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Birth

Birth

Drama. GB, USA 2004. 100 Minuten.

Regie: Jonathan Glazer
Mit: Nicole Kidman, Lauren Bacall, Danny Huston, Anne Heche

Reinkarnation real. Anna (Nicole Kidman) trifft ein Kind, das behauptet, ihr verstorbener Ehemann zu sein … Hochkarätig besetztes Mystery-Drama von Großbritanniens neuem Regie-Star Jonathan Glazer.

Filmstart: 23. Dezember 2004

Jeder hat eine andere Vorstellung davon, was mit unserer Seele passsiert, wenn unser Körper nicht mehr mitspielt. Eine der weltweit beliebtesten ist die Sache mit der Wiedergeburt: Nach dem Exitus kommst du in einem anderen Körper wieder auf die Welt. Eine verlockende Idee: Nicht nur wertet die Behauptung, einmal eine ägyptische Prinzessin oder ein chinesischer Kaiser gewesen zu sein, jeden Lebenslauf enorm auf. Es hat schließlich auch was ungemein Tröstliches, wenn man immer wieder eine neue Chance bekommt.
Für die Umwelt wirft die Reinkarnation einige interessante Fragen auf. Wie sehr ist zum Beispiel ein geliebter Mensch noch er selber, wenn er in einem fremden Körper wiedergeboren wurde? Anna (Nicole Kidman) hat vor zehn Jahren plötzlich ihren Ehemann Sean verloren. Nun steht auf einmal ein zehnjähriger Bub (Cameron Bright) vor ihr, der ebenfalls Sean heißt und behauptet, Annas wiedergeborener Ehemann zu sein.
In Annas Plan passt das überhaupt nicht. Nach langen Jahren der bitteren Trauer hat sie endlich wieder zurück ins Leben gefunden, und eine neue Liebe wächst in ihrem Herzen: Anna ist im Begriff, sich mit dem wohlhabenden und charmanten Joseph (Danny Huston) zu verloben. Ihre Mutter, die reiche, leicht exzentrische Eleanor (Lauren Bacall), Annas Schwester und ihre Freunde sind glücklich, dass sie sich so gefangen hat - und nun steht dieser kleine Junge da und droht, ihr fragiles seelisches Gleichgewicht erneut kippen zu lassen.
Anna selber ist von Seans Behauptung, ihr wiedergeborener Ehemann zu sein, zunächst entsetzt und abgestoßen. Doch der Kleine lässt nicht locker und weicht ihr kaum von der Seite - und beginnt, Anna mit Details aus dem Leben des Verstorbenen zu konfrontieren. Details, die nur jemand kennen kann, der ihm sehr nahe gestanden haben muss. Sehr nahe ...
Birth ist erst der zweite Spielfilm des jungen britischen Regisseurs Jonathan Glazer, der bisher vor allem Werbefilme und Musikvideos drehte. Mit seinem hinreißenden Debüt Sexy Beast schuf er einen Referenztitel der britischen Krimikomödie, nun hat er sich dem gepflegten Mystery-Genre zugewendet. Was Birth zum Ausnahme-Ereignis macht, ist, dass Glazer niemals in Versuchung kommt, sich mit Plattheiten aufzuhalten - auch wenn die Story genügend Oberflächlichkeitsfallen bietet. So wurde etwa eine Kussszene zwischen Kidman und dem zehnjährigen Darsteller des Sean im Vorfeld zum Skandal aufgebauscht - das funktionierte aber nur so lange, bis Kritiker den Film gesehen hatten. Nun war vom Skandal nicht mehr viel zu spüren, was blieb, war Nicole Kidmans und Cameron Brights beeindruckendes Schauspiel.
Für die außergewöhnliche Geschichte versammelte Glazer ein hochkarätiges Team: Vor der Kamera glänzen neben den beiden Hollywood-Diven Nicole Kidman und Lauren Bacall noch John Hustons Sohn Danny als Annas Verlobter, Anne Heche als Geliebte ihres frühreren Ehemannes, Peter Stormare als deren Ehemann und Ted Levine als Sean juniors Vater. Hinter der Kamera ging´s nicht weniger legendär zu: Der renommierte französische Drehbuchautor Jean-Claude Carrière (Belle de jour, Die Blechtrommel) zeichnet für das elegante Skript mitverantwortlich, als Kameramann fungierte der mehrfach preisgekrönte Harris Savides (Elephant).

Text:  Kurt Zechner

Credits

Titel Birth
Originaltitel Birth
Genre Drama
Land, Jahr GB/USA, 2004
Länge 100 Minuten
Regie Jonathan Glazer
Drehbuch Jonathan Glazer, Jean-Claude Carrière, Milo Addica
Kamera Harris Savides
Schnitt Sam Sneade, Claus Wehlisch
Musik Alexandre Desplat
Produktion Jean-Louis Piel, Nick Morris, Lizie Gower
Darsteller Nicole Kidman, Lauren Bacall, Danny Huston, Anne Heche, Cameron Bright, Peter Stormare, Ted Levine, Arliss Howard
Verleih Warner

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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