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Weißer Oleander

White Oleander

Drama. USA 2002. 109 Minuten.

Regie: Peter Kosminsky
Mit: Alison Lohman, Michelle Pfeiffer, Renée Zellweger

Nachdem ihre Mutter einen Mord aus Leidenschaft begangen hat, wartet auf die Tochter ein Leben zwischen Waisenhäusern und Pflegeeltern. Teenager-Drama mit Michelle Pfeiffer, Renée Zellweger, Robin Wright und Alison Lohmann.

Filmstart: 7. Februar 2003

Die Mutter von Astrid Magnussen (Alison Lohman) ist eine außergewöhnlich schöne, starke, selbstbewußte aber auch gefährliche Frau. Eine exzentrische Künstlerin, die nach eigenen Regeln lebt und sich durch Nichts und Niemanden von ihrem Weg abbringen lässt. Als Alice 15 Jahre alt ist, wird ihre Mutter wegen Mordes an ihrem Geliebten verhaftet und zu einer 35-jährigen Haftstrafe verurteilt. Seitdem zieht das Mädchen von einer Pflegefamilie zur nächsten. Eine endlose Odyssee zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Die Pubertät als Psychodrama, aus dem es scheinbar keinen Ausweg gibt.
Ingrid Magnussen (Michelle Pfeiffer) ist nicht bereit, sich ihre Tochter nehmen zu lassen. Noch aus dem Gefängnis heraus beeinflusst sie deren Leben. Und Alice kennt kein Mittel, um sich aus der Umarmung ihrer Mutter zu befreien. Jeder Versuch, eine neue Familie zu finden, führt in die Katastrophe: Von der bibelfesten Ex-Stripperin (Robin Wright Penn) im Trailerpark, die ihr aus Eifersucht in die Schulter schießt, über den Aufenthalt im Jugendheim bis zur gutsituierten Hollywood-Schauspielerin (Renée Zellweger), die nicht für eine Pflegetochter sorgen kann, weil sie selbst kaum Kraft zum Leben hat, setzt es Schicksalsschlag auf Schicksalsschlag. Aber jeder Schlag ist auch ein kleiner Schwung in Richtung Selbstständigkeit. Irgendwann wird Alice ein Mittel finden, um endlich frei zu sein. Sie ist Künstlerin, wie ihre Mutter. Und die Eckpfeiler ihrer Kunst sind das eigene Leben.
Teenage Wasteland. Die Stimmung, die gewöhnlich zornige Popmusik erzeugt, steht hier für einen berührend zärtlichen, gleichzeitig aber auch bedrückend spannenden Film über Selbstfindung und Reifeprozess, Liebe und Angst, Zorn und Zuneigung. Peter Kosminskys Weißer Oleander beruht auf dem gleichnamigen Roman von Janet Finch, der im Mai 1999 in den USA erschien und sich rasch zum Bestseller entwickelte.
Als Produzent John Wells (er, The West Wing und Third Watch) einen Vorabdruck von Weißer Oleander erhielt, erwarb er unmittelbar darauf die Filmrechte, wohl wissend, dass er hier ein universelles Thema gefunden hatte, das jeden Kinobesucher persönlich berühren würde. "Ganz gleich, ob wir in der Phase des Erwachsenwerdens so schlimme Erfahrungen machen wie Alice oder nicht, es ist auf jeden Fall eine Passage, die jeder von uns als Jugendlicher durchlaufen muss", erklärt Wells. "Erwachsenwerden heißt auch zu realisieren, dass unsere Eltern ihre schwachen Seiten haben, dass sie menschlich sind und nicht allmächtig. Sie lieben uns auf ihre Art, aufrichtig vielleicht, aber dabei sind sie genauso wenig perfekt wie in allen anderen Dingen auch. Das müssen wir akzeptieren, bevor wir den Schritt ins Leben tun können."

Text:  Peter Krobath

SKIP-Tipp

Newcomerin Alison Lohman glänzt neben Michelle Pfeiffer in einem Mutter-Tochter-Drama, das so berührend ist wie ein kluger Popsong und so spannend wie ein feiner Thriller.

SKIP-Tipp von Peter Krobath

Credits

Titel Weißer Oleander
Originaltitel White Oleander
Genre Drama
Land, Jahr USA, 2002
Länge 109 Minuten
Regie Peter Kosminsky
Drehbuch Mary Agnes Donoghue nach dem Roman von Janet Fitch
Kamera Elliot Davis
Schnitt Chris Risdale
Musik Thomas Newman
Produktion John Wells, Hunt Lowry
Darsteller Alison Lohman, Michelle Pfeiffer, Renée Zellweger, Patrick Fugit, Billy Connolly, Robin Wright, Noah Wyle
Verleih Tobis

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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