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Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns

Bridget Jones: The Edge of Reason

Komödie. GB, USA 2004. 104 Minuten.

Regie: Beeban Kidron
Mit: Colin Firth, Renée Zellweger, Hugh Grant

Von Schokolade zum Frühstück an den Rand des Wahnsinns: Ohne falsche Scheu vor Übergewicht und Unterwäsche ist Renée Zellweger erneut in die Traumrolle der Bridget Jones geschlüpft.

Filmstart: 3. Dezember 2004

Es ist ein weiter Weg zur wahren Liebe. Und er steckt voller Fallen, Flirts und Fettnäpfchen. Vor drei Jahren kam ein fröhlicher Wirbelwind über die Filmwelt, der mit Charme und Schandmaul über Sex und sonstige Sehnsüchte sprach und dabei auch all die Probleme nicht außer acht ließ, die eine Frau kriegt, wenn besonders im Intimbereich nichts so kommt, wie sie es gerne hätte. Die Figur der hoffnungsvoll chaotischen und ungemein süßen Sekretärin Bridget Jones (Renée Zellweger), die auf ihrer schwungvoll-verzweifelten Suche nach der perfekten Zweierbeziehung zwischen ihrem Chef Daniel Cleaver (Hugh Grant) pendelt, der zwar ein sexistischer Zyniker ist, dafür aber unglaublich gut aussieht, und Mark Darcy (Colin Firth), einem Bekannten der Familie, der zwar nett, wohlhabend und romantisch ist, aber vielleicht doch etwas zu brav, um das erwünschte Tier im Bett zu sein, wurde von der britischen Journalistin Helen Fielding Mitte der neunziger Jahre in einer Zeitungskolumne über die Großstadtneurosen eines weiblichen Singles entwickelt. Der Roman, der wenig später nachgelegt wurde, verkaufte sich weltweit.
Bridget Jones, die Londoner Lebenskünstlerin mit dem scharfen Mundwerk und dem ausgeprägten Hang zu Schnaps und Selbstironie war zur Kultfigur geworden. Die Filmversion der munteren Abfolge aus Dates, Troubles und Diäten brachte Renée Zellweger nicht nur eine Oscarnominierung ein, sondern machte die Schauspielerin überdies zum internationalen Markenzeichen einer neuen witzigen Weiblichkeit, einer frechen Form von Feminismus, wie Helen Fielding meint.
Nun ist es Zeit für eine Fortsetzung der munteren Mission. "Schokolade zum Frühstück" war der Slogan von gestern. Das neue Motto von Bridget Jones lautet: "Am Rande des Wahnsinns".
"Im ersten Film hat sich alles um Bridgets Träume gedreht, um ihre Fantasien und Sehnsüchte, nun ist sie in der Wirklichkeit angekommen", sagt Produzent Eric Fellner. "Ich glaube, worum es bei Bridget vor allem geht, ist das Bild einer Frau zu zeigen, die sämtliche Missgeschicke der Liebe durchmacht und trotzdem noch über sich selbst lachen kann."
Am Rande des Wahnsinns beginnt sechs Wochen, vier Tage und sieben Stunden nach dem Ende von Schokolade zum Frühstück. Es war eine glückliche Zeit, in der Bridget Jones laut ihrem Tagebuch 71 Mal Sex mit Mark Darcy hatte, was - wie jeder selbst neidvoll nachrechnen kann - keinen schlechten Tagesschnitt ergibt. Trotzdem gerät sie ins Grübeln. Die wahre Liebe zu finden, sagt sich Bridget Jones, war das eine Problem. Aber was muss ein Mädchen tun, damit dieses Gefühl ewig hält?
Eine berechtige Frage, zugegeben, doch gerade mit solchen Gedanken im Kopf fangen todsicher neue Verwicklungen an. Bridget verlässt Darcy, einerseits weil sie vermutet, dass er eine Affäre haben könnte, was nicht stimmt, andererseits, weil er seine Unterhosen faltet, bevor er sie in die Wäschelade legt, was absolut zutrifft. Auftritt Daniel Cleaver. Der hat sich zwar immer noch nicht gebessert. Aber welches Mädchen würde Bridget sein, wenn sie dem Geschmack der Sünde so leicht widerstehen könnte?
Die neuen Abenteuer der quirligen Quatschente führen weit über die Stadtgrenzen Londons hinaus, vom romantischen Skiwochenende in den österreichischen Alpen bis zum Strandurlaub in Thailand einschließlich einem abschließenden Aufenthalt in der Gefängniszelle. "Manchmal hatte ich das Gefühl, als ob Bridget Jones meine Art von James Bond sei", lacht Beeban Kidron, die Sharon Maguire im Regiestuhl ablöste. "Sie erlebt internationale Abenteuer von der Sorte, wie sie eben nur Bridget zustoßen können. Aber gerade weil sie so weit von zuhause wegfährt, bekommt sie die Möglichkeit, ihr Leben und vor allem ihre Gefühle aus völlig neuer Perspektive zu betrachten."
Also hat Darcy doch noch eine Chance. Denn Unterwäsche hin oder her, am Ende alle Abenteuer bleibt doch nur eine Frage über: "Hast du vor zu heiraten und Kinder zu bekommen, bevor du unfruchtbar bist oder nicht?" Bridget Jones muss sich entscheiden. Und wir sehen ihr mit Vergnügen dabei zu.

Credits

Titel Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns
Originaltitel Bridget Jones: The Edge of Reason
Genre Komödie
Land, Jahr GB/USA, 2004
Länge 104 Minuten
Regie Beeban Kidron
Drehbuch Andrew Davies, Richard Curtis, Adam Brooks nach dem gleichnamigen Roman von Helen Fielding
Kamera Adrian Biddle
Schnitt Greg Hayden
Musik Harry Gregson-Williams
Produktion Jonathan Cavendish, Tim Bevan, Eric Fellner
Darsteller Colin Firth, Renée Zellweger, Hugh Grant, Jacinda Barrett
Verleih UIP

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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