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Heaven

Heaven

Drama. Deutschland, GB, USA 2002. 95 Minuten.

Regie: Tom Tykwer
Mit: Cate Blanchett, Giovanni Ribisi

Cate Blanchett und Giovanni Ribisi als Paar, das in den Himmel flüchtet, weil auf der Erde zuwenig Platz für ihre große Liebe ist: Mit diesem Love-Thriller eröffnete Deutschlands Regie-Star Tom Tykwer die Berlinale 2002.

Filmstart: 1. März 2002

Was macht eine 29-jährige Englischlehrerin in Turin zur Terroristin? Rache. Philippa (Cate Blanchett) hat nur ein Ziel: Vergeltung an dem Mann, der zahllose Unschuldige auf dem Gewissen hat, darunter auch Philippas Mann und viele ihrer Schüler. Der Mann ist Drogendealer im großen Stil und tarnt sich als vornehmer Geschäftsmann. Die Polizei unternimmt nichts gegen seine Machenschaften.
Doch der Bombenanschlag, mit dem Philippa seinem bösen Treiben ein Ende setzen will, geht schrecklich schief: Statt dem einen Mann, der unverletzt davon kommt, sterben durch ihre selbstgebastelte Höllenmaschine vier Unschuldige: eine Putzfrau und ein Vater mit seinen zwei kleinen Kindern.
Davon jedoch ahnt Philippa zunächst noch nichts. Als die Turiner Polizei am nächsten Tag ihre Tür eintritt, lässt sie sich widerstandslos festnehmen, ohne Drama und ohne Reue. Sie agiert mit der inneren Ruhe einer Person, die zutiefst davon überzeugt ist, Recht getan zu haben. Die Polizei jedoch glaubt an einen politischen Akt, ein Attentat einer gefährlichen Terroristin. Stundenlang wird Philippa im Polizeipräsidium verhört, der 21-jährige Filippo (Giovanni Ribisi) fungiert als Übersetzer. Dabei wird er auch Zeuge, als Philippa konfrontiert mit den tatsächlichen Konsequenzen ihres Anschlags, einen völligen Zusammenbruch erleidet.
Je länger Filippo Philippa ansieht, ihre Worte hört, ihre Gegenwart spürt, desto mehr wird er in ihren Bann gezogen. Was es ist, kann er sich bald nur noch mit dem einen, dem größten aller Gefühle erklären: Es ist Liebe, nicht mehr, nicht weniger. Und so beschließt der junge Polizist, ohne Rücksicht auf sein eigenes Leben, Philippa zur Flucht zu verhelfen.
Heaven ist ein spannender Thrilller um wahre Liebe, der kontroversielle Fragen aufwirft: Was ist Schuld? Was ist Erlösung? Kann es unter bestimmten Umständen auch für einen Mord Vergebung geben? Große Gefühle, schlicht und ergreifend verpackt in Tom Tykwers minimalistisch-expressive Bildsprache, getragen von wundervollen Schauspielerleistungen von Multitalent Cate Blanchett (Elizabeth, Der Herr der Ringe, Banditen) und Giovanni Ribisi (Der Soldat James Ryan, Nur noch 60 Sekunden) - unter großem Beifall von Kritik und Publikum eröffnete Heaven die diesjährige Berlinale. Tykwers erste internationale Produktion - gedreht im deutschen Bottrop, in Turin und in der Toskana - etabliert Deutschlands derzeitigen Lieblingsregisseur endgültig auch über die Sprachgrenzen als einen der ganz Großen seines Faches.

Text:  Kurt Zechner

SKIP-Tipp

Lola rennt-Regisseur Tom Tykwer klotzt in seiner ersten internationalen Produktion mit großer Besetzung und spektakulären Drehorten. Trotzdem bleibt er seinem einzigartigen Stil mit dieser spannenden und kontroversiellen Love-Story treu – und etabliert sich endgültig als Spitzenkraft im Euro-Kino.

SKIP-Tipp von Kurt Zechner

Credits

Titel Heaven
Originaltitel Heaven
Genre Drama
Land, Jahr Deutschland/GB/USA, 2002
Länge 95 Minuten
Regie Tom Tykwer
Drehbuch Krzysztof Kieslowski, Krzysztof Piesiewicz
Kamera Frank Griebe
Schnitt Mathilde Bonnefoy
Musik Arvo Pärt
Produktion Sydney Pollack, Anthony Minghella, Harvey Weinstein
Darsteller Cate Blanchett, Giovanni Ribisi, Remo Girone, Stefania Rocca, Alessandro Sperduti, Pini Mattia
Verleih Warner

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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