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Sobibor, 14. Oktober 1943, 16 Uhr

Sobibor, 14 octobre 1943, 16 heures

Dokumentation. Frankreich 2001. 95 Minuten.

Regie: Claude Lanzmann

Sobibor - ein Vernichtungslager der Nationalsozialisten. Etwa 250.000 Menschen fanden dort den Tod. Doch am 14. Oktober 1943 konnten etwa 50 Menschen flüchten. Yehuda Lerner war damals dabei und erzählt, wie dieser Aufstand gelingen konnte.

Filmstart: 26. April 2002

Im Lager Sobibor im heutigen Polen wurden von März 1942 bis zur Schließung im Herbst1943 im Zuge der 'Aktion Reinhard' fast 250.000 Menschen, vorwiegend Juden, von den Nationalsozialisten vergast, in Massengräbern verscharrt und schließlich, um die Spuren der Massenvernichtung zu verwischen, verbrannt. Das Besondere am Lager Sobibor ist, dass dort der einzige erfolgreiche Aufstand in einem Vernichtungslager gelang, an dem sich zwar etwa 400 Gefangene beteiligten, von denen aber nur etwa 50 die Flucht auch überlebten. Nach dem Aufstand wurde das Lager geschlossen.
In Form eines bereits 1979 während der Vorbereitungen zu Shoah aufgezeichneten Interviews mit Yehuda Lerner, der als 17-jähriger aus dem Lager Sobibor fliehen konnte, ruft Regisseur Claude Lanzmann das Geschehen von damals in Erinnerung. Und es entbehrt nicht einer gewissen Komik, dass der Aufstand von Sobibor wohl nur dank der sprichwörtlichen deutschen Pünktlichkeit gelingen konnte. Denn als das SS-Personal auf die Minute genau zur Mantelanprobe in der Schneiderei erschien, konnten die Gefangenen zuschlagen und mit Äxten insgesamt 11 SS-Offiziere töten.

Text:  Dina Maestrelli

Credits

Titel Sobibor, 14. Oktober 1943, 16 Uhr
Originaltitel Sobibor, 14 octobre 1943, 16 heures
Genre Dokumentation
Land, Jahr Frankreich, 2001
Länge 95 Minuten
Regie Claude Lanzmann
Drehbuch Claude Lanzmann
Verleih Stadtkino

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