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Cleo

Cleo

Fantasy, Liebesfilm. Deutschland 2019. 101 Minuten.

Regie: Erik Schmitt
Mit: Marleen Lohse, Jeremy Mockridge

Berlin, magische Stadt ohnegleichen. Unter jedem Pflasterstein ist ein Schatz vergraben, weiß Touristenführerin Cleo. Aber eigentlich sucht sie etwas anderes Unbezahlbares: Mithilfe einer verzauberten Uhr möchte sie den Tod ihrer Eltern ungeschehen machen. Gemeinsam mit Abenteurer Paul macht sie sich auf die Suche nach dem Zeitdreher und erlebt dabei eine märchenhafte Reise durch die Geschichte.

Filmstart: 26. Juli 2019

Worum geht’s?

Die Mutter ist bei der Geburt verstorben, der Vater bei einem gemeinsamen Abenteuer ums Leben gekommen. Logisch also, dass Cleo (Marleen Lohse) auch heute als Erwachsene niemanden an sich heranlässt und lieber im Büro Touren plant, obwohl sie eigentlich Stadtführerin ist. Aber dann kommt eines Tages Paul (Jeremy Mockridge) an ihren Arbeitstisch – mit einer vermeintlichen Schatzkarte, die er nicht entschlüsseln kann. Da wird Cleo hellhörig, immerhin hat sie auch schon mit ihrem Daddy nach Berlins vergrabenen Kostbarkeiten gesucht. Wenn man nun bloß wüsste, wie die Karte zu lesen ist … Aber Moment! Während andere denken, dass Cleo ständig mit imaginären Freunden spricht, kann sie tatsächlich mit längst verstorbenen Berühmtheiten wie etwa Albert Einstein kommunizieren. Warum also nicht ganz einfach die beiden Ganoven fragen, die die Karte erstellt haben? Und so machen sich Paul und Cleo also auf die Suche nach deren Beute, zu der auch eine Uhr gehören soll, mit der sich die Zeit zurückdrehen lässt. Damit könnte Cleo freilich den Tod der Eltern rückgängig machen – allerdings zu dem Preis, dass sie dann Paul niemals treffen und lieben lernen würde. Wie wird sie sich entscheiden, nachdem sie sich eben erst aus ihrem Schneckenhaus befreit hat?

Was wird geboten?

Eine Inszenierung, deren visuelle Ideenvielfalt aus allen Nähten zu platzen scheint, die dabei aber vor großen Fragen zu Liebe und Familie nicht zurückschreckt. Ganz bezaubernd ist das, wie Regisseur Erik Schmitt in seinem Spielfilmdebüt die Figuren durch Berlin irren lässt – und anschaulich sympathisch Cleos Zurückgezogenheit visuell so darstellt, dass ihr Herz in einer animierten Steinwand eingemauert ist. Am Schluss stellt sich die Frage, wie man selbst in Cleos Situation handeln würde: Die geliebten Toten zurückholen oder im Hier und Jetzt weiterleben?

 

Gut zu wissen …

Wem der charmante Chaot Paul bekannt vorkommt, der hat ja eventuell (in seiner Kindheit?) gerne die Abenteuer einer aufgeweckten Mädchengruppe verfolgt. Jeremy Mockridge spielte in der beliebten Jugendfilm-Serie Die wilden Hühner nämlich einst Mädchenschwarm Fred.

Text:  Sarah Riepl

Credits

Titel Cleo
Originaltitel Cleo
Genre Fantasy/Liebesfilm
Land, Jahr Deutschland, 2019
Länge 101 Minuten
Regie Erik Schmitt
Darsteller Marleen Lohse, Jeremy Mockridge
Verleih Polyfilm

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