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Was tun, wenn's brennt?

Was tun, wenn's brennt?

Satire. Deutschland 2001. 101 Minuten.

Regie: Gregor Schnitzler
Mit: Til Schweiger, Nadja Uhl, Doris Schretzmayer

13 Jahre nach ihrem leidenschaftlichen Kampf gegen das Establishment ist die Glut der Anarcho-Truppe "Gruppe 36" erloschen. Als im Jahr 2000 in einer unbewohnten Villa ein Brandsatz detoniert, holt die Vergangenheit die ehemaligen Hausbesetzer ein.

Filmstart: 1. Februar 2002

1987 war die Welt für Tim (Til Schweiger) noch in Ordnung. Die Manchnowstraße in Berlin Kreuzberg war das Zentrum der Revolution. Gemeinsam mit seinen Hausbesetzer-Freunden Hotte (Martin Feifel), Flo (Doris Schretzmayer), Maik (Sebastian Blomberg), Nele (Nadja Uhl) und Terror (Matthias Matschke) lebte Tim seinen Traum von Freiheit, Autonomie und Selbstverwirklichung. Pflastersteine gegen Polizeibeamte zu werfen und ihre "Burg", die Machnowstraße 52, mit allen Mitteln zu verteidigen, war der "Gruppe 36" nicht genug. Um dem Establishment einen verdienten Denkzettel zu verpassen, bauten die Berliner Revolutionäre eine Bombe und deponierten sie 1987 in einer unbewohnten Villa im Grunewald. Dass die explosive Mischung jemals wirklich hochgehen könnte, damit hat niemand wirklich gerechnet. Schon gar nicht damit, dass es 13 Jahre später passieren würde, zu einem Zeitpunkt, an dem von der "Gruppe 36" fast nichts mehr übrig ist. Die Polizei vermutet hinter der Explosion einen Anschlag von Terroristen. Nur der ermittelnde Beamte Manowsky (Klaus Löwitsch) wittert sofort die richtige Spur, die ihn zur den Aktivisten der späten Achtziger führt. Manowsky, der über die Szene bestens Bescheid weiß, läßt keine Gelegenheit aus, gegen das "Querulantenpack" der Hausbesetzer vorzugehen. Mit dem Gespür eines "alten Kettenhunds" (Zitat: Manowsky) läßt er von einem Sonderkommando der Polizei bei einer der ersten Razzien zuerst das immer noch besetzte Haus in der "Machno" stürmen und wichtiges Beweismaterial beschlagnahmen. Tatsächlich befindet sich unter den Bergen von beschlagnahmtem Filmmaterial ein Super-8-Film, auf dem Maik 1987 in einem Anfall von antiimperialistischem Größenwahn die Bombenbau-Aktion der "Gruppe 36" festgehalten hat. Während das brisante Beweisstück in die Aservatenkammer der Polizeikaserne Tempelhof wandert, rufen Tim und Hotte, die die Bruchbude in der "Machnow" immer noch ihr Zuhause nennen, ihre ehemaligen Kollegen aus der Anarcho-WG auf den Plan. Doch das gestaltet sich weitaus schwieriger als angenommen. Maik hat von der Hausbesetzer- in die Hausbesitzer-Fraktion übergewechselt und mutiert als Chef einer Werbeagentur zum kapitalistischen Kotzbrocken. Terror steht scheinbar ebenfalls auf der anderen Seiten und sieht seine Zukunft als Staatsanwalt. Auch die politisch aktive Nele ist als alleinerziehende Mutter in die Windelfraktion abgerutscht und sucht ihre Horizonte nun in der Krabbelgruppe. Flo, Tims große Liebe, hingegen fährt einen fetten Mercedes und steht kurz vor der Hochzeit. Nur Tim und Hotte sind enttäuscht. Hotte hat für seinen Kampf gegen das Establishment einen teuren Preis bezahlt und seine Beine verloren. Was ist nur aus seinen Freunden geworden? Aus unterschiedlichen Motiven und aus Angst, im Knast zu landen, entschließt sich die wieder vollzählig vereinte Supertruppe "Gruppe 36" zu einem gemeinsamen Coup, um das Beweismaterial, das sie alle vernichten könnte, der Polizei zu entreißen.

Text:  Catherine Holzer

Credits

Titel Was tun, wenn's brennt?
Originaltitel Was tun, wenn's brennt?
Genre Satire
Land, Jahr Deutschland, 2001
Länge 101 Minuten
Regie Gregor Schnitzler
Drehbuch Stefan Dähnert, Anne Wild
Kamera Andreas Berger
Schnitt Hansjörg Weißbrich
Musik Stefan Zacharias, Stephan Gade
Produktion Andrea Willson, Jakob Claussen, Thomas Wöbke
Darsteller Til Schweiger, Nadja Uhl, Doris Schretzmayer, Matthias Matschke, Klaus Löwitsch, Sebastian Blomberg, Martin Feifel
Verleih Sony

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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