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Die üblichen Verdächtigen

The Usual Suspects

Thriller. USA 1995. 105 Minuten.

Regie: Bryan Singer
Mit: Kevin Spacey, Chazz Palminteri, Gabriel Byrne

Die simple Kunst des Mordens: Fünf kleine Gauner träumen vom großen Coup. Ein Schiff mit Kokain im Wert von 91 Mio $ fliegt in die Luft. 27 Menschen sterben. Und ein Polizist sucht das Phantom dieser Blutoper.

Eine Gefängniszelle in New York. Voll mit den üblichen Verdächtigen. Gauner, die auf eine Gegenüberstellung warten. Die Crème de la crème der Schauspielkunst: Chazz Palminteri, Gabriel Byrne, Kevin Spacey, Benicio Del Toro, Kevin Pollack und Stephen Baldwin. Ein Polizist und ein feiner Querschnitt durch den Bodensatz des Bösen: Der Killer, der Tüftler, der Halbstarke, der Gentleman, der Profi. Dreck am Stecken haben sie alle. Aber Alibis auch. So nützt man gleich die Gunst der Stunde. Kommt ins Gespräch. Und heckt einen Plan aus, der Wochen später mit einem Boot am Pier von San Pedro endet, das eben noch Kokain im Wert von 91 Millionen Dollar an Bord hatte und nun nur noch mit 27 Leichen aufwarten kann.
Ein Phantom namens Keyser Soze ist die Schlüsselfigur in dieser Blutoper des jungen Regisseurs Bryan Singer. Bei der Erwähnung seines Namens beginnen sogar die hartgesottensten Gangster zu zittern. Man sieht ihn nie. Gibt es ihn überhaupt? Manche halten ihn für einen Mythos, manche für einen Maniac, aber in einem Punkt sind sie sich alle einig: Keyser Soze ist der Teufel persönlich. Der härteste Hund, der je seinen Fuß auf diesen Planeten setzte. Nicht zu fassen und so eiskalt, dass er sogar seine Familie opferte, um nicht erpressbar zu sein.
Dieser Keyser Soze zieht im Hintergrund die Fäden, als die fünf Gangster einen tödlichen Auftrag bekommen. Er ist das teuflische Geheimnis, dem es gilt, auf die Schliche zu kommen. Die Polizei tut ihr Bestes. Die größten Chancen aber haben wir, die Zuschauer. Wir sitzen im Kino und beobachten gespannt, wie Bryan Singer sein Action-Feuerwerk zündet, eine Rakete nach der anderen. "Filme, die linear ablaufen, interessieren mich nicht", erklärt Hollywoods heißester Newcomer. "Wenn ich schon einen Krimi drehe, dann soll er verschachtelt und verschlüsselt sein, so vielfältig wie ein kompliziertes Puzzle, das man erst zusammensetzen muss."
Diese Methode hat sich bewährt. Die üblichen Verdächtigen ist so erfrischend wie Pulp Fiction. Drehbuchautor Christopher McQuarrie wurde wegen seiner diamantscharfen Dialoge mit Tarantino verglichen - und mit den film noir-Erfindern aus dem Hollywood der 40er Jahre. Dazu kommt ein grandioser Kameramann, der eine hochgradig stilisierte, schwarz-romantische Cinemascope-Atmosphäre schuf. Und - ebenfalls nach bewährtem Pulp Fiction-Rezept - eine Reihe von Spitzenschauspielern, die vom jungen, extrem talentierten Regisseur zu einem dynamischen Ensemble zusammengeschweißt wurden.

Credits

Titel Die üblichen Verdächtigen
Originaltitel The Usual Suspects
Genre Thriller
Land, Jahr USA, 1995
Länge 105 Minuten
Regie Bryan Singer
Drehbuch Christopher McQuarrie
Kamera Newton Thomas Sigel
Schnitt John Ottman
Musik John Ottman
Produktion Bryan Singer, Michael McDonnell
Darsteller Kevin Spacey, Chazz Palminteri, Gabriel Byrne, Kevin Pollak, Stephen Baldwin, Dan Hedaya, Pete Postlethwaite, Suzy Amis, Benicio Del Toro

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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