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Monsters

Monsters

Drama, Science-Fiction. GB 2009. 93 Minuten.

Regie: Gareth Edwards
Mit: Scoot McNairy, Whitney Able

Der Brite Gareth Edwards wollte "den realistischsten Monsterfilm aller Zeiten" drehen. Kurz: Es ist ihm gelungen. Love Story trifft postapokalyptisches Drama, monströse Kreaturen verbreiten Angst und Schrecken - ein packendes Indie-Highlight, an dem es nichts auszusetzen gibt.

Filmstart: 30. Dezember 2010

Der Süden der USA ist im Ausnahmezustand. Aber nicht ein Hurrikan, eine Ölkatastrophe oder gar ein Terrorangriff sind verantwortlich, sondern eine außerirdische Lebensform, die den Norden Mexikos in die sogenannte Infizierte Zone verwandelt hat. Vor sechs Jahren ist hier eine NASA-Sonde abgestürzt, die Proben vom Jupiter-Mond Europa an Bord hatte. Die Suche nach außerirdischem Leben war erfolgreich. Aber von wegen extraterrestrisch. Die Aliens sind hier, jetzt sind sie Einwohner. Im Norden wird die Infizierte Zone von einer meterhohen Mauer begrenzt, die den Nordamerikanischen Kontinent in seiner gesamten Breite durchquert. Wo früher ein Grenzzaun "Illegale" abhalten sollte, versieht jetzt ein Stahlbeton-Gigant seinen Dienst gegen die Alien-Zuwanderer. Gleichzeitig sollen Flächenbombardements mit biologischen Kampfstoffen die Ausbreitung der Kreaturen nach Norden hin eindämmen - mit mäßigem Erfolg. Auch wenn es wegen der hohen Kollateralschäden vereinzelt Proteste gegen Luftwaffeneinsätze im Kampf gegen die haushohen, Oktopus-ähnlichen Kreaturen gibt, hat man sich durchwegs mit der Situation arrangiert.
Der US-Amerikaner Andrew ist Fotoreporter und südlich der Infizierten Zone unterwegs auf der Jagd nach einem spektakulären Monster-Schnappschuss, als ihn ein Anruf seines Chefs erreicht: Sam, die Tochter des Herausgebers der Zeitung, für die Andrew arbeitet, ist im Krisengebiet, wurde bei einem Angriff leicht verletzt - und soll jetzt auf schnellstem Weg nach Hause. Andrew soll die junge Frau auflesen und zurück in die USA begleiten. Babysitter für Daddys Liebling - nur widerwillig lässt sich Andrew darauf ein. Die Reise ist an sich keine Hexerei: Mit dem Zug gehts zur Küste, von wo aus die Fähren in die USA ablegen. Doch ganz so reibungslos läuft es eben nicht, wenn man sich in Hörweite angriffslustiger Alien-Monster bewegt, die mit ihren Tentakeln sogar Kampfjets mühelos durch die Luft wirbeln können. Als Sam und Andrew endlich den Hafen erreichen, passiert Andrew ein unverzeihlicher Fehler, der sie die letzte Möglichkeit kostet, einen Platz auf einer Fähre zu bekommen. Jetzt gibts nur noch einen Weg zurück in die Heimat: quer durch die Infizierte Zone ...

Monsters als reines Monster-Movie zu sehen, wäre erheblich zu kurz gegriffen. Mit minimalsten Mitteln und einem Übermaß an Kreativität hat der Brite Gareth Edwards einen realistischen Monsterfilm mit einer völlig unpeinlichen Liebesgeschichte kombiniert und dem ganzen einen glaubwürdigen Science-Fiction-Hintergrund verpasst. Das faszinierende postapokalyptische Szenario des Films, das in einem Roland-Emmerich-Film locker einen zweistelligen Millionen-Betrag verschlungen hätte, stammt übrigens schlicht und ergreifend aus Edwards privater CGI-Abteilung: seinem eigenen PC, mit dem er als ehemaliger Visual-Effects-Spezialist der BBC bestens umzugehen weiß. Der Versuchung, die Effekte um ihrer selbst willen aufzublasen, erliegt er dabei gottseidank nicht, genau wie er zahlreiche langweilige Genre-Klischees einfach auslässt - und damit eine inspirierende Alternative zum 0815-Hollywood-Strickmuster aufzeigt. Eine unaufgeregt erzählte, packende Story, ein absolut hinreißendes Darsteller-Duo (mittlerweile sind die beiden übrigens verheiratet) und die perfekt dosierten Spezialeffekte machen Monsters zu einem absoluten Must-see!

Text:  Dina Maestrelli

Credits

Titel Monsters
Originaltitel Monsters
Genre Drama/Science-Fiction
Land, Jahr GB, 2009
Länge 93 Minuten
Regie Gareth Edwards
Drehbuch Gareth Edwards
Kamera Gareth Edwards
Schnitt Colin Goudie
Musik Jon Hopkins
Produktion Allan Niblo, James Richardson
Darsteller Scoot McNairy, Whitney Able
Verleih Polyfilm

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

2 Kommentare

null action null spannung

der schlechste Film aller Zeiten!

31. Januar 2011
14:10 Uhr

von Scheissal

best monster movie ever!

aba echt, he!

4. Februar 2011
06:57 Uhr

von Haubenkoch

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