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The New World

The New World

Drama. USA 2005. 150 Minuten.

Regie: Terrence Malick
Mit: Colin Farrell, Q'orianka Kilcher, Christian Bale

Die "Entdeckung" Nordamerikas jenseits der kitschigen Pocahontas-Romantik: Packende Geschichtsstunde von Kino-Tüftler Terrence Malick (Der schmale Grat) mit Colin Farrell und Christian Bale.

Filmstart: 3. März 2006

Die zuckersüße Love-Story vom mutigen Eroberer John Smith und der herzigen Häuptlingstochter Pocahontas kennt jeder. Die recht unromantische Wahrheit dahinter ist weit weniger verbreitet, dafür mindestens genauso spannend. Regisseur und Drehbuchautor Terrence Malick, bekannt für seine äußerst detailgetreue, zeitintensive Arbeitsweise, nahm sich das geschichtsträchtige Thema vor und entwickelte in jahrelanger Kleinarbeit ein Script, das den historischen Stoff zur Grundlage nimmt und all seinen menschlichen Aspekten gerecht wird - und immer packend, immer wahrhaftig, aber nie kitschig ist.
Als an einem lauen Frühlingstag des Jahres 1607 drei kleine Schiffe nach schier endloser Seereise 107 Mann auf ein unbekanntes Ufer spuckten, war niemandem wirklich bewusst, wieviel Geschichte da gerade gemacht wurde. Am wenigsten wohl dem vierschrötigen John Smith (Colin Farrell), der die lange Überfahrt von Großbritannien als Gefangener unter Deck überstanden hat. Doch nach der Ankunft wird er vom Schiffskapitän (Christopher Plummer) begnadigt - ein junger starker Mann ist in der neuen Welt viel zu wertvoll, um ihn zu hängen.
Ebendiese neue Welt ist für die Briten eine unerforschte Wildnis. Tatsächlich aber befinden sie sich mitten in einem uralten, hoch entwickelten Reich, beherrscht vom mächtigen Häuptling Powhatan (August Schellenberg). Es gibt wenig Gemeinsamkeiten zwischen den Ureinwohnern und den britischen Siedlern, die nicht unbedingt von Toleranz gegenüber fremden Kulturen geprägt sind. Bald kämpfen die Briten ums nackte Überleben, Visionen von blühenden, reichen Kolonien rücken in weite Ferne. Als John Smith eines Tages auf eine blutjunge Eingeborene trifft, die von ihren Freunden und Verwandten "Pocahontas" ("die Verspielte") gerufen wird, ist sie für ihn nicht viel mehr als ein wildes Tier. Nur langsam entwickelt sich eine enge Freundschaft zwischen den beiden - die Grundlage für einen ersten Dialog zwischen den Kulturen, und für eine Jahrhunderte alte Legende.

Wie in allen seinen Filmen legte Malick auch bei The New World größten Wert auf sein Schauspieler-Ensemble. Colin Farrell war die erste Wahl als John Smith - und zögerte keine Sekunde, den Part anzunehmen. Christian Bale spielt John Rolfe, Pocahontas´ späteren Ehemann, und außer "Captain" Christopher Plummer finden sich noch bekannte Namen wie Jonathan Pryce, Ben Chaplin oder Stolz & Vorurteil-Star David Thewlis auf der Besetzungsliste. "Am schwierigsten war es, die geeignete Darstellerin für Pocahontas zu finden", erzählt Malicks Weggefährtin und Produzentin Sarah Green. "Nach monatelanger, weltweiter Suche stießen wir fast zufällig auf Q’orianka Kilcher. Sie ist perfekt für die Rolle. Man weiß bis heute nicht wirklich, wie alt Pocahontas war, wie sie aussah und wie eng ihre Beziehung zu John Smith war, sie ist der ultimative amerikanische Mythos."

Text:  Kurt Zechner

Credits

Titel The New World
Originaltitel The New World
Genre Drama
Land, Jahr USA, 2005
Länge 150 Minuten
Regie Terrence Malick
Drehbuch Terrence Malick
Kamera Emmanuel Lubezki
Schnitt Richard Chew, Hank Corwin, Saar Klein, Mark Yoshikawa
Musik James Horner
Produktion Sarah Green
Darsteller Colin Farrell, Q'orianka Kilcher, Christian Bale, Ben Chaplin, Christopher Plummer, Jonathan Pryce, August Schellenberg, Brian F. O'Byrne, John Savage, Noah Taylor, Ben Mendelsohn, Raoul Trujillo, Yorick van Wageningen, Wes Studi
Verleih Warner

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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