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Predator - Upgrade

The Predator

Abenteuer, Action, Horror. USA 2018. 107 Minuten.

Regie: Shane Black
Mit: Jacob Tremblay, Sterling K. Brown, Keegan-Michael Key, Trevante Rhodes, Boyd Holbrook

Bugman Returns. Shane Black (Iron Man 3) haucht dem Kult-Franchise um den schaurigen Menschenjäger aus dem All neues Leinwandleben ein: mit einer genetisch frisierten Predator-Abart, einem unkonventionellen Soldaten-Kader und viel Herz für das ikonische 80er-Jahre-Original.

Filmstart: 13. September 2018

Worum geht’s?

Tja, das ist wohl ein klassischer Fall von shit happens: Aus Versehen befördert ein junger Bub (Jacob Tremblay) die Rückkehr einer hoch entwickelten Alien-Spezies, die sich bereits mehrmals mit den Menschen angelegt hat. Schon früher haben sich die extra-terrestrischen Jäger vereinzelt auf die Erde geschlichen, um es im tropischen Urwald sowie im Dschungel der Großstadt mit ebenbürtigen Sparring-Partnern aufzunehmen, an ihren Kampftechniken zu feilen und dabei ein paar schmucke Schädel für ihre Trophäen-Sammlung abzustauben – erfahrungsgemäß droht der Menschheit durch die neuerliche Stippvisite der geübten Kämpfer daher eine gezielte Dezimierung ihres Bestandes. Dafür spricht leider auch der Umstand, dass diesmal ein genetisch optimierter Super-Predator mit von der Partie ist. Um den per DNA-Verschnitt zum übermächtigen Hybriden getunten Fiesling zu bezwingen, ist echtes Teamwork gefragt: Ein paar lädierte Ex-Soldaten und eine Naturwissenschaftlerin (Olivia Munn) tun ihr Menschenmögliches, um Frankensteins Alien Paroli zu bieten.

Wer ist dabei?

1987 verantwortete der unheimliche Jäger aus einer fremden Welt im Predator-Debüt zwar Shane Blacks blutigen Leinwandtod – den gemeinen Angriff aus dem Hinterhalt trug der damalige Darsteller eines Militärfunkers seinem fiesen Mörder aber zumindest nicht langfristig nach. 31 Jahre später verhalf der mittlerweile etablierte Drehbuchautor und Regisseur dem ikonischen Alien nämlich ganz ohne Gram vom Regie-Stuhl aus zu frischem Lebensgeist – nicht zuletzt, um sich damit auch selbst mit dem Spirit von damals zu rejuvenieren. Um seine „Midlife Crisis abzumildern“ setzte es sich der 56-jährige Lethal Weapon-Autor zum Ziel, die Glorie des Action-Kinos seiner Jugend wieder aufleben zu lassen und – so die Hoffnung der Fans – das Franchise vom eher üblen Nachgeschmack der jüngeren Alien-Crossover-Vergangenheit frei zu spülen. Dafür motivierte er seinen The Monster Squad-Kollegen Fred Dekker zum gemeinsamen Drehbuchschreiben, ersetzte die rund um Arnold Schwarzenegger stark testosteronkontrollierten Manly Men des Originalfilms durch einen chaotischen Trupp vom Leben getretener Außenseiter (allen voran Boyd Holbrook, Trevante Rhodes und Thomas Jane) und drückte dem finsteren Creature Feature mit behutsam dosiertem Nice Guys-Witz seinen unverkennbaren Stempel auf. Neben einer liebevollen Verbeugung vor der Genialität des Originals musste offensichtlich auch noch ein signifikanter Superlativ her, um auch mit dem dritten Sequel der Reihe potenzielle Filmgeschichte zu schreiben: Nachdem im Franchise-Erstling schon der ursprüngliche Predator-Darsteller Jean-Claude Van Damme (!) wegen unzulänglicher Körpermaße das Set bereits nach wenigen Tagen für einen noch rustikaler gebauten Kollegen räumen musste, sprengen die Dimensionen des upgegradeten Aliens auch diesmal alles bisher Dagewesene. Ein stattlicher Parcours-Stuntprofi wurde engagiert, um dem monströsen Predator-Hybriden mit schlüpfriger Wendigkeit noch einen zusätzlichen Batzen haarsträubender Bedrohlichkeit zu verpassen.

Was wird geboten?

Während der Postproduktionsphase musste Shane Black feststellen, dass es dem Thriller an Grusel-Atmosphäre fehlt – Abhilfe schaffte ein Nachdreh: Die zuvor bei Tageslicht gedrehte Schlusssequenz des Streifens wanderte noch einmal bei Nacht in den Kasten. Weil das nach einem verdächtig platten Lösungsansatz klingt, sei an dieser Stelle aber versichert, dass uns kein im Dunkel lauerndes Ungeheuer erwartet, das uns Monster AG-mäßig zum Kreischen bringt, sondern eines, das es in bester Alien-Manier versteht, unsere archaischen Ängste zu triggern. Und so beschert uns Black auch tatsächlich einen durchaus zum Nägelbeißen anregenden Old-School-Horror-Thriller, gefertigt aus dem feinmaschigen Stoff unserer düstersten Albträume, den er mit Mystery, Menschlichkeit und – weil der Iron Man 3-Regisseur auch die Kontroverse nicht scheut – mit einer mutigen Weiterentwicklung der Predator-Mythologie gelungen ins Heute überführt.

Text:  Claudia Dlapa

Credits

Titel Predator - Upgrade
Originaltitel The Predator
Genre Abenteuer/Action/Horror
Land, Jahr USA, 2018
Länge 107 Minuten
Regie Shane Black
Drehbuch Fred Dekker, Shane Black
Darsteller Jacob Tremblay, Sterling K. Brown, Keegan-Michael Key, Trevante Rhodes, Boyd Holbrook, Yvonne Strahovski, Edward James Olmos, Jake Busey, Augusto Aguilera, Thomas Jane, Alfie Allen, Olivia Munn
Verleih Centfox
Altersempfehlung ab 16

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