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Amerikanisches Idyll

American Pastoral

Drama, Krimi. USA 2016. 102 Minuten.

Regie: Ewan McGregor
Mit: Ewan McGregor, Jennifer Connelly

Als Regiedebüt verfilmt Ewan McGregor, der auch die Hauptrolle spielt, einen Roman von Philip Roth um einen Familienvater, dessen heile Welt Stück für Stück zerbricht. Mit dabei: Jennifer Connelly und Dakota Fanning.

Filmstart: 18. November 2016

Neue Zeiten. Amerika, Ende der 1940er Jahre. Seymour Levov (Ewan McGregor), von allen wegen seiner imposanten Erscheinung nur „der Schwede“ genannt, lebt den amerikanischen Traum, wie er schöner nicht im Buche stehen könnte. Im College war er der Held, dann hat er die schönste Frau der idyllischen Stadt Old Rimrock geheiratet – Dawn (Jennifer Connelly), ehemalige Miss New Jersey. Seymour übernimmt die erfolgreiche Handschuh-Manufaktur seines Vaters, Dawn bewirtschaftet die kleine Farm der beiden, und bald wird das Glück durch die Geburt von Tochter Merry vollkommen.

Erste Brüche. Dass Merry von klein auf heftig stottert, macht den Levovs leise Sorgen. Bedacht darauf, alles richtig zu machen, schicken sie sie zur Psychoanalytikerin, die spekuliert, dass Merry ein Konkurrenzproblem mit ihrer allzu perfekten Mutter hat. Eine haltlose Vermutung – aber genug, um rundherum Zweifel an der Haltbarkeit des Familienglücks aufkommen zu lassen. Als Merry schließlich zum Teenager (gespielt von Dakota Fanning) heranwächst, ist sie noch ein bisschen widerspenstiger, ein bisschen zurückgezogener als die meisten ihrer Alterskollegen. Sie trifft sich immer öfter mit politisch aktiven Freunden in der nahen Großstadt New York und wird immer mehr radikalisiert.

Big Bang. Dann passiert die Katastrophe: Das örtliche Postamt wird in die Luft gesprengt, es gibt einen Toten – und alles deutet darauf hin, dass Merry die Bombe gelegt hat. Sie verschwindet spurlos, doch es geschehen mehrere weitere ähnliche Attentate. Seymour, der fest von ihrer Unschuld überzeugt ist, verbringt die nächsten Jahre damit, verzweifelt nach ihr zu suchen. Dawn dagegen zieht sich immer mehr von der Erinnerung an ihre Tochter zurück. Und bald ist nicht mehr viel übrig geblieben vom einstigen amerikanischen Idyll …

Was hat uns bloß so ruiniert? Philip Roths Roman um eine US-amerikanische Kleinfamilie, erschienen 1997, gilt als eins der Meisterwerke der neuen amerikanischen Literatur, wurde 1998 mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet und vom Time Magazine in die Liste der 100 wichtigsten Romane aller Zeiten aufgenommen.

Text:  Gini Brenner

Credits

Titel Amerikanisches Idyll
Originaltitel American Pastoral
Genre Drama/Krimi
Land, Jahr USA, 2016
Länge 102 Minuten
Regie Ewan McGregor
Drehbuch John Romano nach dem Roman von Philip Roth
Kamera Martin Ruhe
Schnitt Melissa Kent
Musik Alexandre Desplat
Produktion Gary Lucchesi, Tom Rosenberg
Darsteller Ewan McGregor, Jennifer Connelly, David Strathairn, Dakota Fanning, Uzo Aduba
Verleih Tobis

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