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Johnny English - Jetzt erst recht

Johnny English Reborn

Action-Komödie. GB 2011. 101 Minuten.

Regie: Oliver Parker
Mit: Rowan Atkinson, Dominic West, Daniel Kaluuya

Man lebt nur zweimal. Getreu dem James-Bond-Motto kehrt der Spion, der es versiebte, nach mehrjähriger Zwangspause in den Dienst des MI7 zurück. Rowan Atkinson abermals in Hochform als trottelig-liebenswürdiger Geheimagent in tödlicher Mission zwischen Hongkong und den Schweizer Alpen.

Filmstart: 7. Oktober 2011

Exotische Schauplätze. Irre Gadgets. Schöne Frauen. Ein Rolls Royce als Dienstwagen. Eine kolossale Verschwörung. Ein determinierter Agent. Alles da, was einen handfesten Spionagethriller ausmacht. Wenn nur er nicht wäre. Er, das ist der berüchtigte Johnny English (Rowan Atkinson), der Spion ohne Furcht und Ahnung, der Agent mit der Lizenz zum Versagen. Der katastrophale Ausgang einer Mission in Mozambique vor einigen Jahren hat nicht umsonst zu seiner Entlassung geführt.
Doch einer vom Schlag eines Johnny English gibt nicht auf. Debakel, Malheure und unglückliche Umstände mögen seine ständigen Begleiter sein, aber Scheitern kommt für ihn nicht infrage. Der Agent außer Dienst begibt sich auf eine Mission in eigener Sache: In einem tibetischen Kloster arbeitet er wie besessen daran, seine schmachvolle Vergangenheit hinter sich zu lassen. Er stählt seinen Körper, trainiert seinen Geist, bereitet sich darauf vor, seinem Schicksal abermals und besser gerüs-tet gegenüberzutreten. Als es schließlich ruft, das Schicksal, besser gesagt, ein Mail schreibt, ist Johnny Englishs Wandlung zur unerschütterlichen Kampfmaschine zwar alles andere als abgeschlossen, aber Lehrmeister Wang lässt seinen Schützling nur zu gerne trotzdem ziehen. Es ist höchste Zeit, findet Wang, diesen seltsamen Mann loszuwerden.
Zurück in London im MI7-Hauptquartier wird English in angemessenes Erstaunen versetzt: Nicht nur hat der Britische Geheimdienst einen japanischen Großkonzern als Sponsor, besonders geheim scheinen die Spionageaktivitäten auch nicht mehr zu sein. Alles neu auch in der Chefetage: MI7 wird geleitet von Pamela Thornton (Gillian Anderson), Deckname Pegasus, einer außerordentlich witzlosen Person, die political correctness überaus wichtig nimmt, für unorthodoxes Vorgehen hingegen überhaupt kein Verständnis aufbringen mag. Sie stellt dem übermotivierten Heimkehrer auch gleich einen Aufpasser zur Seite, den Spion des Monats, Agent Tucker (Daniel Kaluuya), ein zugegeben recht smartes, aber verflucht unerfahrenes Bürscherl. Seine Wiedergeburt als Topspion hat sich Mr. English definitv anders vorgestellt.
Erstmals bewähren müssen sich English und Tucker in Hongkong, wo ein Treffen mit einem Ex-CIA-Agenten Klarheit darüber bringen soll, wer hinter dem geplanten Anschlag auf den chinesischen Staatschef steckt, von dem der MI7 Wind bekommen hat. Und tatsächlich kann English den Drahtzieher identifizieren, eine Organisation namens Vortex; doch leider zieht er auch die Aufmerksamkeit eines chinesischen Killerkommandos auf sich, und so fällt die Rückkehr nach London weniger triumphal aus als angenommen. Pegasus ist not amused. Erinnerungen an Mozambique werden wach.
Erleichterung bringt eine Hypnose-Sitzung mit der Psychologin Kate (Rosamund Pike): Dabei kommt English nicht nur dahinter, dass Vortex bereits in Mozambique die Hände im Spiel hatte, sondern auch, dass er als Nächstes mit dem Ex-KGBler Karlenko reden muss. Was English von diesem erfährt, erschüttert den treuen Staatsdiener zutiefst: Ein Verräter im MI7? Ja, genau, noch dazu einer, der es schafft, den Verdacht auf English zu lenken, der plötzlich völlig auf sich allein gestellt die britisch-chinesischen Geheimgespräche in den Schweizer Alpen vor dem Vortex-Angriff bewahren muss. Nun, nicht völlig alleine, Tucker ist schließlich auch noch da und, wie gesagt, ganz schön vif ...

Am wirkungsvollsten steht sich Johnny English bekanntermaßen ja selber im Weg, wofür wir ihn zu Recht lieben. Diesmal hat er sich mit einer chinesischen Killer-Putzfrau aber auch noch eine herrlich hartnäckige Gegnerin eingefangen. Neue Herausforderungen also für den guten alten English, die Rowan Atkinson in seiner unnachahmlichen Art zwischen maßloser Selbstüberschätzung und britischer Noblesse mit Bravour meistert. Jetzt erst recht!

Text:  Dina Maestrelli

Credits

Titel Johnny English - Jetzt erst recht
Originaltitel Johnny English Reborn
Genre Action-Komödie
Land, Jahr GB, 2011
Länge 101 Minuten
Regie Oliver Parker
Drehbuch Hamish McColl, William Davies
Kamera Danny Cohen
Schnitt Guy Bensley
Musik Ilan Eshkeri
Produktion Rowan Atkinson, Tim Bevan, Chris Clark, Eric Fellner
Darsteller Rowan Atkinson, Dominic West, Daniel Kaluuya, Pik-Sen Lim, Mark Ivanir, Tim McInnerny, Gillian Anderson, Rosamund Pike, Richard Schiff
Verleih UPI

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

2 Kommentare

einfach nur cooool

Mr. bean.

24. Oktober 2011
11:01 Uhr

von Spielkamerad

wäre recht gut...

wenn mit den unnötigen romantischen sequenzen die stimmung nicht verdroben worden wäre...

26. Oktober 2011
22:28 Uhr

von AmNa

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