Thriller – und freuen uns darüber hinaus auf den von Produzent J.J. Abrams bereits anvisierten dritten Film der Reihe, der schließlich alle Stränge zusammenführen wird.

Credits

Titel 10 Cloverfield Lane
Originaltitel 10 Cloverfield Lane
Genre Horror/Science-Fiction/Thriller
Land, Jahr USA, 2016
Länge 105 Minuten
Regie Dan Trachtenberg
Drehbuch Josh Campbell, Matthew Stuecken, Damien Chazelle
Kamera Jeff Cutter
Musik Bear McCreary
Produktion J.J. Abrams, Lindsey Weber
Darsteller Mary Elizabeth Winstead, John Goodman, John Gallagher, Jr., Mat Vairo, Cindy Hogan, Jamie Clay
Verleih UPI

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