Filminfo zu

Findet Nemo

Finding Nemo

Abenteuer, Animation, Kinderfilm. USA 2003. 100 Minuten.

Regie: Andrew Stanton, Lee Unkrich

Nach Die Monster AG schwimmen die Pixar-Studios auf einer Welle mit Clownfisch-Papa Marlin auf der Suche nach seinem Sohn Nemo. Verwirrte Doktorfische, mutige Seesterne und vegetarische Haie machen garantiert auch Landratten Lust auf Fisch. Und jetzt kommt die spannende Geschichte vom kleinen Clownfisch Nemo, seinem mutigen Papa und seinen vielen schwimmenden Freunden nochmal ins Kino - als berückendes 3D-Abenteuer!

Filmstart: 20. November 2003
Wiederaufführung ab 14. 2. 2013

Jeder, der schon einmal tauchen oder schnorcheln war, kennt das Gefühl: Unter der Wasseroberfläche versinkt man in einer neuen, berückend schönen Welt. In den Tiefen der Ozeane verbergen sich mehr Geheimnisse als wir Menschen ahnen können - aber auch ganz vertraute Probleme, mit denen die bunten Bewohner der fernen Fluten zu kämpfen haben.

Zum Beispiel Nemo: Der kleine Clownfisch-Junge, knallorange mit genau drei weißen Streifen, wohnt gemeinsam mit seinem Vater Marlin in einer Seeanemone mitten im herrlichen Barrier Reef an der australischen Küste. Endlich fängt die Schule an, doch der erste Schultag wird zum Drama - und das, obwohl sich Nemo so sehr auf die große weite Wasserwelt gefreut hat. Aber Marlin hat solche Angst um seinen Sohn, dass er ihn keine Sekunde aus den Augen lässt. Als Marlin aus lauter Sorge gar einen Klassenausflug untersagen will, wirds Nemo echt zu bunt. Er will doch nicht schon am ersten Schultag zum Gespött der ganzen Fischkids werden! Wütend will es Nemo allen zeigen: er nimmt seinen ganzen Mut zusammen und schwimmt alleine ins tiefe tiefe Wasser, weg vom sicheren Riff, hin zu dem seltsamen, bedrohlichen Schatten, den die erfahrenen Fische "Boot" nennen und der irgendwas mit den gefährlichen "Menschen" zu tun hat.

Marlin bleibt fast das Vaterherz stehen, als er seinen Sohn in den Fluten verschwinden sieht, und erst recht, als plötzlich ein Taucher Nemo einfängt und entführt! Ohne lang nachzudenken, schwimmt er in die Richtung, in die der Taucher mit seinem schnellen Boot verschwunden ist. Aus Sorge um seinen Sohn vergisst er, wieviel Angst er selber vor den unergründlichen blauen Weiten hat. Bald schon findet er eine Helferin: der tiefblaue Doktorfisch Dorie schließt sich Marlin an. Ganz glücklich ist der zwar nicht über seine Schwimmhilfe, denn Dorie ist nicht nur unerträglich nervig, sondern auch ungemein vergesslich: Sie leidet an einer Störung ihres Kurzzeitgedächtnisses. Aber Dorie ist herzensgut, außerdem kann sie lesen - und so machen auf einmal auch die seltsamen Zeichen auf der Taucherbrille Sinn, die der Mensch verloren hat: Es ist eine Adresse, und zwar in der australischen Hafenstadt Sydney. Aber wie soll ein kleiner Fisch durchs große Meer dorthin kommen? Gemeinsam schaffen wir das schon, meint dazu Dorie, auch wenn sie gleich drauf gar nicht mehr weiß, wovon eigentlich die Rede war. Sie nimmt den ewig besorgten Marlin an der Flosse, und die beiden schwimmen beherzt durch gefährliche Quallenschwärme, entkommen Bruce, dem riesigen weißen Hai, der sich so gern das Fischessen abgewöhnen möchte, überleben einen fast biblischen Trip in einen Walbauch - und surfen schließlich sogar auf dem Rücken einer uralten, aber megacoolen Seeschildkröte durch die mächtige ostaustralische Strömung in Richtung Sydney.

Genau dort muss sich der kleine Nemo nicht mit den unendlichen Weiten des Ozeans herumschlagen, sondern mit dem ziemlich genauen Gegenteil: Er sitzt in einem Aquarium in einer Zahnarztpraxis gefangen. Zwar sind seine Mitbewohner alle sehr nett zu ihm, besonders der Aquarium-Veteran Kahn, der selber einst im Ozean gefangen wurde. Aber Nemo will klarerweise zurück in die Freiheit - und zu seinem Dad. Noch dazu kriegen die Fische Wind davon, dass der Zahnarzt den hübschen Nemo seiner Nichte Darla schenken will - und was die mit armen Fischen alles anstellt, das erzählt man sich im Aquarium nur hinter vorgehaltener Flosse ...

