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Alita: Battle Angel

Alita: Battle Angel

Abenteuer, Action, Liebesfilm. Argentinien, Kanada, USA 2019. 122 Minuten.

Regie: Robert Rodriguez
Mit: Rosa Salazar, Eiza González

Mangalita Madness. Gut zwei Dekaden, nachdem James Cameron (Avatar) erstmals mit einer Film-Adaption des Mangas Gunnm geliebäugelt hatte, landet die epische Cyberpunk-Geschichte nun endlich in den Kinos: Regiekollege Robert Rodriguez (Sin City) hat aus dem Material ein entfesseltes, emotional einnehmendes 3D-Spektakel geschmiedet.

Filmstart: 14. Februar 2019

Worum geht’s?

Ein paar hundert Jahre in der Zukunft findet der Mechatronik-Spezialist Dr. Dyson Ido (Christoph Waltz) ein Cyborg-Mädchen (unter Einsatz von Performance Capture dargestellt von Rosa Salazar) in der Stadt Iron City fast komplett zerstört auf einem Schrottplatz. Da ihr Gehirn aber noch intakt ist, schustert Ido ihr aus alten Teilen einen neuen Körper zusammen und gibt ihr den Namen Alita. Darüber hinaus setzt er alles daran, das an Gedächtnisverlust leidende Robogirl vor seiner mysteriösen Vergangenheit zu schützen. Klar, dass das nicht lange gut gehen kann – und so sehen sich die beiden schon bald mit diversen knallharten Kampfmaschinen und sonstigen Ungustln wie Chiren (Jennifer Connelly) oder dem skrupellosen Geschäftsmann Vector (Mahershala Ali) konfrontiert.

Was steckt dahinter?

Seine erste Begegnung mit Alita hatte James Cameron gemeinsam mit Kumpel Guillermo del Toro (Shape of Water – Das Flüstern des Wassers), als Letzterer irgendwann Ende der 90er bei einem der gemeinsamen Filmabende eine VHS-Kassette einlegte. Es handelte sich dabei um eine 2D-Adaption des 1990 erschienenen Mangas Gunnm von Yukito Kishiro. Der Terminator-Mastermind entwickelte auf Anhieb eine Faszination für die bionische Kampfmaschine, holte sich die Erlaubnis von del Toro und begann sofort an einer Filmumsetzung zu tüfteln. Es folgten 20 Jahre, in denen Cameron das Projekt zwar stets im Hinterkopf hatte, wegen zu vieler anderer Projekte aber schlichtweg keine Zeit dafür fand. Na gut, „nebenbei“ revolutioniere er halt mit einem kleinen Film namens Avatar denn eben auch gleich noch das Kino, wie wir es kennen. Nicht zuletzt wegen dessen vier (!) über kurz oder auch lang bevorstehenden Sequels sah er sich schließlich gezwungen, die Regie seinem Kollegen Robert Rodriguez (Sin City) zu überlassen. Von den zahlreichen, angeblich über 1000 Seiten umfassenden Notizen darüber, wie der Film aussehen könnte, machte schließlich ein im Vergleich zu anderen Entwürfen romantischer angehauchtes Romeo und Julia-Skript aus dem Jahr 2004 das Rennen. Laut Cameron wird es dem Ausgangsmaterial am ehesten gerecht – für Rodriguez war es das Drehbuch, das am meisten Identifikationspotential mit der Hauptfigur zu bieten hat.

Was wird geboten?

Auch wenn dieser eine Drehbuchentwurf inklusive Love Interest in Person von Hugo (Keean Johnson) als Grundlage dient, kommen die beeindruckenden Actionsequenzen natürlich nicht zu kurz. Abgefahrenste Cyborg-Gestalten mit unterschiedlichen Fähigkeiten, gespielt von den stets einschlagenden Action-Amazonen Eiza González (Baby Driver) sowie Michelle Rodriguez (Widows) oder Kult-Haudegen wie Jackie Earl Haley (Watchmen), Jeff Fahey (Planet Terror) und Casper Van Dien (Starship Troopers) geben sich hier die kinetische Klinke in die Hand. Um diese Charaktere adäquat darzustellen, mussten natürlich auch die technischen Voraussetzungen stimmen – wobei die größte Herausforderung das Gesicht von Alita selbst war. Es wurde zwar auf dieselbe Technologie zurückgegriffen wie schon bei Avatar, eine derartige Mischung aus Performance Capture und menschlichem Schauspiel wurde trotzdem noch nie auf die Leinwand gebracht – bei den hervorragenden Planet der Affen-Remakes handelte es sich etwa um, genau, Affen und bei Avatar selbst dominierten Aliens das Geschehen. Gut möglich, dass James Cameron hier erneut Bahnbrechendes gelungen ist – mit Robert Rodriguez hinter der Kamera und Rosa Salazar als Speerspitze. Vielleicht ist es ja auch der Beginn einer länger andauernden Filmpartnerschaft, Ideen für Fortsetzungen gäbe es allemal genug.

Text:  Volker Müller

Credits

Titel Alita: Battle Angel
Originaltitel Alita: Battle Angel
Genre Abenteuer/Action/Liebesfilm
Land, Jahr Argentinien/Kanada/USA, 2019
Länge 122 Minuten
Regie Robert Rodriguez
Drehbuch James Cameron, Laeta Kalogridis, Robert Rodriguez
Darsteller Rosa Salazar, Eiza González, Keean Johnson, Jennifer Connelly, Mahershala Ali, Jeff Fahey, Eiza González
Verleih Centfox
Altersempfehlung ab 12

1 Kommentar

SCHAU MIR IN DIE AUGEN, KLEINER

Ein Cyborg zum Verlieben – Robert Rodriguez bringt Camerons Langzeitprojekt als martialische Märchenstunde zu einem fulminanten Ende und lässt seinen bezaubernden Nano-Teenie mit Klinge und Skatern durch eine kybernetische Vorhölle flitzen. Die ganze Review auf FILMGENUSS unter https://filmgenuss.com/2019/02/27/ali...

27. Februar 2019
13:34 Uhr

von filmgenuss

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