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Harry Potter und der Gefangene von Askaban

Harry Potter and the Prisoner of Azkaban

Action, Fantasy, Literaturverfilmung. GB 2003. 141 Minuten.

Regie: Alfonso Cuarón
Mit: Daniel Radcliffe, Gary Oldman, Emma Watson

Der mysteriöse Magier Sirius Black ist dem Gefängnis entflohen und trachtet Harry nach dem Leben: In seinem dritten Kinofilm stellt sich der junge Zauberlehrling mit Hilfe alter Freunde und neuer Verbündeter den Dämonen seiner Kindheit.

Filmstart: 4. Juni 2004

13 Jahre - da beginnt das Leben langsam, interessant zu werden. Harry Potter (Daniel Radcliffe) merkt davon, während er dem dritten Schuljahr auf Hogwarts entgegenfiebert, aber wenig. Der Sommer bei den Dursleys hat schon viel zu lange gedauert. Dann trampelt auch noch Onkel Vernons Schwester Tante Marge (Pam Ferris) ins Haus. Die war schon immer besonders ätzend zu Harry und kann es wieder nicht lassen, den heranwachsenden Zauberlehrling bis aufs Blut zu provozieren. Diesmal allerdings mit fatalen Folgen: Harry rutscht sozusagen ein kleiner Zauber raus, das aufgeblasene Tantchen wird vom Winde verweht, und fertig ist eine rundherum delikate Situation: Nicht nur kann sich Harry jetzt auf eine saftige Strafe von Onkel Vernon (Richard Griffiths) und Tante Petunia (Fiona Shaw) gefasst machen, er hat auch gegen das strenge Verbot des Zauberministeriums verstoßen, außerhalb der magischen Welt zu zaubern. Bleibt nur eins: Erst mal Fersengeld geben. Aber wie immer überschlagen sich die Dinge unversehens. Harry wird auf der Flucht von einem fantastischen Triple-Decker-Autobus, dem Fahrenden Ritter, aufgelesen und nach einer irrwitzigen Raserei im Tropfenden Kessel, einem schäbigen Pub, abgesetzt, wo bereits Cornelius Fudge (Robert Hardy) auf ihn wartet - der Zauberminister. Bloß hat Fudge nicht im Sinn, Harry zu bestrafen oder von der Ausbildung in Hogwarts auszuschließen. Er hat viel schlimmere Neuigkeiten: Der geheimnisvolle, äußerst gefährliche Zauberer Sirius Black (Gary Oldman) ist aus dem Gefängnis von Askaban entkommen. Jetzt schwebt Harry in Lebensgefahr: Black war es, der Lord Voldemort einst zu Harrys Eltern geführt und damit deren Tod heraufbeschworen hat.
Nur in Hogwarts ist Harry sicher - und tatsächlich fühlt er sich, endlich wieder im Kreis seiner Freunde Ron (Rupert Grint) und Hermine (Emma Watson), gleich viel wohler. Aber es war auch schon einmal gemütlicher in Hogwarts. Seit Blacks Flucht ist die ganze Schule in Aufruhr, und überall hängen Dementoren, die Wächter von Askaban, herum - verstörende, seelenfressende Wesen, die Harry ziemlich zusetzen. An sich sind die Dementoren da, um vor allem ihn, aber auch die anderen Schüler und den Lehrkörper zu schützen. Aber irgendwie zieht Harry sie magisch an - und ihre düstere Präsenz lähmt ihn. Zum Glück bringt ihm Professor Lupin (David Thewlis), der neue Lehrer in Verteidigung gegen die dunklen Künste, rechtzeitig einen Schutzzauber bei. So nimmt das dritte Schuljahr seinen Lauf - und wie üblich läuft nichts in gewohnten Bahnen. Harry stößt auf noch mehr erstaunliche magische Wesen, wie etwa Buckbead, einen sogenannten Hippogreiff - halb Vogel, halb Pferd - und versucht, während abenteuerlicher Ausflüge ins Magierdorf Hogsmeade und zur Heulenden Hütte, das verwunschenste Geisterhaus Englands, mit Ron und Hagrid (Robbie Coltrane), das Rätsel um Hermines ständiges Verschwinden und Wieder-Auftauchen zu lösen. Langsam, aber sicher kristallisiert sich eine unvermeidbare direkte Konfrontation mit Sirius Black heraus, in die auch Professor Lupin und Professor Snape (Alan Rickman) verwickelt zu sein scheinen …
Alte und neue Helden vereinen sich zu einem weiteren spektakulär fantasievollen Abenteuer: Harry Potter und der Gefangene von Askaban schickt uns ein drittes Mal in die zauberhafte Welt von J. K. Rowling, die mit ihrer weltberühmten Bestseller-Romanserie alle Rekorde gebrochen hat. Opulente Ausstattung, fantasievolle Sets und Spezialeffekte, eine schräge Mischung aus Humor und Grusel - und ein überdurchschnittlich talentierter Regisseur: Alfonso Cuarón hat erstmals 1998 mit Große Erwartungen (mit Ethan Hawke, Gwyneth Paltrow, Chris Cooper und Robert DeNiro) aufhorchen lassen und feierte mit Y tu mamá también einen weltweiten Kritiker- und Pubilkumserfolg - der Film war 2001 für den Auslandsoscar nominiert. Den Rest besorgt der hervorragende Cast: Neben den bereits Genannten zaubert es u. a. Michael Gambon (Albus Dumbledore), Maggie Smith (Professor Minerva McGonagall), Julie Christie (Madam Rosmerta), Timothy Spall (Peter Pettigrew) und Emma Thompson (Professor Sybill Trelawney) durch Hogwarts.

Text:  Klaus Hübner

Credits

Titel Harry Potter und der Gefangene von Askaban
Originaltitel Harry Potter and the Prisoner of Azkaban
Genre Action/Fantasy/Literaturverfilmung
Land, Jahr GB, 2003
Länge 141 Minuten
Regie Alfonso Cuarón
Drehbuch Steve Kloves nach dem Roman von J. K. Rowling
Kamera Michael Seresin
Schnitt William Kruzykowski, Steven Weisberg
Musik John Williams
Produktion David Heyman
Darsteller Daniel Radcliffe, Gary Oldman, Emma Watson, Alan Rickman, Bonnie Wright, Timothy Spall, Emma Thompson, Richard Griffiths, Julie Walters, Michael Gambon, David Thewlis, Rupert Grint, Maggie Smith, Robbie Coltrane, Tom Felton
Verleih Warner

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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