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Villa Henriette

Villa Henriette

Kinderfilm. Österreich, Schweiz 2004. 87 Minuten.

Regie: Peter Payer
Mit: Hannah Tiefengraber, Nina Petri, Cornelia Froboess

Ein Haus, das mit der Stimme von Nina Hagen spricht, steht im Mittelpunkt von Peter Payers Filmversion eines Romans der renommierten Kinderbuchautorin Christine Nöstlinger.

Filmstart: 3. Dezember 2004

Die Großmutter (Cornelia Froboess) ist eine Erfinderin, deren Geistesblitze zwar absolut einzigartig, aber leider Gottes auch hundertprozentig unverkäuflich sind. Der Vater (Lars Rudolph) ist ein weltfremder Archäologe, mehr mit dem alten Ägypten als dem modernen Leben beschäftigt. Die Mutter (Nina Petri) steht der Realität zwar näher, aber als Stewardess ist sie viel zu oft in fernen Ländern unterwegs. Onkel Albert (Branko Samarowski) verkriecht sich gern im Blumengarten, Tante Olli (Michou Friesz) ist eine unverstandene Künstlerseele, die schon seit Jahr und Tag nur noch in Gedichten spricht.
Die zwölfjährige Marie (Hannah Tiefengraber) hat schon eine merkwürdige Familie. Aber noch seltsamer ist das Haus, in dem sie alle leben. Eine alte Villa in einem großen Garten, etwas verwildert und verwittert schon, aber gerade das macht ihren eigentümlichen Charakter aus. Marie hat ein besonders enges Verhältnis zu diesem Haus. Wenn die Dielen knarren, die Fensterläden ächzen oder der Wasserhahn wieder mal nur Luft ausspuckt, glaubt sie an keine technischen Gebrechen. Marie ist davon überzeugt, dass ihr Haus ein lebendes Wesen mit vielerlei Macken und Marotten ist.
Ein Haus, das mit der Stimme von Nina Hagen spricht, ein Mädchen, das die Welt mit eigenen Augen sieht: Villa Henriette ist die intelligent-unterhaltsame Filmversion eines der besten Romane der international renommierten österreichischen Kinderbuchautorin Christine Nöstlinger. Kein Märchen, wie Regisseur Peter Payer bekräftigt, sondern die Beschreibung einer kindlichen Fantasiewelt, in der die Realität stark verankert ist. Denn bald kommen auf Marie gewaltige Probleme zu.
Es stellt sich heraus, dass die Großmutter mit ihrer neuesten Erfindung einem Betrüger aufgesessen ist. Das investierte Vermögen ist futsch und wenn nicht im letzten Moment noch ein Wunder geschieht, muss die Villa Henriette wohl versteigert werden. Eine erste Immobilienspekulantin (Maria Hofstätter) ist schon da. Präpotent stolziert sie durch den Garten. Geld muss her und zwar rasch. Nur woher nehmen, wenn nicht stehlen? Marie fühlt eine große Last auf ihren Schultern. Vielleicht können ihre besten Freunde Konrad und Stefan (Richard Skala und Elias Pressler) weiterhelfen. Wenn die beiden nur nicht ständig um ihre Gunst streiten würden. Das kann nämlich auch ganz schön nerven.
Villa Henriette ist kein Kinderfilm, sondern ein Familienfilm, getreu nach dem Motto der Produzentinnen Katja Dor-Helmer und Fiona Meisel: "Kinder sollen ihre eigenen, mit ihrem Kulturkreis verwachsenen und ihrer Erlebniswelt entsprechenden Geschichten sehen können, Erwachsene sollen durch Geschichten, in denen Kinder im Mittelpunkt stehen, berührt werden." .

Credits

Titel Villa Henriette
Originaltitel Villa Henriette
Genre Kinderfilm
Land, Jahr Österreich/Schweiz, 2004
Länge 87 Minuten
Regie Peter Payer
Drehbuch Milan Dor nach Motiven des Romans von Christine Nöstlinger
Kamera Thomas Hardmeier
Schnitt Britta Nahler
Produktion Katja Dor-Helmer, Fiona Meisel
Darsteller Hannah Tiefengraber, Nina Petri, Cornelia Froboess, Michou Friesz, Branko Samarovski, Richard Skala, Elias Pressler, Lars Rudolph, Maria Hofstätter
Verleih Filmladen

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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