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Der 200 Jahre Mann

Bicentennial Man

Science-Fiction. USA 2000. 130 Minuten.

Regie: Chris Columbus
Mit: Robin Williams, Sam Neill, Oliver Platt

Nicht jeder Blechtrottel muss ein Herz aus Stahl und Drähten haben. Unter der Regie von Chris Columbus spielt Robin Williams das Missing Link zwischen Mensch und Roboter.

In seinen eigenen Regie-Arbeiten hat sich Chris Columbus, der Mann, der seine Kino-Karriere als Drehbuchexperte für humorvollen Horror begann (Gremlins, Goonies), längst zur Hollywood-Form eines fröhlichen Volksanwaltes entwickelt, der im Kino vor allem die Belange der heilen Familie vertritt. Filme wie Kevin allein zu Haus, Kevin allein in New York, Mrs. Doubtfire oder Nine Months funktionieren alle nach dem gleichen Motto: Das Familien- leben ist in Gefahr, aber solange wir alle fest zusammenhalten und uns wirklich gerne haben, wird - selbstverständlich erst nach einer langen Reihe von chaotischen Verwicklungen - am Ende auch alles wieder wirklich gut. Der 200 Jahre Mann funktioniert auch nicht anders. Selbst wenn das neueste Mitglied von Familie Martin aus der Dose kommt. Andrew - so heißt der Roboter, der infolge eines technischen Schaltfehlers ein Gespür für menschliche Gefühle entfaltet, kreativ ist, Phantasie zeigt, selbstständig denken kann, kurz einzigartig ist und sich so infolge eines langen, langen Evolutionsprozesses vom künstlichen Wesen zum vollständigen Menschen weiterentwickelt. Was natürlich vielfältige Fragen aufwirft: Kann ein Roboter ein Bankkonto haben? Was tut ein verliebter Roboter männlichen Geschlechts, wenn er von der Hochzeitsnacht träumend merkt, dass in seiner Hose doch wesentliche Organe fehlen? Wie verhält sich ein unsterbliches Wesen, wenn es endlich begreift, dass alle Menschen, die es liebt, sterblich sind und früher oder später nicht mehr da sein werden? Eben. Ein sensibler Blechtrottel hat es nicht leicht im Leben. Aber er hat auch jede Menge Spaß dabei - immerhin wird Andrew von Robin Williams verkörpert. Der 200-Jahre Mann beruht auf einer Geschichte des Science-Fiction-Papstes Isaac Asimov. "Ein Roboter, der zu einem Menschen wird - natürlich würden viele sowas höchstens für einen göttlichen Betriebsunfall halten", sinniert Robin Williams. "Aber Andrew ist anders. Seine Sicht der Dinge ändert sich im Laufe der Geschichte. Nicht nur körperlich, auch geistig kann er sich zu einem Humanoiden entwickeln. Asimov kam zur Erkenntnis, dass ein Roboter menschlicher sein kann als die meisten Menschen selbst. Ich finde, das sollte uns zu denken geben."

Credits

Titel Der 200 Jahre Mann
Originaltitel Bicentennial Man
Genre Science-Fiction
Land, Jahr USA, 2000
Länge 130 Minuten
Regie Chris Columbus
Drehbuch Nicholas Kazan nach einer Novelle von Isaac Asimov
Kamera Phil Meheux
Schnitt Neil Travis
Musik James Horner
Produktion Chris Columbus, Wolfgang Petersen, Gail Katz, Neal Miller
Darsteller Robin Williams, Sam Neill, Oliver Platt, Embeth Davidtz, Joe Bellan
Verleih Sony

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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