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Die Tiefseetaucher

The Life Aquatic with Steve Zissou

Komödie. USA 2004. 118 Minuten.

Regie: Wes Anderson
Mit: Bill Murray, Cate Blanchett, Owen Wilson, Anjelica Huston, Willem Dafoe

They all live in a Yellow Submarine. Wes Andersons neuester Hit ist eine schräge Komödie mit Bill Murray, Owen Wilson, Cate Blanchett, Anjelica Huston und Willem Dafoe.

Filmstart: 17. März 2005

Hai Fidelity: Am Höhepunkt einer kräftigen Krise, die nicht zuletzt durch das unerwartete Auftauchen eines verlorenen Sohnes (Owen Wilson) ausbricht, sticht der legendäre Meeresforscher Steve Zissou (Bill Murray) in See, um einen epischen Dokumentarfilm über just jenen gefräßigen Jaguarhai zu drehen, der seinen besten Freund und langjährigen Partner Esteban einst nicht mehr aus den Kiemen ließ. Mit an Bord seines Forschungsschiffes sind Zissous brillante Frau Eleanor (Anjelica Houston), sein größter Konkurrent als Meeresforscher (Jeff Goldblum), sein Ingenieur (Willem Dafoe), sein Produzent (Michael Gambon), sein Parapsychologe (Noah Taylor), sein brasilianischer Sicherheitsexperte (Seu Jorge), der die Besatzung ständig mit portugiesischen Versionen von David Bowie Liedern nervt, eine auf mysteriöse Weise schwangere Journalistin (Cate Blanchett) und ein Scriptgirl (Robyn Cohen), das den Geist aller Aktionen wie folgt auf den Punkt bringt: "Wir befinden uns auf einer Selbstmord-Mission, die von einem selbstsüchtigen Irren angeführt wird", sagt Anne-Marie Sakowitz (Robyn Cohen) in unverblümter Knappheit. Womit sie vielleicht sogar Recht haben könnte.
Bereits als College-Student in Texas entwarf der graduierte Philosoph Wes Anderson (Die Royal Tenenbaums) die ersten Grundzüge seiner weit verzweigten Geschichte über die existenziellen Probleme eines egomanischen Meeresforschers. Später in New York traf er sich mit dem Drehbuchautor und Satiriker Noah Baumbach täglich im selben Restaurant, einerseits um zu Essen, andererseits um neue Notizen zum hektischen Leben von Steve Zissou auszutauschen. So entstand eine Crew von Träumern und Abenteuern, die ihr Glück im Meereswasser suchen und dabei allesamt so abgefahren und weltverloren wirken, als ob sie zwar die Taucherbrillen von Jacques Cousteau bekommen hätten, aber die dazupassenden Schwimmflossen von Louis de Funes und die Badehosen von Woody Allen ausborgen mussten.
Er habe vierzehn Jahre lang über diesen Film nachgedacht, erzählt Wes Anderson. Das Ergebnis macht atemlos. Nicht weil unter Wasser der Sauerstoff knapp wird. Eher weil man vor lauter Lachen auch an Land kaum Luft bekommt. Was nicht zuletzt auch an Andersons Meeresbewohnern liegt. Die haben wenig mit der Realität zu tun. Aber viel mit märchenhafter Magie und kunterbunter Vorstellungskraft.
Natürlich ist es ein ziemlich gewagtes Konzept, wenn ein Regisseur einen Film über einen Meeresforscher mit künstlichen Fischen ausstattet. Aber gerade darin liegt die größte Begabung von Wes Anderson: Dieser Filmemacher vertraut vollkommen auf die Wirkung seiner Fantasie. Und er traut sich Dinge zu, an die sich noch kein anderer in Hollywood herangewagt hat.

Credits

Titel Die Tiefseetaucher
Originaltitel The Life Aquatic with Steve Zissou
Genre Komödie
Land, Jahr USA, 2004
Länge 118 Minuten
Regie Wes Anderson
Drehbuch Wes Anderson, Noah Baumbach
Kamera Robert D. Yeoman
Schnitt David Moritz
Musik Mark Mothersbaugh, David Bowie
Produktion Wes Anderson, Barry Mendel
Darsteller Bill Murray, Cate Blanchett, Owen Wilson, Anjelica Huston, Willem Dafoe, Jeff Goldblum
Verleih Buena Vista International

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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