New Wave. Findet Nemo ist nach Toy Story 1 & 2, Das Große Krabbeln und Die Monster AG der fünfte Langfilm aus den Pixar-Studios - und wieder haben die Pixar-Kreativköpfe ihre ohnehin haushohen Qualitätsansprüchen mehr als übertroffen. Eine komplexe, sorgfältig erzählte Story, umwerfend liebenswerte Charaktere, und das in einer fantastisch animierten Zauberwelt lenken auf das Schönste davon ab, welch enorme technische Leistung hier hinter all den bunten Wasser-Farben steckt. Abtauchen, ohne nass zu werden: Findet Nemo ist eine zauberhafte Reise durch die Unterwasserwelt, die auch dein Leben nachhaltig verändern wird. Fisch wird nämlich für längere Zeit sicher nicht mehr auf deinem Speiseplan stehen. Denn wie sagt so schön Bruce, der Hai: "Fische sind Freunde, kein Futter!"

Kleiner Fisch, großes Herz: Im Jahre 2003 schwamm Pixars süßer Held Nemo in Windeseile ganz weit vorne mit im Rennen um die Publikumsgunst und heimste auch gleich den Oscar als bester Animationsfilm ein. In diesem einen Jahrzehnt hat sich kinotechnisch nun enorm viel getan - und so beschloss das Team um Pixar-Boss John Lasseter, immer schon ein Riesenfan von 3D-Kino, den schwimmenden Superstar nochmal loszuschicken.

In mühevoller Kleinarbeit wurde nun Nemos Unterseeabenteuer Bild für Bild neu bearbeitet: Die Transformierung von 2D auf 3D ist ja nicht unkompliziert, es müssen sämtliche Entfernungen der Tiefenebene neu definiert und berechnet werden. "Es muss jede einzelne Szene genau so aufgebaut sein, wie sich das der Regisseur der Originalversion vorgestellt hat", erklärt Bob Whitehill, der als Chef der Stereoskopie-Abteilung für die perfekte Umsetzung verantwortlich war. "Und dazu muss ein 3D-Film natürlich so angenehm und unanstrengend für die Augen sein wie möglich!" findet Nemo-Regisseur Andrew Stanton, der hochzufrieden ist mit dem 3D-Relaunch seines Werks: "Ich kann mir kaum einen Film vorstellen, der besser für 3D geeignet wäre als dieser", meint er. "Und viele der Figuren sehen in der neuen Version noch viel besser aus!" Doch auch wenn monatelang an der technischen Umsetzung der 3D-Variante gebastelt wurde - die Story blieb unberührt, denn die ist frisch und spannend wie beim ersten Mal!

Text:  Kurt Zechner

Credits

Titel Findet Nemo
Originaltitel Finding Nemo
Genre Abenteuer/Animation/Kinderfilm
Land, Jahr USA, 2003
Länge 100 Minuten
Regie Andrew Stanton, Lee Unkrich
Drehbuch Bob Peterson, David Reynolds, Andrew Stanton
Kamera Sharon Calahan, Jeremy Lasky
Schnitt David Ian Salter
Musik Thomas Newman
Produktion Graham Walters, John Lasseter
Stimmen in der DF Udo Wachtveitl, Christian Tramitz, Anke Engelke, Erkan Maria Moosleitner, Stefan Lust
Stimmen in der OV Ellen DeGeneres, Albert Brooks, Willem Dafoe, Geoffrey Rush, Allison Janney, Elizabeth Perkins, Eric Bana, Barry Humphries
Verleih Buena Vista International

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

1 Kommentar

<3

für mich gibt es keinen besseren film!
humorvoll, emotional, süß, GENIAL!!

13. April 2012
22:59 Uhr

von Finah

Kommentar verfassen

Um Kommentare verfassen zu können, musst du eingeloggt sein.

Falls du bereits registrierter SKIP User bist, gehe zum , solltest du noch kein Benutzerprofil haben, kannst du dich hier registrieren.

Wir benutzen COOKIES auf unserer Seite um die Benutzerfreundlichkeit zu erhöhen. Mit der Benutzung unserer Webseite stimmen sie dem Einsatz von Cookies zu.