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Insomnia - Schlaflos

Insomnia

Thriller. USA 2002. 118 Minuten.

Regie: Christopher Nolan
Mit: Al Pacino, Robin Williams, Hilary Swank

Memento war keine Eintagsfliege. In Insomnia - Schlaflos peitscht Kult-Regisseur Christopher Nolan die Superstars Al Pacino und Robin Williams durch einen Psychothriller der Extraklasse.

Filmstart: 11. Oktober 2002

Solange das Licht an ist, kriegt Will Dormer (Al Pacino) kein Auge zu. Das Problem dabei: Der brutale Mord an einer 17-jährigen hat den legendären Ermittler aus Los Angeles ins nördliche Alaska geführt - und hier geht die Sonne im Sommer buchstäblich nie unter.
"Dormers innere Uhr spielt verrückt, er kommt nachts einfach nicht zur Ruhe", sagt Kult-Regisseur Christopher Nolan zur besonderen Komponente seines neuen Films Insomnia - Schlaflos. "Im Laufe der Geschichte wird er außerdem zunehmend psychischem Druck ausgesetzt - was ihn zusätzlich um den Schlaf bringt. Und diese Umstände führen langsam dazu, dass er nicht mehr klar denken kann."
Der Mann, den Dormer für den Mörder hält, ein zurückgezogen lebender Autor namens Walter Finch (Robin Williams), treibt ein raffiniertes Katz-und-Maus-Spiel mit seinem Verfolger. Und als überdies ein Polizist (Martin Donovan) im Rahmen einer völlig mißglückten Aktion ums Leben kommt, muss Dormer sein Vorgehen sogar von der eigenen Kollegin (Hilary Swank) in Frage stellen lassen. Wie weit darf ein Cop im Jagdfieber gehen? Wann verschwinden die Grenzen zwischen Jäger und Gejagten? Und wo hört die Verfolgung auf, weil der Wahnsinn längst schon begonnen hat?
Diese Ideen und das ungewöhnliche Dilemma des Helden übernahmen die Produzenten Paul Junger Witt und Edward L. McDonnell aus dem norwegischen Film Insomnia (1997, Regie: Erik Skjoldbjærg). Zusammen mit der Drehbuchautorin Hillary Seitz, die ein Jahr lang recherchierte, wie das Leben in der fiktiven Stadt Nightmute, Alaska aussehen würde, entwickelten sie eine amerikanische Version der Geschichte. "Wir waren genauso wie Christopher Nolan vom Originalfilm begeistert", erläutert Witt. "Allerdings empfanden wir ihn derart der spezifischen Kultur des Landes verpflichtet, dass wir die Story nicht Wort für Wort übersetzen, also kein übliches Remake drehen wollten."
Obwohl Christopher Nolan die Regie an diesem außergewöhnlichem Projekt vor allem wegen dem großen Eindruck zugesprochen bekam, den Memento auf die gesamte Filmwelt machte, unterscheidet sich Insomnia - Schlaflos doch deutlich von seinem Vorgänger. "Memento rollt die Geschichte von hinten auf, während Insomnia - Schlaflos die Story des Helden geradlinig erzählt", erklärt der junge Regisseur, der ganz sicher zu den interessantesten Filmemachern seiner Generation gehört. "Wir erleben, wie Will Dormer immer tiefer in den Kampf mit den Dämonen in seiner Brust verstrickt wird. Er kämpft gegen seine Schlaflosigkeit - und er lässt sich auf die immer stärker eskalierende Auseinandersetzung mit dem Mordverdächtigen ein. Dabei will ich den Zuschauer ganz nah an Dormer dranhalten, er soll mit ihm auf die irre Abwärtsspirale gezogen werden. Weil wir immer ganz genau wissen, warum Dormer so handelt, fühlen wir mit ihm, selbst als er sich auf sehr zweifelhaftes Terrain vorwagt."

Text:  Peter Krobath

Credits

Titel Insomnia - Schlaflos
Originaltitel Insomnia
Genre Thriller
Land, Jahr USA, 2002
Länge 118 Minuten
Regie Christopher Nolan
Drehbuch Hillary Seitz
Kamera Wally Pfister
Schnitt Dody Dorn
Musik David Julyan
Produktion George Clooney, Steven Soderbergh, Paul Junger Witt, Edward L. McDonnell
Darsteller Al Pacino, Robin Williams, Hilary Swank, Maura Tierney, Martin Donovan
Verleih Warner

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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