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Porto

Porto

Drama, Liebesfilm. Frankreich, Polen, Portugal, USA 2016. 76 Minuten.

Regie: Gabe Klinger
Mit: Anton Yelchin, Lucie Lucas

Wenn die Romanze nur eine Nacht dauert, doch die Erinnerung ewig quält: Melancholisches Liebesdrama mit dem 2016 tödlich verunglückten Anton Yelchin und der wunderbaren Lucie Lucas als flüchtiger Geliebter.

Filmstart: 15. September 2017

Worum geht’s?

Gleich dreimal treffen der amerikanische Tagelöhner Jake (Anton Yelchin) und die französische Studentin Mati (Lucie Lucas) in Porto aufeinander. Nur Zufall? Schicksal! Widerstand ist folglich zwecklos – wehrlos kapitulieren die einander Unbekannten vor ihrer Bestimmung, ziehen gemeinsam durch die Nacht und gestehen einander schließlich – berauscht von guten Gesprächen und noch besserem Sex – ihre Liebe. Nicht einmal Portos gleißendes Morgenlicht kann der verträumten Turtelei etwas anhaben. Doch dann steht Mati plötzlich mit ihrem Uni-Professor im Zimmer – und das den beiden ursprünglich so wohlgesonnene Schicksal erweist sich als ziemlich mieser Verräter.

Wer ist dabei?

Anton Yelchins Leinwand-Peformance in Porto zählt leider zu seinen letzten: Der Star Trek-Star kam 2016 im Alter von gerade einmal 27 Jahren auf tragische Weise ums Leben: Er wurde von seinem zurückrollenden Jeep gegen einen Zaun gedrückt und dabei tödlich verletzt. Als liebestrunkener Jake kann er aber hier noch einmal eindrücklich sein feinsinniges Schauspieltalent beweisen. Neben ihm bestreitet die Französin Lucie Lucas ihre erste englischsprachige Hauptrolle mit reichlich Bravour, Regisseur Gabe Klinger liefert sein Spielfilmdebüt ab. Als ausführender Produzent stand ihm dabei die Indie-Filmikone Jim Jarmusch (Only Lovers Left Alive) zur Seite.

Was wird geboten?

So eigenwillig wie die Liebe selbst ist auch die Erzählstruktur des Films: Bruchstückhafte Erinnerungen werden erst nach und nach zur linearen Erzählung jener flüchtigen Begegnung gekoppelt, die den beiden auch Jahre später nicht aus dem Kopf geht. Vergangenes, Gegenwärtiges und Geträumtes illustriert Regisseur Gabe Klinger durch unterschiedliche Filmformate: 8mm, 16mm und 35mm. Das Ergebnis ist ein raffiniertes Triptychon, ein filmisches Mosaik der Liebe und eine Ode an das Kino. Klingt kompliziert? Ist es auch, schließlich geht’s ja um die ganz großen Gefühle.

Text:  Claudia Dlapa

Credits

Titel Porto
Originaltitel Porto
Genre Drama/Liebesfilm
Land, Jahr Frankreich/Polen/Portugal/USA, 2016
Länge 76 Minuten
Regie Gabe Klinger
Drehbuch Larry Gross, Gabe Klinger
Darsteller Anton Yelchin, Lucie Lucas, Paulo Calatré, Françoise Lebrun
Verleih Polyfilm

1 Kommentar

Bemüht! Aber mehr nicht.

Erster Spielfilm von Gabe Klinger (Double Play: James Benning and Richard Linklater). Vielleicht wird der zweite ja besser.

6. September 2017
16:46 Uhr

von p_fabularis

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