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V wie Vendetta

V for Vendetta

Action. USA 2005. 132 Minuten.

Regie: James McTeigue
Mit: Natalie Portman, James Purefoy, Hugo Weaving

Ein maskierter Einzelkämpfer (Hugo Weaving) und eine Politaktivistin (Natalie Portman) gegen das korrupte Terrorregime eines utopischen England: Kult-Comic von Alan Moore, verfilmt vom Matrix-Team.

Filmstart: 17. März 2006

Am 5. November des Jahre 1605 - in einer Zeit, als das britische Inselreich wie gelähmt war unter der brutalen Schreckensherrschaft von König James I. - wurde in einem Tunnel unter dem Parlament ein Mann namens Guy Fawkes verhaftet, der sich gerade anschickte, das Parlamentsgebäude mit 36 Fässern Schießpulver in die Luft zu jagen. Fawkes und seine Mitverschwörer wurden gehängt, ausgeweidet und gevierteilt, ihre Umsturzpläne nie umgesetzt. Bis heute.
England, gar nicht weit in der Zukunft: ein faschistischer Polizeistaat, beherrscht von Korruption, Denunziantentum und Ausgangssperren, ultrakonservativ in einer Weise, wie es Margaret Thatcher nicht besser zustande gebracht hätte. Ein Heer von Geheimdienst-Spitzeln, sogenannten Fingermen, terrorisiert die Bürger bis zur vollkommenen Gleichgültigkeit. Aber es gibt jemanden, der den 5. November, den traditionellen Guy Fawkes Tag im Gedenken an den "Gunpowder Plot", nicht vergessen hat - einen belesenen, exzentrischen, empfindsamen und intellektuellen Menschen, der sich der Befreiung seiner Mitbürger von diesem Terrorregime verschrieben hat. Sein Deckname ist V (Hugo Weaving); er hat geschworen, Guy Fawkes´ Umsturzpläne in die Tat umzusetzen - er will das britische Parlamentsgebäude mitsamt dem Big Ben in Schutt und Asche legen und die gesamte Regierungsbesatzung darunter begraben. V hat nicht nur hehre Motive. Er ist auch ein verbitterter, rachsüchtiger, einsamer und brutaler Mensch, gepeinigt von den Dämonen seiner Vergangenheit und getrieben von persönlicher Vergeltungssucht, ohne Mitgefühl für seine Feinde. Dies ist der dunkle Schatten, der auf seinen politischen Motiven lastet.
Evey Hammond (Natalie Portman) ist ein stilles Opfer des Systems. Ihre Eltern hatten aktiv für die Freiheit gekämpft und mussten dafür ins Gras beißen. Seither ist Evey Waise und darauf bedacht, nicht aufzufallen. Was keinesfalls leicht ist. Als sie eines Nachts unbeabsichtigt die Ausgangssperre nach 23 Uhr überschreitet und von Fingermen gestellt wird, hilft ihr der Pfefferspray nicht mehr viel. Wen sie beim Gesetzesbruch erwischen, der ist Freiwild für die Fingermen. Das bekommt Evey jetzt am eigenen Leib zu spüren - beinahe. In dem Moment, als die Fingermen über sie herfallen, taucht aus dem Nichts eine dunkle Gestalt auf, Messer blitzen, ein kurzer Kampf, dann ist alles vorbei, inklusive der Leben der Fingemen. Diese erste Begnung mit V erweckt Eveys Kampfgeist. Als sie später verhaftet wird und ein Martyrium aus Folter und Demütigungen durchstehen muss, schwinden die letzten Zweifel. Evey kommt Vs Geheimnis auf die Spur, entdeckt die Wahrheit ihrer eigenen Vergangenheit - und entwickelt sich, stets bedacht darauf, Vs eigensinnige Rachemotive aufzuweichen, zu einer unerwarteten Verbündeten im Bestreben des Maskierten, Freiheit und Gerechtigkeit für eine durch Grausamkeit und Korruption unterdrückte Gesellschaft zurückzugewinnen ...
Andy und Larry Wachowski, unvergesslich geworden durch den Film Matrix, haben auf Basis von Alan Moores Comicalbum aus den 80ern das Drehbuch zu V wie Vendetta verfasst und sich erneut mit Matrix-Produzent Joel Silver zusammengetan. Den Regiesessel überließen sie James McTeigue, der als Regieassistent von Filmen wie Dark City, der Matrix-Trilogie und Star Wars: Episode II bereits reichlich einschlägige Erfahrungen gesammelt hat. Es könnte also kaum bessere Voraussetzungen für einen Film mit einer so sperrigen und potentiell riskanten Thematik geben. "Viele faszinierende Fragen werden in V wie Vendetta gestellt", sagt Joel Silver, "allerdings gibt es keine einfachen Antworten darauf." David Lloyd, Illustrator des Comics, bringt es auf den Punkt: "Es geht in der Story nicht nur um den Kampf gegen einen bösen Tyrannen, sondern auch um Terrorismus: Kann man Terror in bestimmten Situationen als notwendig rechtfertigen? Dieser Frage müssen wir uns stellen, wenn wir das Problem in unserer realen Welt jemals lösen wollen."

Credits

Titel V wie Vendetta
Originaltitel V for Vendetta
Genre Action
Land, Jahr USA, 2005
Länge 132 Minuten
Regie James McTeigue
Drehbuch Andy Wachowski, Lana (ehemals Larry) Wachowski nach den Comics von Alan Moore und David Lloyd
Kamera Adrian Biddle
Schnitt Martin Walsh
Musik Dario Marianelli
Produktion Andy Wachowski, Lana (ehemals Larry) Wachowski, Joel Silver, Grant Hill
Darsteller Natalie Portman, James Purefoy, Hugo Weaving, Rupert Graves, Clive Ashborn, Roger Allam, Stephen Rea, John Hurt, Imogen Poots
Verleih Warner

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

1 Kommentar

klug

Klug und mit viel Ironie inszenierte Comic-Verfilmung mit guten Darstellern und viel Action. Packend !!!

9. Oktober 2009
12:29 Uhr

von DrHannibal

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