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Alles was kommt

L'avenir

Drama. Deutschland, Frankreich 2016. 102 Minuten.

Regie: Mia Hansen-Løve
Mit: Isabelle Huppert, Roman Kolinka

Krise? Nix da! Isabelle Huppert findet in Mia Hansen-Løves fünftem Spielfilm ein spätes, unerwartetes Glück in der Freiheit.

Filmstart: 4. November 2016

Nathalie (Isabelle Huppert) ist Philosophieprofessorin und publiziert in einem kleinen, renommierten Verlag. Ihr Ehemann unterrichtet ebenfalls Philosophie, ihre erwachsenen Kinder kommen gerne zu Besuch, ebenso wie ihre ehemaligen Studenten, die Nathalie allesamt verehren. Wäre da nicht die ewig divenhafte Mutter (Edith Scob) mit ihrer fragilen Gesundheit, Nathalies Leben wäre im Grunde ideal. Bis der Moment kommt, in dem Natalies Mann ihr sagt, er habe eine Affäre und wolle sie verlassen. Bis der Verlag Nathalie zu verstehen gibt, man fände ihre Bücher antiquiert. Bis auch die Mutter Nathalie auf einmal nicht mehr braucht, und nur eine schwarze Katze hinterlässt, ein eigensinniges Vieh. Es ist jener Moment, in dem alles zusammenbrechen könnte …

In ihrem fünften Film gelingt der erst 35-jährigen Regisseurin Mia Hansen-Løve, lose angelehnt an ihre eigene Mutter, das komplexe Porträt einer Frau, die in ihrem Alter im Kino normalerweise nicht mehr viel zu erwarten hat. Doch Isabelle Huppert spielt diese Nathalie als Widerständige, die sich nicht unterkriegen lässt und mit feiner Selbstironie zu einer neuen Freiheit findet. Für die Regisseurin gab’s für diesen beglückenden Film bei der Berlinale den Regiebären – beschämenderweise übrigens erst der dritte an eine Frau, in 66 Jahren Festivalgeschichte.

Text:  Magdalena Miedl

Credits

Titel Alles was kommt
Originaltitel L'avenir
Genre Drama
Land, Jahr Deutschland/Frankreich, 2016
Länge 102 Minuten
Regie Mia Hansen-Løve
Drehbuch Mia Hansen-Løve
Kamera Denis Lenoir
Schnitt Marion Monnier
Produktion Charles Gillibert
Darsteller Isabelle Huppert, Roman Kolinka, Edith Scob, André Marcon, Sarah Le Picard, Solal Forte
Verleih Filmladen

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