Filminfo zu

Borg/McEnroe

Borg McEnroe

Drama, Sportfilm. Dänemark, Finnland, Schweden 2017. 100 Minuten.

Regie: Janus Metz Pedersen
Mit: Shia LaBeouf, Sverrir Gudnason

Tolle Tennisschlägertypen: Shia LaBeouf und Sverrir Gudnason rekonstruieren in einem fesselnden Sportdrama das legendäre Wimbledon-Herrenfinale von 1980.

Filmstart: 13. Oktober 2017

Worum geht’s?

Das Herren-Tennisturnier von Wimbledon, 1980: „You cannot be serious“, feuert das 21-jährige Enfant terrible John McEnroe (Shia LaBeouf) dem Schiedsrichter während seines Halbfinalmatches gegen Jimmy Connors entgegen. Die Partie sollte er schließlich gewinnen – und dem großen Björn Borg (Sverrir Gudnason) ins Finale folgen. Dort stehen sich nun also auf der einen Seite McEnroe, fluchender Fiedler mit enormem Drang zum Netz, auf der anderen Borg, schweigender Schwinger mit unantastbarem Grundlinienspiel gegenüber: ersterer mit der Chance, Nummer eins zu werden und damit die Wachablöse im Herrentennis zu vollenden, zweiterer mit der Chance, einen geschichtsträchtigen fünften Wimbledon-Titel in Folge zu gewinnen. Die folgenden Stunden sollten in die Sportgeschichte eingehen …

Wer ist dabei?

Bis zu acht Monate waren die Hauptdarsteller in einem Bootcamp damit beschäftigt, das hochklassige Tennisspielen zu lernen. Und obwohl es von Seiten John McEnroes zunächst noch Kritik am Engagement von Shia LaBeouf gegeben haben soll, kann man gar nicht anders, als dem Schauspiel-Exzentriker eine absolut großartige Performance zu konstatieren. Sein Gegenspieler Sverrir Gudnason war laut eigenen Angaben hauptsächlich mit Pizza und Alkohol beschäftigt, ehe er die Rolle des schwedischen „Ice-Borg“ angeboten bekam. Eisernes Training, sieben Mahlzeiten am Tag und intensives Videostudium transformierten ihn letztlich aber zu einem verblüffenden Borg-Lookalike, auf und neben dem Platz. Ihm zur Seite steht die vielschichtige skandinavische Schauspiel-Größe Stellan Skarsgård als Trainer und Mentor Lennart Bergelin.

Was wird geboten?

Tennis auf die große Leinwand zu bringen ist immer eine schwierige Angelegenheit. Regisseur Janus Metz Pedersen versucht dies in den ersten zwei Dritteln im Mantel eines Psychodramas, das Ängste und Motivationen der Tennisgranden zeigen soll. Als fulminanter Höhepunkt fesselt dann der 20-minütige Showdown, in dem Punkte teils 1:1 nachgestellt wurden. Zukünftige Produktionen können sich hier einiges abschauen. Auch Björn Borg war mit dem Endergebnis mehr als zufrieden. Eine höhere Auszeichnung gibt es eigentlich nicht.

Text:  Volker Müller

Credits

Titel Borg/McEnroe
Originaltitel Borg McEnroe
Genre Drama/Sportfilm
Land, Jahr Dänemark/Finnland/Schweden, 2017
Länge 100 Minuten
Regie Janus Metz Pedersen
Drehbuch Ronnie Sandahl
Darsteller Shia LaBeouf, Sverrir Gudnason, Stellan Skarsgård, Tuva Novotny, David Bamber
Verleih Filmladen
Altersempfehlung ab 8

0 Kommentare

Kommentar verfassen

Um Kommentare verfassen zu können, musst du eingeloggt sein.

Falls du bereits registrierter SKIP User bist, gehe zum , solltest du noch kein Benutzerprofil haben, kannst du dich hier registrieren.