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Mein Fleisch und Blut

Mein Fleisch und Blut

Psychothriller. Österreich 2016. 97 Minuten.

Regie: Michael Ramsauer
Mit: Andreas Kiendl, Ursula Strauss

Mama, Papa, Kind. Alles könnte so friedlich sein im Leben von Kathi und Martin (Ursula Strauss, Andreas Kiendl) – doch dann ziehen ins Nebenhaus neue Nachbarn ein, und mit denen stimmt etwas ganz und gar nicht … Gelungener Psycho-Horror aus Österreich.

Filmstart: 30. September 2016

Ein kleines Haus am Stadtrand, im Garten liegt buntes Spielzeug: Kathi und Martin Trummer (Ursula Strauss, Andreas Kiendl) und der sechsjährige Tobias (Nikolai Klinkosch) sind auf den ersten Blick eine ganz normale Kleinfamilie. Allerdings haben die drei mit ungewöhnlichen Belastungen zu kämpfen: Tobias, den die beiden als Baby adoptiert haben, leidet unter Entwicklungsstörungen – er ist Autist und macht trotz Kathis unermüdlichem Einsatz nur sehr schwer Fortschritte. Kathi fühlt sich dabei von Martin nicht wirklich unterstützt, konfrontiert ihn immer wieder mit Vorwürfen, und den treibt der private und berufliche Stress schließlich ins Burnout, worunter die ohnehin schon strapazierte Ehe noch mehr leidet.

Veränderung. Da passiert endlich was Neues: Ins Nachbarhaus, das ewig leer gestanden ist, zieht ein junges Pärchen ein, Nicole (Lili Epply) und Christian (Wolfgang Rauh). Die beiden sind unkonventionelle junge Leute, und noch dazu, wie Martin bald herausfindet, wohnen sie ohne gültigen Mietvertrag in dem Häuschen – sie sind also „Squatter“. Aus purer Geldnot, räumt Nicole ein; es ist schwierig für zwei „Landeier“ wie sie in der Großstadt. Was soll’s, Kathi und Martin kümmern sich nicht weiter drum. Die beiden scheinen nette Gesellschaft, außerdem versteht sich Tobi auffallend gut mit Nicole. In ihrer Gegenwart fängt er regelrecht an, aufzutauen.

Verbotene Früchte. Allerdings findet Martin die attraktive, wilde Nicole bald ein wenig zu interessant … und lässt sich von ihr verführen. Verzweifelt versucht er, die Affäre vor Kathi geheim zu halten – die vor allem glücklich über Tobis Fortschritte ist, und gar nicht in Betracht zieht, dass die neuen Nachbarn alles andere als ein harmloses Studentenpärchen sind. In Wahrheit haben die beiden nämlich ein schreckliches Geheimnis, das – man kann es sich schon denken – etwas mit der Geschichte des kleinen Tobi zu tun hat, und das das Leben der Trummers nachhaltig erschüttern wird.

Eine Story wie aus einer richtig guten Criminal Minds-Folge, elegant umgesetzt mit Top-Darstellern in Kino-Großformat: Michael Ramsauers Langfilmdebüt ist ein feiner Psycho-Krimi made in Austria, der sich einiges traut und bis zum Schluss sauspannend bleibt.

Text:  Gini Brenner

Credits

Titel Mein Fleisch und Blut
Originaltitel Mein Fleisch und Blut
Genre Psychothriller
Land, Jahr Österreich, 2016
Länge 97 Minuten
Regie Michael Ramsauer
Drehbuch Michael Ramsauer
Kamera Josef Mittendorfer
Schnitt Karin Hartusch
Produktion Helmut Grasser, Constanze Schumann
Darsteller Andreas Kiendl, Ursula Strauss, Nikolai Klinkosch, Lili Epply, Wolfgang Rauh, Hary Prinz
Verleih Luna Film

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