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Männer wie wir

Männer wie wir

Komödie. Deutschland 2003. 106 Minuten.

Regie: Sherry Hormann
Mit: Dietmar Bär, Lisa-Maria Potthoff, Maximilian Brückner

Torwart Ecki (Maximilian Brückner), gerade als schwul geoutet und aus seiner Provinz-Fußballmannschaft geflogen, macht sich in Dortmund auf die Suche nach einer neuen Mannschaft: Mit einem schwulen Kicker-Team will er in seinem Heimatdorf siegen.

Filmstart: 11. November 2004

Es gibt Tage im Leben, da geht einfach alles schief. Ecki (Maximilian Brückner), Jungbäcker im Betrieb seines Vaters (Dietmar Bär) und passionierter Torwart der Mannschaft des münsterländischen Dorfs Blodrup, hat gerade so einen hinter sich. Zuerst hat er dem FC Boldrup den Aufstieg in die Regionalliga vermasselt. Dann ist er aus der Mannschaft geflogen. Und dass er endlich seine eigene Homosexualität erkannt hat, mag eine mittelfristig positive Entwicklung sein, hilft ihm jetzt aber auch nicht weiter. Ecki ist am Boden zerstört. Seine Welt ist zusammengebrochen.
Aber Ecki ist ein Stehaufmännchen. Schon bald erwacht der alte Sportsgeist in ihm, und im Handumdrehen hat er auch den passenden Plan. Erstens ist er schwul - und das ist gut so. Zweitens macht ihn das noch lange nicht zu einem schlechten Fußballer - im Gegenteil! Kurz entschlossen fordert er die Ex-Kollegen vom FC Blodrup heraus: Binnen vier Wochen wird er mit seiner eigenen Mannschaft in Boldrup Einzug halten - einer Truppe aus schwulen Fußballern. Und er wird gewinnen. Ecki geht es nicht nur um Toleranz und das Brechen von Vorurteilen. Er will seinen Ruf als Sportler retten.
Also haut Ecki ab nach Dortmund zu seiner Schwester Susanne (Lisa Maria Potthoff). Die arbeitet im Krankenhaus, und dort knüpft Ecki erste Kontakte: Der Zivi Sven (David Rott), hinter dem laut Susanne jede Lernschwester her ist, entpuppt sich nicht nur als schwul, sondern auch als begnadeter Mittelfeldspieler. Blöd nur, dass auch Susanne in Sven verschossen ist. Aber sie hilft ihm trotzdem weiter. Ecki wird seine Mannschaft zusammenbekommen und einen geeigneten Trainingsplatz finden. Aber bis sich sein Team in roséfarbenen Trikots mit der Aufschrift "Lattenknaller" in Boldrup mit dem Song "I Will Survive" in Kampfstimmung singen wird, werden noch einige Hürden zu nehmen sein - und auch die Liebe hat ein Wörtchen mitzureden …
Regisseurin Sherry Hormann (Irren ist männlich, Frauen sind was Wunderbares) wirft mit Männer wie wir einen amüsanten Blick auf alte Vorurteile, neue Toleranz und echte Freundschaft und schafft eine intelligente, unverkrampfte und zu Herzen gehende Komödie über Freundschaft und den Respekt vor der Individualität jedes Einzelnen. Als Feel-Good-Movie mit genauem Gespür für Pointen-Timing und emotionale Tiefe ist der Film genauso frech und respektlos wie liebevoll und ehrlich.

Text:  Klaus Hübner

Credits

Titel Männer wie wir
Originaltitel Männer wie wir
Genre Komödie
Land, Jahr Deutschland, 2003
Länge 106 Minuten
Regie Sherry Hormann
Drehbuch Benedikt Gollhardt
Kamera Hanno Lentz
Schnitt Eva Schnare
Musik Martin Todsharow
Produktion Eric Moss, Andreas Schneppe
Darsteller Dietmar Bär, Lisa-Maria Potthoff, Maximilian Brückner, Saskia Vester, Rolf Zacher, Mariele Millowitsch, Charly Hübner
Verleih Buena Vista International

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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