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Dreizehn

Thirteen

Drama. USA 2003. 100 Minuten.

Regie: Catherine Hardwicke
Mit: Holly Hunter, Nikki Reed, Evan Rachel Wood

Kein Kind mehr, aber auch noch nicht erwachsen, und verzweifelt auf der Suche nach der eigenen Identität. Holly Hunter kämpft als engagierte Mutter gegen den drohenden Absturz ihrer Tochter, die viel zu schnell kein Kind mehr sein möchte!

Filmstart: 14. November 2003

 

Mit dreizehn hat man eine ganz eigentümliche Wahrnehmung von sich selbst und seinem Leben. Nur Gleichaltrige können wirklich nachvollziehen, warum es so verdammt wichtig sein kann, welches T-Shirt man trägt oder mit welchen Leuten man sich nach der Schule trifft. Seit Tracy (Evan Rachel Wood) die Junior High School besucht und sich mit Evie (Nikki Reed), dem heißesten Mädchen der Schule, dick befreundet hat, zählen Aussehen und Popularität mehr als gute Noten, Vertrauen und Ehrlichkeit. Tracy möchte, nein, sie muss sexy, hinreißend und vor allem cool sein. Ein moderner Großstadt-Teenager, getrieben von Erwartungshaltungen und dem Druck, um jeden Preis dazuzugehören. Die Kuscheltiere im Kinderzimmer müssen weichen, Drogen und Diebsgut halten Einzug. Tracys alleinerziehende Mutter Melanie (Holly Hunter) muss ohnmächtig zusehen, wie sie völlig den Draht zu ihrer heranwachsenden Tochter verliert. Hilflos pendelt sie zwischen Zugeständnissen und Verboten, ihren eigenen Sorgen und der Angst um Tracy, die abzustürzen droht. Ohne sich ihrer eigenen Verwundbarkeit bewusst zu sein, lässt Tracy auf ihrem verwirrenden Trip kein schmerzliches Erlebnis aus.
Als Holly Hunter gefragt wurde, warum sie für dieses Low-Budget-Projekt zur Verfügung stand, gab sie eine klare Antwort: wegen der Autentizität des Scripts. Für ihr leidenschaftliches Regiedebüt erhielt Catherine Hardwicke, die gemeinsam mit Evie-Darstellerin Nikki Reed das Drehbuch verfasst hat, den Regiepreis beim Sundance Filmfestival.

Text:  Dina Maestrelli

SKIP-Tipp

"Es passiert so schnell" sagt das Filmposter, und wenn man Tracy bei ihrem rasanten Absturz in eine Welt aus Drogen, Selbstverstümmelung und Verbrechen beobachtet, möchte man aufspringen, um die orientierungslose Dreizehnjährige aus diesem Strudel zu befreien. So viel Intensität zum Thema Pubertät mag angesichts von sonst gebotener Apfelkuchen-Banalitäten schwer verdaulich erscheinen. Deshalb ist Dreizehn auch kein angenehmer Film. Aber eine einzigartige Gelegenheit, die sich niemand entgehen lassen sollte.

SKIP-Tipp von Dina Maestrelli

Credits

Titel Dreizehn
Originaltitel Thirteen
Genre Drama
Land, Jahr USA, 2003
Länge 100 Minuten
Regie Catherine Hardwicke
Drehbuch Nikki Reed, Catherine Hardwicke
Kamera Elliot Davis
Schnitt Nancy Richardson
Musik Mark Mothersbaugh
Produktion Michael London, Jeffrey Levy-Hinte
Darsteller Holly Hunter, Nikki Reed, Evan Rachel Wood, Jeremy Sisto, Brady Corbet, Sarah Clarke
Verleih Centfox

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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