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House of Wax

House of Wax

Horror. Australien, USA 2005. 113 Minuten.

Regie: Jaume Collet-Serra
Mit: Chad Michael Murray, Elisha Cuthbert

Nach einer turbulenten Nacht im Zelt stranden sechs College-Studenten in einer suspekten US-Kleinstadt. Deren Hauptattraktion ist ein mit grotesken Paraffinkameraden vollgestelltes Haus aus Wachs, wo ein irres, mörderisches Treiben herrscht.

Filmstart: 3. Juni 2005

Der Ausblick in die Zukunft ist schweinchenrosa für Carly Jones (Elisha Cuthbert): Als nicht allzu blondes, extrem hübsches, unverschämt gescheites und sportinteressiertes Cosmo-Girl, das sich abseits der Journalistinnenkarriere vor allem für Football begeistert, ist sie der feuchte Traum aller bedenkenlosen Jungspunde. Die einzige Last auf ihren Schultern ist ihr Bruder: In der Vergangenheit hat sich Nick (Chad Michael Murray) ein paar Stücke geleistet, die es unmöglich machen, ihn unbeaufsichtigt zuhause zu lassen. Und weil die Eltern gerade selbst auf Urlaub sind und Carly mit ihren Freunden unbedingt zur Highschool Football Championship fahren will, sitzt dieser spinnerte Klotz am Bein mit seinem besten Kumpel jetzt bei ihr auf der Rückbank. Eigentlich wollte sie mit ihrem Schnucki Wade (Jared Padalecki) und dem befreundeten Paar Paige (Paris Hilton) und Blake (Robert Ri’chard) die doch recht weite Autofahrt zum Ausscheidungsspiel nutzen, um eine Nacht in der Wildnis zu campen. Soll ja romantisch sein. Aber der Anblick ihres Bruders im Rückspiegel lässt jede romantische Gefühlsregung im Keim ersticken.
Nachdem die Sechsergruppe irgendwo im Nirgendwo von Iowa einen ziemlich verlassenen Platz zum Campen bezogen und dabei übersehen hat, dass es sich um Privatbesitz handelt, ereignet sich nachts bei Lagerfeuer und Bier der erste Zwischenfall. Ein Trucker, so ein LKW fahrender, Speed junkender Redneck-Freak, macht Stress und verschwindet erst wieder, als Nick und sein Kumpel ihm Prügel androhen.
Tags darauf muss die Gruppe feststellen, dass ihr Wagen offenbar sabotiert wurde. Aus purer Not lassen sich Carly und Wade von einem ziemlich verschrobenen Eingeborenen ins naheliegende Ambrose mitnehmen, eine abgelegene Stadt, deren Hauptattraktion Trudy’s House of Wax ist, ein mit grotesken Wachsfiguren gefüllter, unheimlicher Ort. Den Grund dafür, dass diese Wachs-Skulpturen so erschreckend echt aussehen, erfahren sie leider früher, als ihnen lieb sein kann: Verfolgt von einem kranken Mörder, sehen sie der sich zuspitzenden Gefahr ins Auge, selbst in Wachsfiguren verwandelt zu werden …
Mit der Vorlage, dem Genre-Klassiker House of Wax mit Vincent Price (1953), hat die Neufassung einiges gemein. Wieder geht es auch um Wahnsinn und sozialen Verfall: Die Gesellschaft des Kaffs, wo die Opfer landen, ist degeneriert und hinterwäldlerisch; Zivilcourage ist den Leuten ein Fremdwort, sie gebärden sich teilnahmslos und sehen keine Veranlassung, Leuten von außerhalb beizustehen. Wo allerdings Vincent Price mit seinem stechenden Blick unsere Mütter in Schaudern versetzte, wird heute nach allen Regeln der Kunst geslasht. Heißes Wachs ist ein beliebtes Utensil für softe Sadomaso-Spielchen und eignet sich fortgesetzt auch gut, um Menschen zu quälen und mit Todesfolge zu foltern. Aber das ist nicht die einzige Grausamkeit in dieser jüngsten Horror-Produktion der Granden Joel Silver und Robert Zemeckis, die seit geraumer Zeit mit Filmen wie 13 Geister, Ghost Ship oder Gothika im Genre mitmischen und dabei wie gewohnt die Inszenierung einem vielverprechenden Neuling überlassen: Regisseur Jaume Serra drehte bislang Musikvideos und Werbespots.

Text:  Klaus Hübner

Credits

Titel House of Wax
Originaltitel House of Wax
Genre Horror
Land, Jahr Australien/USA, 2005
Länge 113 Minuten
Regie Jaume Collet-Serra
Drehbuch Carey Hayes, Chad Hayes
Kamera Stephen F. Windon
Schnitt Joel Negron
Musik John Ottman
Produktion Robert Zemeckis, Susan Downey, Joel Silver
Darsteller Chad Michael Murray, Elisha Cuthbert, Paris Hilton, Jared Padalecki, Brian Von Holt, Robert Ri’chard
Verleih Warner

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

1 Kommentar

keine große Sache

Umgehauen hat mich dieser Horrorstreifen überhaupt nicht. Hätten sie viel besser und spannender gestalten können. Aber die Idee mit den "lebenden" Wachsfiguren ist super.

3. Januar 2012
11:00 Uhr

von Aniita

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