Filminfo zu

Get Carter - Die Wahrheit tut weh

Get Carter

Action. USA 2001. 102 Minuten.

Regie: Stephen T. Kay
Mit: Mickey Rourke, Sylvester Stallone

Von Michael Caine zu Sylvester Stallone: Slys elegant-gefährliche Version von Jack Carter ist die coole Wiedergeburt einer Kultfigur der Kinogeschichte.

Jack Carter (Sylvester Stallone) ist ein Profi. Wenn du artig bist, schlägt er so fest zu, dass es wehtut. Wenn du unartig bist, schlägt er so fest zu, dass es noch mehr wehtut. Und wenn du Ärger machst, kriegt das Krankenhaus sowieso jede Menge Arbeit. Gewalt ist sein Geschäft. Alles nur eine Frage des Levels, auf dem wir uns befinden. "Mein Job ist einfach", sagt Carter. "Die Leute versprechen viel, aber sie halten diese Versprechen nicht immer. Ich bin dazu da, sie daran zu erinnern."
Carter ist ein Mann, der Antworten will, wenn er Fragen stellt. Notfalls hilft er eben nach. Das hat noch immer gut geklappt. Nur in letzter Zeit gibt es Schwierigkeiten. Carters Bruder Richie, den er schon seit Jahren nicht mehr gesehen hat, kam bei einem Autounfall ums Leben. Betrunken. Aber: "Er war nicht der Typ, der sich betrunken ans Steuer setzt. Das hätte er nie getan", schluchzt Richies Tochter Doreen (Rachael Leigh Cook) beim Begräbnis.
Carter stellt Fragen. Nicht zur hellen Freude aller. "Du kannst doch nur Dinge kaputtmachen", sagt Richies Witwe Gloria (Miranda Richardson). "Wie willst du uns helfen?" Ihr Zorn ist verständlich. Vor vielen Jahren hat sich Carter mit Richie zerstritten, weil beide in Gloria verliebt waren. Dann ist er spurlos verschwunden. Hat sich jahrelang zwischen den Spieltischen von Las Vegas rumgetrieben. Und jetzt, wo sein Bruder tot ist, taucht er plötzlich wieder in seiner Heimatstadt Seattle auf, wühlt in alten Wunden, lacht sich neue Feinde an, und all das nur weil er meint, dass die Familie einen Beschützer braucht. Kommt ein wenig spät, die Reue, meint Gloria. Dabei geht es Carter gar nicht um Reue. Er will Rache. Er glaubt, dass Richie ermordet wurde. Jetzt muss er nur noch rausfinden, warum das passiert ist. Und wer der Mörder war. Vor allem wer der Mörder war. Denn Carter hat einfache Regeln. Und dass am Ende immer wer die Rechnung zahlen muss, steht ganz oben auf seiner Liste.
Sylvester Stallone ist offenbar kein Schauspieler, der sich vor großen Vergleichen fürchtet: Immerhin ist er mit der Hauptrolle im actionreichen Thriller Get Carter - Die Wahrheit tut weh in die Haut einer Figur geschlüpft, die 1971 schon von Michael Caine verkörpert wurde - wenn auch der Tonfall diesmal etwas anders ist.
"Als ich damals Jack Carter spielte, war ich im Sinne der Mafia ein gemachter Mann, einer der Bosse", erzählt Michael Caine, der natürlich auch in der Neuversion des Kultstreifens nicht fehlen darf. "Der jetzige Carter ist dagegen ein Außenseiter, der es zu etwas bringen will. Er handelt weniger brutal. Denn bei seinem Kreuzzug geht es um Ethik. Sly spielt also einen sehr viel netteren Typen."
Stallone fand es natürlich bemerkenswert, mit Michael Caine zu drehen. "Das war schon komisch", erinnert er sich. ”Denn in ein paar Szenen versuche ich Michael einzuschüchtern, er wehrt sich und schreit mich an. Darauf ich: Lass das. Du bist zwar stark, hast allerdings überhaupt keine Kondition. Aber ich mach das jeden Tag, ich lebe davon. Also setz dich einfach hin. Und während ich das sagte, dachte ich: Mein Gott, ich drohe dem Originalschurken - Carter persönlich!"

Text:  Peter Krobath

Credits

Titel Get Carter - Die Wahrheit tut weh
Originaltitel Get Carter
Genre Action
Land, Jahr USA, 2001
Länge 102 Minuten
Regie Stephen T. Kay
Drehbuch David McKenna
Kamera Mauro Fiore
Schnitt Gerald B. Greenberg
Musik Tyler Bates
Produktion Mark Canton
Darsteller Mickey Rourke, Sylvester Stallone, Miranda Richardson, Alan Cumming, Michael Caine
Verleih Warner

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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