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Tattoo

Tattoo

Thriller. Deutschland 2002. 108 Minuten.

Regie: Robert Schwentke
Mit: August Diehl, Christian Redl, Nadeshda Brennicke

Kommissaranwärter Marc (August Diehl) steht vor einem Rätsel: Den Opfern einer bizarren Mordserie fehlt jeweils ein Stück Haut. Packender Thriller von Regie-Newcomer Robert Schwentke mit Christian Redl und Nadeshda Brennicke.

Filmstart: 5. April 2002

Die Haut ist das größte Organ des Menschen. Bis zu zwei Quadratmeter Fläche und ein Gewicht, das an die zehn Kilogramm gehen kann. Da bleibt jede Menge Platz für bunte Bilder. Aber was kostet ein Fetzen Haut? Schwer zu sagen. Kommt ganz drauf an, welche Zeichnungen drauf sind. "Gerade die Tattoos von japanischen Meistern sind unglaublich wertvoll", meint August Diehl. "Eine Arbeitsstunde, in der man höchstens zwei Zentimeter schafft, kostet mehr als 250 Euro - und für ein Ganzkörpertattoo braucht man Monate! Ich kann mir daher durchaus vorstellen, dass irgendwelche Fetisch-Sammler für ein Stück Haut, auf dem sich ein großer Meister verewigt hat, eine Menge Geld bezahlen würden."
Der Grund, warum sich der sensible, junge Schauspieler, der mit seinem Kinodebüt in Hans-Christian Schmids letaler Verschwörungstheorie 23 - Nichts ist so wie es scheint zum 'European Shooting Star 2000' wurde und zuletzt unter Peter Zadek und Luc Bondy am Wiener Burgtheater spielte, derzeit so gruselige Gedanken macht, ist ein tödlicher Thriller, der derart beklemmend spannend und düster ist, als ob hier sämtliche dunklen Geheimnisse der amerikanischen Kinoindustrie urplötzlich ins Gehirn einer deutschen Produktionsgesellschaft eingefahren wären.
Marc Schrader (August Diehl) ist neu bei der Polizei und gleich sein erster Fall führt ihn weit tiefer in die Abgründe der menschlichen Seele, als er freiwillig je gegangen wäre. Eigentlich wollte er eine ruhige Beamtenkugel schieben, Computer-Experte im Innendienst oder so, aber dann machte ausgerechnet der abgebrühte Hauptkommissar Minks (Christian Redl) den Nachwuchs-Cop zu seinem Partner, und jetzt steht Schrader in der Pathologie, betrachtet die bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Leiche einer jungen Frau, die letzte Nacht nackt durch die Straßen lief, bevor ein Autobus nicht mehr ausweichen konnte, und kommt sich vor wie im dem Vorhof zur Hölle.
Am Ende bleibt nur noch die nackte Haut. Ein schönes Tattoo erfreut ein Leben lang, und oft sogar noch darüber hinaus. Tattoo erzählt von Menschen, die Tätowierungen sammeln - allerdings nicht am eigenen Körper. Minks und Schrader sind einem Händler auf der Spur, der Tätowierte ermordet und wie Mastvieh im Internet ausstellt, um ihre Haut an den Meistbietenden zu verkaufen. Ein Mythos des modernen Lebens? Oder ein einträgliches Geschäft, das viel zu pervers und grausam ist, um überhaupt vorstellbar zu sein?

Text:  Peter Krobath

Credits

Titel Tattoo
Originaltitel Tattoo
Genre Thriller
Land, Jahr Deutschland, 2002
Länge 108 Minuten
Regie Robert Schwentke
Drehbuch Robert Schwentke
Kamera Jan Fehse
Schnitt Peter Przygodda
Musik Martin Todsharow
Produktion Jan Hinter, Roman Kuhn
Darsteller August Diehl, Christian Redl, Nadeshda Brennicke, Monica Bleibtreu, Johan Leysen
Verleih Tobis

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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