Filminfo zu

Nomaden der Lüfte - Das Geheimnis der Zugvögel

Le peuple migrateur

Dokumentation. Deutschland, Frankreich, Spanien 2001. 92 Minuten.

Regie: Jacques Perrin, Michel Debats, Jacques Cluzaud

Schneller, höher, weiter: Mit Leichtigkeit brechen Zugvögel Rekorde, von denen der Mensch mit seinen Hightech-Flugmaschinen nur träumen kann. Der neue Film der Mikrokosmos-Macher bietet sensationelle Einblicke in diese luftige Welt.

Filmstart: 12. April 2002

In der faszinierenden Insekten-Dokumentation Mikrokosmos - Das Volk der Gräser widmete sich das Team um den französischen Filmemacher Jacques Perrin mit Hingabe der wunderbaren Welt am Boden. Und der Riesenerfolg (Großer Preis der Jury in Cannes ’96 etc.) ließ Perrin total abheben - im wahrsten Sinne des Wortes!
Seine neueste filmische Abenteuerreise führte ihn und sein Team nämlich ganz hoch hinauf in die Welt der Zugvögel, die Jahr für Jahr und von den Menschen am Boden weitestgehend unbemerkt Unglaubliches leisten. Von dem, was so ein kleines, oft nur wenige Gramm leichtes Federvieh fertigbringt, können sogar die fortgeschrittensten Raketentechniker nur träumen. So fliegt etwa die arktische Möwe, ein Vogel mit gerade mal einem Meter Flügelspannweite, jedes Jahr einmal 30.000 Kilometer ans andere Ende der Erdkugel - und wieder zurück. Nur zwei Gramm schwere Kolibris schaffen nonstop 800 Kilometer über den Golf von Mexiko. Störche hingegen, die zu den schwersten Vögeln überhaupt gehören, können bis zu 5000 Meter hoch fliegen. Die Ringelgans überquert den Himalaya in 9000 Metern Höhe - dort ist die Luft schon so dünn, dass sogar Reinhold Messner in Ohnmacht fiele. Der Sperbergeier schafft es gar auf 11.500 Meter Seehöhe, natürlich auch ohne Sauerstoffgerät. Und der Wanderfalke lässt jeden Kampfpiloten müde aussehen: Ohne Hightech-Gerätschaften bringt er es im Sturzflug auf satte 300 km/h - eine ungeheure körperliche Leistung.
Die Faszination des Fliegens - für den Menschen ein ewiger Traum, für die Vögel eine simple Frage des Überlebens. Um nie gesehene Einblick in die geheimnisvollen Mechanismen, die jährlich Millionen von Tieren über Zehntausende von Kilometern sicher ans Ziel finden lässt, geben zu können, filmte Jacques Perrins Team seine gefiederten Stars direkt 'on locations': hoch in den Lüften, über den Wolken - wo vielleicht die Träume grenzenlos sind, nicht aber die technischen Möglichkeiten. Mit hochspezialisierten Piloten, eigens konstruierten Ultraleicht- Segel- und Modellflugzeugen, Hubschraubern, Ballons und Deltadrachen flogen die zehn Kameraleute mitten im Schwarm und versuchten den Vögeln auf ihren langen, beschwerlichen Reisen so dicht wie möglich auf den Fersen zu bleiben. Dazu gehörte natürlich auch, dass die Tiere mit viel Geduld und Sorgfalt an ihre menschlichen Mitflieger und deren Gerätschaften gewöhnt wurden.
"Unsere Zuschauer sollen sich vorstellen, selbst Teil des Zugvogelschwarms zu sein", erzählt Jacques Perrin. "Um die Schönheit und Faszination des Fliegens sowie die instinktive Sicherheit und Navigation der Vögel erlebbar zu machen, mussten wir ebenso gut fliegen lernen wie unsere 'Schauspieler'!"

Text:  Gini Brenner

Credits

Titel Nomaden der Lüfte - Das Geheimnis der Zugvögel
Originaltitel Le peuple migrateur
Genre Dokumentation
Land, Jahr Deutschland/Frankreich/Spanien, 2001
Länge 92 Minuten
Regie Jacques Perrin, Michel Debats, Jacques Cluzaud
Drehbuch Olivier Deguy, Stéphane Durand, Jacques Perrin
Kamera Thierry Machado, Thierry Thomas, Michel Benjamin, Laurent Charbonnier, Luc Drion, Philippe Garguil, Dominique Gentil
Schnitt Marie-Josèphe Yoyotte, Florence Ricard
Musik Bruno Coulais
Produktion Jean de Trégomain, Jacques Perrin
Verleih Filmladen

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

0 Kommentare

Kommentar verfassen

Um Kommentare verfassen zu können, musst du eingeloggt sein.

Falls du bereits registrierter SKIP User bist, gehe zum , solltest du noch kein Benutzerprofil haben, kannst du dich hier registrieren.