Filminfo zu

X-Men: Dark Phoenix

X-Men: Dark Phoenix

Abenteuer, Action. USA 2019. 114 Minuten.

Regie: Simon Kinberg
Mit: Jennifer Lawrence, Sophie Turner

Exit für die X-Men. Im bis auf Weiteres letzten, noch einmal aus dem Vollen schöpfenden Hauptkapitel der Supermutanten-Saga sehen sich Charles Xavier (James McAvoy) und Co. mit einer weitreichenden Frage konfrontiert: Wie sollen sie damit umgehen, dass eine der ihren, die Telepathin Jean Grey (Sophie Turner), nach einem kosmischen Unfall mitsamt neuen übermächtigen Kräfte außer Rand und Band geraten ist?

Filmstart: 7. Juni 2019

Worum geht’s?

Es ist 1992 und damit auch schon wieder ein gutes Jahrzehnt her, dass der Apocalypse – respektive dem mächtigen Mutanten mit demselben Namen und allerhand bösartigen Absichten – von den vereinten X-Men grade mal noch so eben Einhalt geboten werden konnte. Die Vorzeichen, unter denen die Truppe rund um Charles Xavier (James McAvoy) nunmehr operiert, haben sich in der Zwischenzeit fundamental gewandelt: Aus Ausgestoßenen sind Helden geworden, die von Massen und Medien angehimmelt werden. Schwer, da den Boden unter den Füßen zu behalten – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Weil sein Geltungsdrang proportional mit dem Ruhm mitgewachsen ist und Professor X seinen Leuten also immer wagemutigere Missionen aufhalst, finden sich diese schließlich sogar im Weltall wieder. Dort sollen Jean Grey (Sophie Turner), Mystique (Jennifer Lawrence), Quicksilver (Evan Peters), Beast (Nicholas Hoult), Cyclops (Tye Sheridan), Storm (Alexandra Shipp) und Nightcrawler (Kodi Smit-McPhee) nämlich einige verunglückte Astronauten retten, geraten aber bald selbst in eine Notsituation, als ihr Raumschiff von einer kosmischen Energie getroffen wird. Wiewohl Jean selbige zwar noch unschädlich machen kann, kommt die telekinetische Mutantin dabei fast ums Leben – und benimmt sich in weiterer Folge grundlegend verändert: Nach der Rückkehr auf die Erde ist sie nicht bloß sehr viel mächtiger als zuvor (und damit alle anderen), sie agiert nach und nach auch weit aufbrausender und erratischer. Die Auswirkungen jenes Kontrollverlusts bekommen die restlichen X-Men schließlich auf so unvermittelt schmerzhafte Weise zu spüren, dass sie sich ernsthaft fragen müssen, wie sie mit ihrer Freundin umgehen sollen. Sollen sie im Verbund mit dem aus seinem Exil zurückgekehrten Magneto (Michael Fassbender) versuchen, Jean ein für alle Mal Einhalt zu gebieten, um sich selbst und der Welt weitere Bescherungen und Verheerungen zu ersparen? Die Entscheidung drängt: Schließlich hat Jeans Transformation auch hinterlistige außerirdische Wesen (Jessica Chastain) angelockt, die die unbändigen Kräfte der „Dark Phoenix“ für die Unterwerfung des Universums einsetzen möchten.

Was steckt dahinter?

Der insgesamt zwölfte Streifen aus dem X-Men-Universum (bzw. der siebente aus der Hauptreihe) basiert auf der zwischen 1976 und 1980 erschienenen The Dark Phoenix Saga von Chris Claremont und John Byrne, einer bis heute immens populären, Klassikerstatus besitzenden Comic-Serie. Nachdem die Vorläuferfilme X-Men: Erste Entscheidung in den Sixties, X-Men: Zukunft ist Vergangenheit prinzipiell in den Seventies und X-Men: Apocalypse in den Eighties angesiedelt waren, wurde der Stoff nunmehr in die Nineties verfrachtet. X-Men: Dark Phoenix ist übrigens auch nicht der erste Versuch, diese Geschichte auf die Leinwand zu bringen: Bereits 2006 war sie in X-Men: Der letzte Widerstand mit Famke Janssen aufgegriffen worden – allerdings auf eine Art und Weise, die bei Fans und Kritikern auf wenig Gegenliebe stieß. Das Drehbuch stammte damals wie heute von Simon Kinberg, der in diesem zweiten Anlauf allerdings auch (erstmals) selbst im Regiestuhl Platz genommen hat.

Was wird geboten?

Eine noch einmal mit allen kreativen Kanonenrohren feuernde Abschlussgala der X-Men-Kinowelt, wie wir sie kennen – mit Simon Kinberg als Zeremonienmeister, der dieses Universum als jahrelanger Produzent, Schreiber und nun auch Regisseur wie seine Westentasche kennt. Im letzten regulären Film der Reihe – der übrigens der erste mit einer Frau in der Headliner-Position ist – versteht er es dabei, all deren Stärken nochmals besonders beispielhaft zu bündeln: Das geerdete, emotionale Drama, das sich aus dieser seit eh und je ungewöhnlichen Wahlfamilienkonstellation ergibt, den dunklen Tiefgang, der speziell im letzten Wolverine-Kapitel Logan so beeindruckt hat, sowie natürlich all das fantastische, die Gesetze der Physik aushebelnde Superkräfte-Theater, das diesmal selbst vor dem Weltall nicht Halt macht.

Text:  Christoph Prenner

Credits

Titel X-Men: Dark Phoenix
Originaltitel X-Men: Dark Phoenix
Genre Abenteuer/Action
Land, Jahr USA, 2019
Länge 114 Minuten
Regie Simon Kinberg
Darsteller Jennifer Lawrence, Sophie Turner, Tye Sheridan
Verleih Centfox
Altersempfehlung ab 12

2 Kommentare

Filmkritik vom Schluaf

12. Juni 2019
19:43 Uhr

von LE-FUEM-BLOG

ALLE(S) IN DER SCHWEBE

Das letzte Stelldichein der Mutantenclique schickt die glutäugige Sophie Turner vorwiegend im Schwebezustand an ihre Grenzen. Wie sehr das zum finalen Farewell passt, erfährt ihr auf FILMGENUSS unter https://filmgenuss.com/2019/06/17/x-m...

17. Juni 2019
08:21 Uhr

von filmgenuss

Kommentar verfassen

Um Kommentare verfassen zu können, musst du eingeloggt sein.

Falls du bereits registrierter SKIP User bist, gehe zum , solltest du noch kein Benutzerprofil haben, kannst du dich hier registrieren.