Filminfo zu

Monte Cristo

The Count of Monte Cristo

Literaturverfilmung. GB, USA 2002. 131 Minuten.

Regie: Kevin Reynolds
Mit: Guy Pearce, Jim Caviezel, Richard Harris, Dagmara Dominczyk

Rache ist süß. Und unglaublich gutaussehend: In der Neuverfilmung von Alexandre Dumas’ klassischer Vergeltungsgeschichte spielen einander die Hollywood-Traummänner James Caviezel und Guy Pearce gegenseitig an die Wand - mit und ohne Degen.

Filmstart: 7. Juni 2002

Edmond Dantès (James Caviezel) sitzt in einer winzigen Zelle im Chateau D’If, einer berüchtigten Gefängnisinsel irgendwo im Mittelmeer. Und er sitzt nicht durch sein eigenes Verschulden hier: Sein "bester Freund", der reiche, verwöhnte Fürstensohn Fernand Mondego (Guy Pierce), hat ihn kaltblütig verraten und verkauft. Das alles nur wegen Edmonds wunderschöner Verlobter Mercédes (Dagmara Dominczyk), die Fernand für sich haben will. Und er gewinnt: Mercédes hält Edmond für tot, bei Fernand findet sie Trost, Unterstützung und bald auch einen Platz im Ehebett.
Der Verlierer brütet derweil in seiner Zelle, sein Bart wird länger, der Durst nach Rache immer stärker. Schließlich schafft er das Unglaubliche: Mit der Hilfe seines alten, weisen Mitgefangenen Abbé Faria (Ed Harris) gräbt er einen Weg nach draußen in die Freiheit.
Zwei wichtige Dinge hat ihm der Abbé mitgegeben: In den endlosen Monaten der Graberei hat der weise alte Mann aus dem ungehobelten Arbeitersohn Edmond einen gebildeten Herrn gemacht. Und als Draufgabe verriet er ihm auch sein kostbarstes Wissen: Das Versteck eines unermesslich großen Schatzes auf der Insel Monte Cristo.
"Edmond Dantès ist tot", sagt der nun selbst, und kauft sich als schwerreicher "Graf von Monte Cristo" in die vornehme Gesellschaft Frankreichs ein. Und dann nimmt er sich sorgfältig jeden einzelnen seiner Peiniger zur Brust. Demütigt sie, quält sie, ruiniert sie. Die, die ihn durch die Hölle jagten, sollen nun selber auf glühenden Kohlen ins Verderben laufen. Nicht einmal vor Fernands und Mercédes’ jungem Sohn macht sein blinder Hass halt. Doch Mercèdes hat Edmond nicht betrogen, sie wurde selbst getäuscht. Wird sie es schaffen, den bitteren Mann, den sie nach wie vor aus ganzem Herzen liebt, davon zu überzeugen, dem echten Edmond Dantès noch eine Chance zu geben?
Mäntel, Degen, Rache, Liebe, Leidenschaft. Wer immer noch bei jeder Gelegenheit "Ach, solche Filme machen die in Hollywood heutzutage einfach nicht mehr", seufzt, kann jetzt endgültig aufhören zu motzen: Monte Cristo ist eine romantische, spannende Abenteuer-Story, wie sie lang nicht mehr über die Leinwand ging.
"Ich finde, dass jede Generation eine eigene Verfilmung dieser Geschichte braucht", meint Regisseur Kevin Reynolds, der seine Abenteuerlust schon mit Robin Hood - König der Diebe und Waterworld gehörig unter Beweis stellte. Wo der Mann Recht hat, hat er Recht. Zumal seine Hauptdarsteller zum Feinsten gehören, was Hollywoods Young Generation zu bieten hat. Touché!

Text:  Gini Brenner

Credits

Titel Monte Cristo
Originaltitel The Count of Monte Cristo
Genre Literaturverfilmung
Land, Jahr GB/USA, 2002
Länge 131 Minuten
Regie Kevin Reynolds
Drehbuch Jay Wolpert nach dem Roman von Alexandre Dumas
Kamera Andrew Dunn
Schnitt Stephen Semel, Chris Womack
Musik Edward Shearmur
Produktion Roger Birnbaum, Gary Barber, Jonathan Glickman
Darsteller Guy Pearce, Jim Caviezel, Richard Harris, Dagmara Dominczyk, Alex Norton, James Frain, Michael Wincott, Luis Guzmán, Henry Cavill
Verleih Constantin Film

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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