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Kleinruppin forever

Kleinruppin forever

Liebeskomödie. Deutschland 2004. 103 Minuten.

Regie: Carsten Fiebeler
Mit: Anna Brüggemann, Michael Gwisdek

Kleinruppin 1985: Bei einer Klassenfahrt in die DDR tauscht Wessi Tim (Tobias Schenke) unfreiwillig seinen Platz im Bus mit seinem ihm unbekannten Ossi-Zwillingsbruder Ronnie (wieder Tobias Schenke) ... Ostalgische Liebeskomödie von Carsten Fiebeler.

BRD, 1985: You can win if you want hauchen Modern Talking ins Mikro, Pastellfarben sind megain und Jungs mit asymmetrischen Haarschnitten stehen bei den Mädels ganz hoch im Kurs. Der 19-jährige Mädchenschwarm Tim (Tobias Schenke) sieht sich bereits auf der Gewinnerstraße. Der Popperscheitel sitzt, die Designer-Klamotten sind bis auf die Unterhose farblich aufeinander abgestimmt und am Tennis-Platz macht der Wunderknabe jeden Gegner nass. Das Stipendium an der Tennis-Akademie in Miami hat der verwöhnte Schnösel schon in der Tasche. Zu dumm nur, dass sein Adoptivvater (Uwe Kockisch) für so viel sportlichen Ehrgeiz in Kombination mit nahezu grenzenloser Faulheit wenig Verständnis hat. Viel lieber als im Sommertennis-Camp in Miami sähe der vor Jahren aus der DDR emigrierte Selfmademan seinen Sohn an seiner Seite im familieneigenen Architekturbüro. Zoff gibt es deswegen beinahe täglich. So auch an jenem Morgen, an dem Tim mit seiner Klasse eine Klassenfahrt in die DDR unternimmt ...
Im Zielort Kleinruppin macht sich Tim daran, die "Eingeborenen" mit seiner nagelneuen Videokamera zu filmen. Die erweisen sich aber als immun gegen den Charme des erfolgsverwöhnten Wessis im Kanarienvogel-Look. Besonders widerstandsfähig gegen die Annäherungs- versuche ist die zuckersüße Blondine (Anna Brüggemann), die Tim gleich an der Bushaltestelle abblitzen lässt. Noch größer ist Tims Überraschung als er in Kleinruppin Ronnie (wieder Tobias Schenke) über den Weg läuft. Der Halbhippie auf dem Fahrrad ist Tim wie aus dem Gesicht geschnitten! Zwar lässt Ronnies Styling zu wünschen übrig, aber in einem sind sich die ungleichen Teenager schnell einig: sie müssen Zwillingsbrüder sein, die bei der Geburt getrennt wurden. Während Angeber Tim noch ein paar coole Sprüche ablässt, haut ihm Ronnie eins über die Rübe und vertschüsst sich grinsend in Richtung Westen. Tim kann gerade noch die Rücklichter des Schulbusses sehen und Ronnie, der ihm in Tims Popperkluft frech zuwinkt. Tim sitzt in der DDR fest. Die Geschichte vom Doppelgänger glaubt ihm in Kleinruppin niemand. Jeder hält ihn für seinen Zwillingsbruder Ronnie, der an posttraumatischer Amnesie leiden muss. Umgekehrt glaubt sein Adoptivvater in Ronnie seinen wahren Sohn zu erkennen. Einziger Lichtblick im trüben Ost-Alltag zwischen Stanzmaschine, NVA-Kader, Club-Cola, Schwalbe und Mundharmonika: die Blondine von der Bushaltestelle! Tim hat sich so sehr in Jana - so der Name dieses Zauberwesens - verliebt, dass er fast auf seinen Platz im Schwimmkader verzichten würde. Dabei wäre das seine einzige Chance, wieder in den Westen zu gelangen ...

Text:  Catherine Holzer

Credits

Titel Kleinruppin forever
Originaltitel Kleinruppin forever
Genre Liebeskomödie
Land, Jahr Deutschland, 2004
Länge 103 Minuten
Regie Carsten Fiebeler
Drehbuch Alexander Kühne, Peer Klehmet, Sebastian Wehlings
Kamera Bernhard Jasper
Schnitt Antje Zynga
Produktion Dirk Beinhold
Darsteller Anna Brüggemann, Michael Gwisdek, Tobias Schenke, Uwe Kockisch, Tino Mewes
Verleih Constantin Film

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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