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Speed Racer

Speed Racer

Action. USA 2008. 135 Minuten.

Regie: Andy Wachowski, Lana (ehemals Larry) Wachowski
Mit: Christina Ricci, Emile Hirsch

Superspeed is all we need. Visuell überwältigende Kino-Hymne auf den Geschwindigkeitsrausch des 21. Jahrhunderts. Am Steuer: Die Wachowski-Brothers (The Matrix) - und ein toller Cast: Emile Hirsch, Christina Ricci, Matthew Fox, John Goodman und Susan Sarandon düsen durch die packende Comic-Story und geben der Highspeed-Action ein menschliches Gesicht.

Filmstart: 8. Mai 2008

Va-va-vroooooom!!!! Speed Racer (Emile Hirsch, Sean Penns Hauptdarsteller seines Oscar-nominierten Into the Wild) ist mit Leib und Seele Rennfahrer. Seit er denken kann, denkt er nur an Autos, in seinen Adern fließt Benzin statt Blut. Need for speed hat er in den Genen: Seit Generationen widmet sich die Familie Racer dem Rennsport. Speeds Dad Pops Racer (John Goodman) verbringt fast die ganze Zeit in der hypermodernen Werkstatt-Garage neben dem schmucken Einfamilienhäuschen, in dem Mom Racer (Susan Sarandon) sich um Haushalt, Finanzen und Seelenheil der Familie kümmert - neben Pops und Speed krebsen auch noch Nesthäkchen Spritle (Paulie Litt) und Schimpanse Chim Chim durch die Gegend und komplettieren das fröhlich bunte Chaos.

Und dann ist da noch Trixie (Christina Ricci), Speeds Freundin und so ziemlich das genaue Gegenteil von einem Boxenluder: Statt mit offenherzigem Tussitum glänzt sie mit Handschlag-Qualität und technischem Geschick - und so ist die süße Trixie nicht nur privat, sondern auch beruflich für Speed zur unverzichtbaren Begleiterin geworden.

Seit dem tragischen Unfalltod seines älteren Bruders Rex Racer ist Speed die ganz große Rennfahrer-Nachwuchshoffnung. Seine superheiße Rennmaschine, den berühmten Mach 5 - eine Sonderanfertigung von Pops Racer persönlich - kennen die meisten nur von hinten. Nur ein einziger Fahrer kann Speed Paroli bieten: Der mysteriöse Racer X (Lost-Star Matthew Fox), ein arroganter Einzelgänger im Rennzirkus.

Klarerweise bleibt ein solches Riesentalent auch den Big Shots nicht verborgen, und so bemüht sich der großspurige Mr. Royalton, Oberboss des Megakonzerns Royalton Industries, persönlich, Speed für seinen bestens dotierten Rennstall zu gewinnen. Doch Speed schlägt das lukrative Angebot aus. Royalton ist stinksauer, Zurückweisung ist er nicht gewohnt. Wütend konfrontiert er Speed mit den beinharten Tatsachen: In Wirklichkeit sind es doch schon längst nicht mehr die Fahrer selber, die die großen Rennen entscheiden. Nein, das große Geld zieht hier die Fäden, alle Spitzenfahrer der großen Teams sind längst gekauft. Und wenn Speed nicht auch mitmacht, dann wird weder er noch sein geliebter Mach 5 jemals wieder die Ziellinie erreichen, dafür will Royalton persönlich garantieren.

Der grundehrliche Speed fühlt sich, als hätte man ihm den Boden unter den Füßen weggezogen. Autorennen sind mehr als ein Sport für ihn, sie sind sein Leben - und das soll jetzt alles getürkt sein? Wenn er schon untergehen soll, dann mit fliehenden Fahnen: Er will der Nagel im prallen Pneu der Großkapitalisten sein. Beim nächsten großen Rennen, der mörderischen Querfeldein-Rallye namens The Crucible, will er einen cleveren Plan in die Tat umsetzen. Und hinter ihm steht nicht nur seine Familie und seine treue Trixie, sondern auch ein unerwarteter Verbündeter: Sein einstiger Rivale, der mysteriöse Racer X …

Wheeeee. Diesen Film "rasant" zu nennen, wäre die glatteste Untertreibung der Saison: Was die ebenso schrägen wie visionären Wachowski-Brothers aus der netten (und in den USA kultig verehrten) Sixties-Anime-TV-Serie gemacht haben, ist eines der spektakulärsten Filmereignisse des Jahres. Ein Familienfilm im besten Sinne des Wortes, mit völlig neuartiger Optik, inspiriert von den atembeaubenden Visuals der Hightech-Videorennspiele wie Wipeout oder Ridge Racer, und doch in ihrer konsequenten Bilderflut schon wieder ein großes Stück weiter. Ein Rausch von knackigen Farben, mutigen Designs, superstylishen Settings und dazu noch eine in ihrer Geradlinigkeit wirklich bezaubernden Story, getragen von tollen Schauspielern, die sich mit Freude in der speedigen Comic-Welt bewegen. Gedreht wurde Speed Racer in den Babelsberger Filmstudios bei Berlin, daher gibt's auch feine Gastauftritte von Benno Fürmann, Moritz Bleibtreu und Cosma Shiva Hagen. Für die Graphics und das Design der über 100 verschiedenen Rennwagen zeichnet ein Team aus hochkarätigen CGI-Künstlern verantwortlich - und hinter den beeindruckenden Landschafts-Backgrounds in Speed Racer steckt sogar österreichisches Know-how: Das in Speed Racer benützte Verfahren, echte Naturaufnahmen in virtuelle Hintergründe zu integrieren, wurde von einer kleinen Salzburger Firma mitentwickelt.

Text:  Kurt Zechner

Credits

Titel Speed Racer
Originaltitel Speed Racer
Genre Action
Land, Jahr USA, 2008
Länge 135 Minuten
Regie Andy Wachowski, Lana (ehemals Larry) Wachowski
Drehbuch Andy Wachowski, Lana (ehemals Larry) Wachowski
Kamera David Tattersall
Schnitt Zach Staenberg
Musik Michael Giacchino
Produktion Joel Silver, Grant Hill, Andy Wachowski, Lana (ehemals Larry) Wachowski
Darsteller Christina Ricci, Emile Hirsch, Benno Fürmann, Anatole Taubman, Susan Sarandon, John Goodman, Matthew Fox, Richard Roundtree
Verleih Warner

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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