Filminfo zu

Source Code

Source Code

Science-Fiction. Frankreich, USA 2011. 93 Minuten.

Regie: Duncan Jones
Mit: Jake Gyllenhaal, Vera Farmiga, Michelle Monaghan

Bleibt alles anders: Colter Stevens (Jake Gyllenhaal) durchlebt wieder und wieder die selben acht Minuten, auf der Suche nach einem Attentäter, der ganz Chicago bedroht. Präzis konstruierter, hochspannender Psychothriller von Duncan Jones (Moon).

Filmstart: 2. Juni 2011

Zumindest weiß er noch, wer er selbst ist: Er heißt Colter Stevens (Jake Gyllenhaal), ist amerikanischer Kampfpilot, stationiert in Afghanistan. Aber was, zur Hölle, macht er in einem morgendlichen Pendlerzug Richtung Chicago? Und wer ist diese attraktive, aber komplett unbekannte Frau (Michelle Monaghan), die ihn zu kennen scheint und ihm gerade ihr Herz ausschüttet? Verwirrt zieht sich Colter in die Toilette zurück, um einen klaren Kopf zu bekommen, doch aus dem Spiegel schaut ihm ein fremdes Gesicht entgegen. Was ist hier los? Hat er den Verstand verloren? Warum ist er im im Körper eines anderen? Plötzlich eine Explosion, die alles mit sich reißt. Und dann: schwarz.
Doch Colter ist weder verrückt noch tot. Als er in einer lichtlosen Kapsel wieder zu sich kommt, nur durch Computer mit der Außenwelt verbunden, dämmert ihm allmählich, dass er einen speziellen Sondereinsatz zu leisten hat: Das geheime Regierungsprogramm Source Code wird getestet, um Terrorismus auf neue Art zu bekämpfen. Der Zug, in dem Colter saß, war heute früh nach einem Anschlag auf offener Strecke in die Luft geflogen. Nur spärlich gibt Militärwissenschafterin Colleen Goodwin (Vera Farmiga) Informationen weiter: Offenbar wurde Colter in das Kurzzeitgedächtnis eines der Opfer geschleust, das heute am Morgen gestorben war, und er durchlebt nun wieder und wieder die letzten acht Minuten vor der Explosion, um in dieser Zeit den Attentäter identifizieren zu können, und einen zweiten, viel größeren Anschlag zu verhindern.
Erst allmählich dämmert Colter die Tragweite seines Auftrags, und sein eigenes zweifelhaftes Schicksal. Er ist dazu angetreten, die Vergangenheit zu verändern. Dass er dabei eine bereits tote Frau kennen- und lieben lernt, war im Programm allerdings nie vorgesehen. Und hat er überhaupt selbst eine Überlebenschance?

Regisseur Duncan Jones war schon mit seinem ersten Film, dem verstörenden Astronauten-Psychokrimi Moon (mit Sam Rockwell), aus dem Schatten seines berühmten Vaters David Bowie getreten. Mit Source Code verfilmte er zwar ein fremdes Drehbuch, doch wieder ist es eine hochspannende Science-Fiction-Fantasie: Wie Und täglich grüßt das Murmeltier, nur ohne Murmeltier, acht Minuten statt 24 Stunden, ein fescher Soldat statt eines grantigen Wettermoderators, und eine lebensbedrohliche Ausgangssituation: Das ist das Rezept für einen Thriller, der jeden Moment wieder seine Vorzeichen ändert und die Zuschauer aufs Glatteis lockt. Am Ende sind nur drei Dinge fix: Nichts ist so, wie es scheint. Duncan Jones ist ein  verdammt guter Regisseur. Und als Hauptfigur in einem seiner Filme sollte man sich lieber auf gar nichts verlassen.

Text:  Magdalena Miedl

Credits

Titel Source Code
Originaltitel Source Code
Genre Science-Fiction
Land, Jahr Frankreich/USA, 2011
Länge 93 Minuten
Regie Duncan Jones
Drehbuch Ben Ripley
Kamera Don Burgess
Schnitt Paul Hirsch
Musik Chris Bacon
Produktion Mark Gordon, Philippe Rousselet, Jordan Wynn
Darsteller Jake Gyllenhaal, Vera Farmiga, Michelle Monaghan, Jeffrey Wright, Michael Arden
Verleih EMW

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

1 Kommentar

Schon lange nicht mehr einen so guten Thriller gesehen ...

"Source Code" hält alles was er verspricht! Er ist spannend, interessant und nicht gleich durchschaubar.
Obwohl es im Grunde genommen immer um die selben 8 Minuten geht, wird der Film nie langweilig.
Jake Gyllenhall und Vera Farminga spielen gut/glaubwürdig. Die Story ist gut konzipiert und (genau wie es sein soll) am Anfang undurchschaubar. Aber keine Sorge: es gibt ein klares, aufgeklärtes Ende ;)
... auch wenn es bei der ganzen Zeit-Raum-Reise-Geschichte ein bisschen schwer ist, den Überblick zu bewahren. :)
Wem schon Filme wie "Dèjávu" gefallen haben, dem wird dieses "Masterpiece" sicher auch gefallen!

20. Juni 2011
13:40 Uhr

von Cornetto

Kommentar verfassen

Um Kommentare verfassen zu können, musst du eingeloggt sein.

Falls du bereits registrierter SKIP User bist, gehe zum , solltest du noch kein Benutzerprofil haben, kannst du dich hier registrieren.