Filminfo zu

Hulk

The Hulk

Science-Fiction. USA 2003. 135 Minuten.

Regie: Ang Lee
Mit: Jennifer Connelly, Josh Lucas, Eric Bana

Größer, stärker, grüner. Tiger & Dragon-Regisseur Ang Lee und die Pixelzauberer von ILM bringen den unglaublichen Hulk im Vollformat auf die Kinoleinwand: Meisterliche Action mit Eleganz und Tiefgang.

Filmstart: 4. Juli 2003

Der Wissenschafter Dr. Bruce Banner (Eric Bana) hat ein Problem mit seinem Gefühlsleben: Soeben hat ihn seine Freundin, seine Kollegin Betty (Jennifer Connelly) sitzen lassen. Zwar liebt sie ihn, aber mit Bruces völliger Unfähigkeit, Emotionen zu zeigen, kommt sie nicht zurecht. Wenigstens funktioniert ihre Beziehung auf beruflicher Ebene bestens, sie stehen kurz vor einem Durchbruch bei ihren Experimenten mit Gammastrahlen.
Eines Tages jedoch wird durch einen dummen Zwischenfall Bruce selber von der Gammastrahlen-Kanone getroffen. Wie durch ein Wunder übersteht Bruce den Unfall völlig unversehrt - aber nur auf den ersten Blick. Denn die Strahlen haben seine DNA auf Dauer verändert. Endlich hat er, wenn auch unfreiwillig, einen Kanal gefunden, seine Gefühle rauszulassen: Immer, wenn Bruce durch irgend etwas in Rage gerät, verwandelt er sich in einen giftgrünen Riesen, dessen stählerne Muskeln seine Kleider genau so sprengen wie seine außergewöhnliche Erscheinung die Vorstellungskraft der Ordnungskräfte. Und so sieht sich der Koloss, obwohl grundgut, mit dem bitteren Hass von Bettys Dad, dem Armee-Obersten Thaddeus Ross (Sam Elliott) konfrontiert. Eigentlich kein Wunder: Welcher Vater wäre wohl damit einverstanden, wenn seiner teuren Tochter Herz ausgerechnet für einen nicht sehr sprachgewandten grünen Schläger in lila Bermudas schlägt? Ein weiterer Grund für Ross´ heftige Ablehnung ist allerdings ein militärisches Geheimnis aus der Vergangenheit. Bruce selber hält sich für einen Vollwaisen. Ross jedoch kennt die dunkle Wahrheit: Hinter Bruces Verwandlung steht nämlich niemand anders als sein leiblicher Vater (Nick Nolte), ebenfalls Wissenschaftler, allerdings völlig ohne Bruces hohe ethische Grundsätze.
Hulk ist einer der faszinierendsten Comic-(Anti)helden der Popgeschichte. Im Jahre 1962 erschufen ihn die legendären Marvel-Comic-Künstler Stan "Spider-Man" Lee und Jack Kirby, und die 70er-TV-Serie Der unglaubliche Hulk (Hauptdarsteller Lou Ferrigno hat übrigens im Film einen Kurzauftritt als Security-Chef) machte ihn endgültig unsterblich.
"Jeder von uns hat einen Hulk in sich - ein animalisches Wesen, dass nur nach seinen Gefühlen handelt", kommentiert Regisseur Ang Lee seinen ersten Ausflug ins Comic-Genre. "Mit meinem Film will ich jeden mit seinem eigenen Hulk konfrontieren!" Und dabei fing der beinharte Pedant Lee gleich mal bei sich selber an: Weil die Stuntmen das Motion-Capturing, also die Bewegungs-Vorgaben, für den komplett computeranimierten Hulk nicht ganz so hinbekamen, wie er sich das vorstellte, stieg der sonst so zurückhaltende Regisseur kurzerhand selber in den Sensor-Anzug und spielte Monster. "Er ließ nicht locker, bis Hulk genau so zum Leben erwachte, wie er wollte", erzählt der Visual-Effects-Supervisor und 8-fache Oscar-Preisträger (u. a. für The Abyss, Jurassic Park, Terminator 2) Dennis Muren. "Jedes Mienenspiel, jeder Muskel musste stimmen!" Doch der Starrsinn gibt Ang Lee Recht: Hulk ist ein mächtiges Kinoerlebnis mit toller Action, viel Gefühl und einer dichten, kraftvollen Story - und die Szenen, in denen der Hulk in der Wüste vor angreifenden Hightech-Hubschraubern flüchtet und wie ein Kind mit riesigen Armee-Panzern spielt, gehören zum beeindruckendsten, was das Special-Effects-Kino in den letzten Jahren geschaffen hat.

Text:  Gini Brenner

Credits

Titel Hulk
Originaltitel The Hulk
Genre Science-Fiction
Land, Jahr USA, 2003
Länge 135 Minuten
Regie Ang Lee
Drehbuch Michael France, John Turman, Stan Lee, Jack Kirby
Kamera Frederick Elmes
Schnitt Tim Squyres
Musik Danny Elfman
Produktion Avi Arad, Gale Anne Hurd, James Schamus, Stan Lee
Darsteller Eric Bana, Jennifer Connelly, Josh Lucas, Brooke Langton, Johnny Kastl, Stan Lee, Nick Nolte, Sam Elliott
Verleih UIP

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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