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Buried - Lebend begraben

Buried

Thriller. Spanien 2010. 93 Minuten.

Regie: Rodrigo Cortés
Mit: Ryan Reynolds

Neunzig Minuten, nicht einmal zwei Kubikmeter Platz, ein Handy, ein Feuerzeug und Todesangst. Lebendig begraben: Der ultimative Albtraum wird für Paul Conroy (Ryan Reynolds) zur schrecklichen Realität. Klaustrophobie in Perfektion, sensationell serviert vom spanischen Regisseur Rodrigo Cortés - eines der stärksten Horror-Movies der letzten Jahre.

Filmstart: 4. November 2010

Stell dir vor, du wachst auf, und weißt nicht, wo du bist. Es ist stockfinster, stickig, heiß und höllisch eng. Du kannst nicht einmal deine Füße erreichen, kaum den Kopf bewegen. Du bist gefangen in einer länglichen Holzkiste. Einem Sarg? Wie bist du hierher gekommen? Alles, was du in der Kiste findest, sind ein dir unbekanntes ­Mobiltelefon, ein Benzinfeuerzeug und zwei Knicklichter. Das Handy hat Empfang, doch der Akku ist nicht gerade voll. Und im Licht des Feuerzeugs siehst du: Sand rieselt aus den Zwischenräumen über dir. Du bist begraben unter der Erde. Die nackte Panik kriecht dein Rückenmark hoch. Wer hat dir das angetan? Und warum verdammt nochmal??

In dieser schrecklichen Situation findet sich Paul Conroy (Ryan Reynolds) wieder, ein unbescholtener Lastwagenfahrer und harmloser Familienvater. Trotzdem hat ihn jemand lebendig begraben. Es bleiben neunzig Minuten, bis der Sauerstoff zu Ende geht. Und Pauls einzige Chance, zu entkommen, ist das Handy – doch er hat keine Ahnung, wo er überhaupt ist …
Fallen, endlos fallen. Und dann aufwachen, unmittelbar vor dem Aufprall. Nackt sein, vor einer unüberschaubar großen Menge Menschen, die einen verhöhnen. Ein Ungeheuer unter dem Bett, ein Monster im Keller, eingesperrt sein, lebendig begraben: Urängste, die uns in unseren schlimmsten Albträumen beschäftigen.

Die besten, weil schlauesten und deswegen auch härtesten Horrorfilme sind die, die mit diesen Urängsten spielen - und mittlerweile ist es kein Geheimnis mehr: In Spanien sind Menschen daheim, die aus den Seelenabgründen ganz besonders grausig-großes Kino zaubern können. Wie etwa Jaume Balagueró und Paco Plaza, die mit [Rec] ganze Kinosäle zum Aufschreien brachten. Juan Antonio Bayona, in dessen Das Waisenhaus die wohl existenziellste aller Urängste, nämlich die, ein Kind zu verlieren, zur quälenden Realität wird. Alejandro Amenábar, der in The Others Nicole Kidman in eine düstere Geisterwelt schickt. Und da ist nun auch ein neues Talent, Rodrigo Cortés, der in seinem erst zweiten Langfilm den ultimativen Horror für jene auf Großbild bannte, die auch nur einen Hauch von Platzangst kennen: Buried ist der wohl beklemmendste Film, der je gedreht wurde. In keinem Moment von Pauls Überlebenskampf bewegt sich die Kamera außerhalb der nicht einmal zwei Kubikmeter Raum, die ihm zur Verfügung stehen. Und Ryan Reynolds, der bislang eher als personifizierter Golden Retriever-Traumschwiegersohn romantische Komödien mit wohligem Kuschelfaktor komplettierte, hat hier endlich Gelegenheit, richtig zu schauspielen. Ununterbrochene Hochspannung aufrecht zu erhalten, obwohl die Kamera neunzig Minuten lang nur eine Person zeigt, das ist ganz großes Kino: formal stringent, inhaltlich zwingend und schlichtweg nervenzerfetzend. Hilfe, ich will hier raus!

Text:  Magdalena Miedl, Kurt Zechner

Credits

Titel Buried - Lebend begraben
Originaltitel Buried
Genre Thriller
Land, Jahr Spanien, 2010
Länge 93 Minuten
Regie Rodrigo Cortés
Drehbuch Chris Sparling
Kamera Eduard Grau
Schnitt Rodrigo Cortés
Musik Víctor Reyes
Produktion Peter Safran, Adrián Guerra
Darsteller Ryan Reynolds
Stimmen in der OV Stephen Tobolowsky, José Luis García Pérez, Samantha Mathis, Erik Palladino
Verleih Lunafilm

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

3 Kommentare

schon gesehen

Der Handlungsverlauf ist vorhersehbar, an vielen Stellen muss man eher schmunzeln anstatt vor Anspannung im Kino Sessel zu versinken ...
Hätte ich ihn mir zu Hause angesehen, nach 10 Minuten hätte ich die DVD gewechselt

8. November 2010
23:32 Uhr

von almendro

wirklich schlecht!!!!

Ich kann die guten Kritiken nicht nachvollziehen, der Film ist weder spannend noch gut gemacht. Man sieht in diesem Film:

ein Handy
eine Taschenlampe
ein Feuerzeug
Leuchtlampen
einen Stift
Holz
einen schreienden, schwitzenden Mann
eine Schlange
Sand und
Dunkelheit

man hat keine Sekunde Angst, Schrecken oder dergleichen....

Dieser Film ist einfach nur schlecht!!!!!

16. November 2010
13:51 Uhr

von chica1

so ist es...

Also ich muß mich hier auch meinen Vorgängern anhängen. Der Film ist ein absoluter "no go"! Keine Spannung, keine Gänsehaut, einfach lächerlich.

26. November 2010
09:02 Uhr

von 4zsg

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