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Station Agent

The Station Agent

Tragikomödie. USA 2003. 88 Minuten.

Regie: Thomas McCarthy
Mit: Paul Benjamin, Bobby Cannavale, Peter Dinklage

Der kleinwüchsichsige Finbar sucht die Einsamkeit - und findet echte Freundschaft: Der Sundance-Gewinner 2003 ist ein rares Kino-Juwel.

Filmstart: 20. August 2004

Finbar McBride (Peter Dinklage) hatte es nie leicht im Leben. Er ist von Natur aus ein Einzelgänger, der andere Menschen nicht gerne an sich heranlässt - noch dazu, wo seine Umwelt ihm selten unvoreingenommen gegenüber tritt. Durch seine Kleinwüchsigkeit zieht Finbar mehr Aufmerksamkeit auf sich, als er vertragen kann.
Was Finbar liebt, sind Züge. Als ihm ein Bekannter sein Stationswärter-Häuschen in Newfoundland, New Jersey, vererbt, zögert Fin keine Sekunde, gibt sein bisheriges Leben auf und übersiedelt in die tiefe Provinz.
Doch Finbar wird auch hier nicht in Ruhe gelassen. Der kubanische Würstelstand-Besitzer Joe Oramas (Bobby Cannavale) als auch die alleinstehende Malerin Olivia Harris (Patricia Clarkson) kommen ihm in die Quere - im besten Sinne des Wortes. Doch bevor zwischen den drei sehr außergewöhnlichen Individuen echte Freundschaft entstehen kann, müssen noch viele Missverständnisse ausgeräumt und persönliche Geschichte aufgearbeitet werden.
Bisher war Tom McCarthy als Schauspieler aktiv, in Filmen wie Fletchers Visionen, Der Super-Guru oder Meine Braut, ihr Vater und ich war er in kleineren Rollen zu sehen. Station Agent ist seine erste Regiearbeit, und hier debütierte McCarthy mit durchschlagendem Erfolg: Neben dem Regiepreis in Sundance regnete es Auszeichnungen und hymnische Kritiken. Kein Wunder, Station Agent ist auch ein echter Ausnahmefilm. Seine herzerwärmende Geschichte würzte McCarthy mit viel staubtrockenem Humor, und auch wenn man über seine wunderbar gezeichneten Charaktere gerne ein paar lustvolle Tränen vergießen möchte, ist Station Agent von Kitsch-Kino so weit entfernt wie Mauritius von der Donauinsel. Wahrscheinlich liegt das auch an McCarthys Vorbildern: Statt von Gefühlskino-Größen ließ er sich lieber von der überwältigenden Bildsprache der klassischen Western Tom Fords inspirieren.

Text:  Gini Brenner

Credits

Titel Station Agent
Originaltitel The Station Agent
Genre Tragikomödie
Land, Jahr USA, 2003
Länge 88 Minuten
Regie Thomas McCarthy
Drehbuch Thomas McCarthy
Kamera Oliver Bokelberg
Schnitt Tom McArdle
Musik Stephen Trask
Produktion Mary Jane Skalski, Robert May, Kathryn Tucker
Darsteller Paul Benjamin, Bobby Cannavale, Peter Dinklage, John Slattery, Michelle Williams
Verleih Polyfilm

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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