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A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn

A Beautiful Mind

Drama. USA 2001. 134 Minuten.

Regie: Ron Howard
Mit: Russell Crowe, Ed Harris, Jennifer Connelly

Russell Crowe, Ed Harris und Jennifer Connelly erzählen die Geschichte eines Mathematikers, der seine Schizophrenie besiegte, um den Nobelpreis zu kriegen. Ähnlichkeiten zu Geoffrey Rush in Shine sind nicht zu übersehen.

Filmstart: 1. März 2002

Als John Nash (Russell Crowe) 1947 sein Post-Graduate-Studium an der Princeton University aufnimmt, damals das akademische Mekka für Amerikas Mathematiker, eilt ihm der Ruf eines exzentrischen Genies voraus. Der brillante Denker, dessen überragende Intelligenz im direkten Gegensatz zu seinen letztklassigen gesellschaftlichen Umgangsformen steht, macht gleich von Anfang an klar, dass er weder an Vorlesungen noch an Hausarbeiten interessiert ist. Sein Ziel ist die Zukunft. Nash ist auf der Suche "nach einer wirklich originellen Idee”.
Noch während des Studiums entwickelt der hochbegabte Sonderling seine "Theorien über Dynamikprinzipien", die ihm einen Lehrvertrag am legendären Forschungsinstitut MIT einbringen. Nash gilt als einer der klügsten Köpfe seiner Generation. Logisch, dass bald auch der Geheimdienst (in Gestalt von Ed Harris, der sich hier wieder einmal als einer der absolut besten Nebendarsteller Amerikas profilieren kann) auf ihn aufmerksam wird.
Am Höhepunkt des Kalten Krieges wird Nash für einen Top-Secret-Job angeheuert. Er soll amerikanische Zeitungen nach Textpassagen durchsuchen, die chiffrierte Nachrichten-Codes für russische Spione sein könnten. Anfangs ist der Mann recht erfolgreich in diesem seltsamen Milieu, später hält sein Kopf den Stress nicht mehr aus. Paranoia, Verfolgungswahn, Schizophrenie machen das Leben zur Hölle.
A Beautiful Mind ist eine tragische Geschichte mit einem glücklichen Ende. Als John Nash sich im Dunkel seiner Gedanken verliert, scheint seine Karriere am Ende zu sein. Einzig seine Frau Alicia, eine ehemalige Studentin, kümmert sich liebevoll um ihn. Nach jahrzehntelangem Kampf ist die Krankheit besiegt. John Nash beginnt wieder, Vorlesungen zu halten. 1994 erhält er den Nobelpreis für die bahnbrechenden Wirtschaftstheorien, die er vor beinahe 50 Jahren während seines Studiums in Princeton entwickelt hatte.
John Nash lebt und unterrichtet heute noch. Dass seine außergewöhnliche Geschichte (Parallelen zum australischen Konzertpianisten David Helfgott, dem Geoffrey Rush in Shine ein oscarprämiertes Denkmal setzte, sind nicht zu übersehen) demnächst sogar die Oscar-Gala bereichern könnte, hat der Mann einem Artikel über sein Schicksal zu verdanken, den der Hollywood-Produzent Brian Grazer (Apollo 13) im amerikanischen Hochglanz-Magazin "Vanity Fair" entdeckte.
"Mir gefiel diese Story, weil sie vom Überleben erzählte", sagt Grazer, der sofort nach der Lektüre den Psychologie-Experten Akiva Goldsmith mit der Entwicklung eines Drehbuchs und seinen Freund und Firmenpartner Ron Howard (Apollo 13, Backdraft, Kopfgeld) mit der Regie beauftragte. "In meinen Augen hat John Nash mehr als nur seine Schizophrenie besiegt und den Nobelpreis gewonnen, sein größter Sieg ist, dass die Liebe zwischen ihm und seiner Frau durch all die Schicksalsschläge nie schwächer sondern immer nur stärker wurde."

Text:  Peter Krobath

SKIP-Tipp

Von den Sandalen zum Rechenschieber: Gladiator Russell Crowe beeindruckt mit Hirnschmalz statt Muskelkraft in dieser packenden Story um die Kraft des Geistes. Logische Folge: 8 Oscarnominierungen!

SKIP-Tipp von Kurt Zechner

Credits

Titel A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn
Originaltitel A Beautiful Mind
Genre Drama
Land, Jahr USA, 2001
Länge 134 Minuten
Regie Ron Howard
Drehbuch Akiva Goldsman
Kamera Roger Deakins
Schnitt Mike Hill, Daniel P. Hanley
Musik James Horner
Produktion Brian Grazer, Ron Howard
Darsteller Russell Crowe, Ed Harris, Jennifer Connelly, Adam Goldberg, Judd Hirsch, Josh Lucas, Anthony Rapp, Christopher Plummer, Paul Bettany
Verleih UIP

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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