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Jet Lag oder: Wo die Liebe hinfliegt

Décalage horaire

Liebeskomödie. Frankreich, GB 2002. 91 Minuten.

Regie: Danièle Thompson
Mit: Juliette Binoche, Jean Reno, Sergi López

Endstation Sehnsucht. Am Terminal F des Flughafens Roissy - Charles de Gaulle spielt das Schicksal Fluglotse für einsame Herzen. Aber sind die Passagiere Rose (Juliette Binoche) und Félix (Jeno Reno) bereit für einen Höhenflug in den siebten Himmel?

Filmstart: 3. Oktober 2003

Sie sucht Anschluß. Er seinen Anschlußflug. Rose (Juliette Binoche) hat gerade aus Versehen ihr Mobiltelefon in der Flughafentoilette versenkt und noch ein dringendes Telefonat zu führen. Félix (Jean Reno) ist auf der Durchreise. Nicht dringende Geschäfte veranlassen den Wahl-Amerikaner über Paris nach München zu fliegen, sondern die Hoffnung auf Versöhnung mit seiner Ex-Frau Nadja. Für die aufgedrehte Person, die unablässig redet und auch noch sein Mobiltelefon ausleihen will, kann sich der Gourmet-Koch, der in den USA mit Tiefkühlprodukten seiner Feinkostfirma "Fine Cuisine" Karriere gemacht hat, nicht erwärmen. Félix ahnt nicht, dass die Dame im hautengen Kostüm mit den stark toupierten Haaren und den überschminkten Lippen gerade in großen Schwierigkeiten steckt. Die gelernte Kosmetikerin ist auf der Flucht vor ihrem brutalen Freund Sergio (Sergi Lopez). Zwölf Jahre Beziehungsstress mit diesem unsensiblen Berggorilla sind für Rose Grund genug, alle Brücken hinter sich abzubrechen, und schleunigst das Weite zu suchen. Mit einem One-Way-Ticket nach Acapulco und jeder Menge Schminkstiften im Gepäck will Rose noch einmal ganz von vorne anzufangen. Félix hat kein Interesse an der warmherzigen Brünetten und zeigt ihr die kalte Schulter. Am liebsten hätte er französischen Boden erst gar nicht betreten. Zu schwer lastet hier seine eigene, unbewältigte Vergangenheit auf seinen Schultern. Der schweigsame Businessman erinnert sich ungern daran, warum er Frankreich vor Jahren für immer den Rücken gekehrt hat. Nichts wäre ihm angenehmer als sich gar nicht mit der Realität zu beschäftigen und sich statt dessen ganz seiner Vision von einer glücklichen Wiedervereinigung mit Nadja hinzugeben, und auch Rose und ihre Probleme ganz sich selbst zu überlassen. Wenig später kommt es dennoch zu einem unerwarteten Wiedersehen. Félix wird in der Cafeteria Zeuge einer unangenehmen Szene: Offensichtlich ist Sergio Rose auf den Flughafen gefolgt, um sie von ihrem Vorhaben abzubringen. Wütend beschimpft Sergio die zierliche Frau, die verletzt in die Menge der wartenden Passagiere entschwindet.
Nebel und Computer-Ausfälle verhindern Félixs Abflug nach München. Erschöpft von seinem Transatlantik-Flug irrt er am Flughafen umher und begegnet in den frühen Morgenstunden Rose, die zusammengerollt auf einer Bank liegt, und immer noch verzweifelt auf die Freigabe ihres Flugs nach Mexiko wartet. Ritterlich bietet Félix Rose an, sein von der Airline zur Verfügung gestelltes Hotelzimmer im Flughafenhotel mit ihr zu teilen. Sie nimmt zögernd an. Das ist Beginn einer aufregenden Nacht, in der Selbsterkenntnis und Hoffnung mit einander ringen, und die Liebe einen Triumph sucht. Eine Nacht, die beide so bald nicht vergessen können ...

Text:  Catherine Holzer

SKIP-Tipp

Brillant meistert die Charakterdarstellerin Juliette Binoche ihren ersten Ausflug ins Komödienfach. Schwer zu glauben, dass irgendein Mann dieser Frau widerstehen kann – selbst dann, wenn sie einsam als aufgemotzte Kosmetikerin traurig durch das Flughafengebäude stöckelt. Schwer verliebt in seine Hauptdarstellerin war auf jeden Fall Kameramann Patrick Blossier, der die Binoche in jeder Aufnahme so mit so viel Charisma von der Leinwand strahlen läßt, wie es dem Diamanten unter den französischen Diven gebührt.

SKIP-Tipp von Catherine Holzer

Credits

Titel Jet Lag oder: Wo die Liebe hinfliegt
Originaltitel Décalage horaire
Genre Liebeskomödie
Land, Jahr Frankreich/GB, 2002
Länge 91 Minuten
Regie Danièle Thompson
Drehbuch Christopher Thompson, Danièle Thompson
Kamera Patrick Blossier
Schnitt Sylvie Landra
Musik Eric Serra
Produktion Alain Sarde
Darsteller Juliette Binoche, Jean Reno, Sergi López, Scali Delpeyrat, Karine Belly
Verleih Tobis

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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