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Kiss Kiss Bang Bang

Kiss Kiss, Bang Bang

Action-Komödie. USA 2005. 103 Minuten.

Regie: Shane Black
Mit: Val Kilmer, Robert Downey Jr., Michelle Monaghan

Lethal Weapon-Drehbuchautor Shane Black jagt in seinem Regiedebüt Robert Downey Jr. und Val Kilmer durch einen Schusswechsel der besonders schrägen Sorte.

Filmstart: 21. Oktober 2005

Harry Lockhart (Robert Downey Jr.) ist ein Schlitzohr mit viel Charme und wenig Glück. Nur als ihm zuletzt beim Weihnachtseinkauf nach Ladenschluss die Alarmanlage in die Quere kam, hatte die Pechsträhne kurz Pause. Auf der Flucht vor der Polizei stolperte der Kleinganove zufällig in den Casting-Termin für einen Hollywood-Krimi und weil sowohl die Filmleute als auch die Cops seine chaotische Verzweiflung für große Schauspielkunst hielten, wurde er gebucht statt verhaftet.
In Hollywood geht Harry beim "schwulen Perry" (Val Kilmer) in die Lehre. Der arrogante Privatschnüffler soll seinen Schützling auf ein paar Streifzüge mitnehmen, damit der später vor der Kamera weiß, wie sich ein Privatdeketiv benimmt, wenn die Sache brenzlig wird. Quasi Method Acting auf die harte Tour.
Perry hält Harry für einen ziemlichen Idioten und das lässt er diesen auch bei jeder Gelegenheit wissen. Er hat wenig Lust, den Kerl in die Schusslinie zu bringen, dazu ist dieser viel zu schusselig. Aber Hollywood ist nun mal ein glamouröses Haifischbecken, in dem sich Huren, Gauner, Loser und ewige Träumer tummeln, da stehst in einem Moment auf der Produzenten-Party beim Pool und schaust den Mädchen nach, aber schon im nächsten holst du eine Leiche aus dem Teich. Ist oft gar nicht zu vermeiden.
Dabei wollte Harry nur bei Harmony (Michelle Monaghan) landen. Der haben die Jahre in Los Angeles bislang nur eine Rolle in einem Werbespot eingebracht, nun wurde auch noch ihre Schwester unter mysteriösen Umständen tot aufgefunden. Die Hübsche braucht einen cleveren Kumpanen mit breiten Schultern und harten Fäusten, wenn sie dieses Rätsel lösen will, aber das Schicksal schickt ihr nur Harry vorbei, den Dieb, der Schauspieler werden will, sich als Privatdetektiv ausgibt und nun zu allem Überfluss auch noch verliebt ist.
Ungleiche Kumpel vereint im Kampf gegen das Böse. Shane Black war 23 Jahre alt, als er mit dem Drehbuch zu Lethal Weapon das Genre des Buddy-Action-Movie erfand. Fast zwanzig Jahre später verfeinert er das Rezept in seinem Regiedebüt mit einem Hauch von Romantik und gibt als Dressing seine Liebe zum billigen Kriminalroman dazu. Kiss Kiss Bang Bang hat Leichen, die an den unmöglichsten Orten auftauchen und partout nicht mehr verschwinden wollen. Dazu Dialoge, die wie Tretminen auf der Zunge explodieren. Einen Humor so schwarz wie eine Wüstennacht bei totaler Mondfinsternis. Liebe, die zwischen Lust und Laster schwankt. Totale Action. Und eine Hauptfigur, die in die Krimigeschichte eingehen wird. Man möchte diesen Harry knuddeln oder erschießen, kommt ganz darauf an, auf welcher Seite man steht. Aber kalt lässt er keinen.

Text:  Peter Krobath

Credits

Titel Kiss Kiss Bang Bang
Originaltitel Kiss Kiss, Bang Bang
Genre Action-Komödie
Land, Jahr USA, 2005
Länge 103 Minuten
Regie Shane Black
Drehbuch Shane Black
Kamera Michael Barrett
Schnitt Jim Page
Musik John Ottman
Produktion Joel Silver
Darsteller Val Kilmer, Robert Downey Jr., Michelle Monaghan, Larry Miller, Corbin Bernsen, Dash Mihok
Verleih Warner

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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