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Terkel in Trouble

Terkel i knibe

Animation. Dänemark 2004. 78 Minuten.

Regie: Kresten Vestbjerg Andersen, Thorbjørn Christoffersen, Stefan Fjeldmark

Terkel ist 13, völlig durchgeknallt und ebenso uncool wie großmäulig: Das volle Teenager-Leben als schwer geniale Animations-Action, synchronisiert von Die Ärzte-Kultfigur Bela B. Felsenheimer!

Es ist ein Dschungel da draußen. In der Großstadt herrscht das Gesetz der Wildnis mit grausamer Konsequenz, und nur die Stärksten überleben. Terkel ist 13 und steht auf der absoluten Loserseite des Lebens. Und als ob das nicht Schicksalsstrafe genug wäre, hat er auch noch die übelste Familie am Hals, die man sich vorstellen kann: Mit ihm im Einfamilienhaus sitzt noch seine überfürsorgliche Mutter, die den ganzen Tag nur am Labern und Qualmen ist, sein Vater, der seinen Mangel an Erziehungs-Kompetenz mit Schweigsamkeit zu verbergen versucht und, schlimmste aller Landplagen, eine kleine Schwester. Aber das Leben als Teenager ist nun mal ein täglicher Kampf ums Überleben. Ist man aus dem Haus raus, geht der Fight in der Schule erst richtig los. In Terkels Klasse geht´s wilder zu als in der Löwengrube: Zwischen dummen Hühnern mit Schminktick, nervigen Strebern, die immer im Weg stehen und den unvermeidlichen Lehrern lauert das nackte Grauen - in Person des Kleinterroristen Sten und seines treuen, megadoofen Gefolgsmanns Saki. Deren liebste Zielscheibe ist die dicke Dorit - klar, die ist ja auch nicht leicht zu verfehlen.
Manchmal gerät auch jemand anderer ins Schussfeld des dämonischen Duos. Nach einem blöden Zwischenfall auf einer Familienfeier ist das natürlich ausgerechnet Terkel. Wer sonst. Und als sich auch noch Terkels versoffener Rüpel-Onkel Stewart in die Sache einmischt und Terkel schließlich sogar ein Serienkiller im Nacken sitzt, entwickelt sich der nächste Schritt in Richtung Erwachsensein zu einem sozialen Super-Gau der Extraklasse …
Die Figur des Terkel ist eine Kreation des dänischen Stand-up-Comedian Anders Matthesen, der seinem Antihelden durch eine Radio-Serie zu Ruhm und Ehre verhalf. Als Comic-Antiheld erlebt der zahnspangige Loser nun turbogeile Abenteuer in einer ganz neuen Dimension. Frech, witzig, funky, blutrünstig, pädagogisch völlig wertlos, durchsetzt mit schlimm genialen Songs und jenseits aller politischen Korrektheit: Kein Wunder, dass Terkel in Trouble im Entstehungsland Dänemark den erfolgreichsten Kinostart 2004 hinlegte. Dass ausgerechnet Bela B. Felsenheimer, Ärzte-Enfant-Terrible und Teenie-Idol der krachigen Sorte, in der deutschen Version sämtlichen (!) Filmfiguren die Stimme leiht - und natürlich alle Songs singt -, macht die Animations-Action noch ein Stück abgefahrener. Für Bela selbst war die Arbeit an Terkel in Trouble eines der absoluten Highlights seiner langen Karriere. "Als man mir das Angebot machte, nicht nur eine Figur zu synchronisieren, sondern gleich einen ganzen Film, konnte ich mir das erst gar nicht richtig vorstellen. Aber ich wollte es unbedingt machen. Terkel selbst ist ja ein Typ, den man einfach lieb haben muss. Mit seiner Unsicherheit kann sich jeder identifizieren. Natürlich gibt aber auch jede andere Figur viel her. Die Fiesen und Gemeinen waren aber am lustigsten … fies und gemein sind in diesem Film allerdings fast alle!"

Text:  Kurt Zechner

Credits

Titel Terkel in Trouble
Originaltitel Terkel i knibe
Genre Animation
Land, Jahr Dänemark, 2004
Länge 78 Minuten
Regie Kresten Vestbjerg Andersen, Thorbjørn Christoffersen, Stefan Fjeldmark
Drehbuch Mette Heeno, Anders Matthesen
Schnitt Per Risager, Mikael R. Ryelund, Martin Wichmann Andersen
Musik Bo Rasmussen
Produktion Trine Heidegaard, Thomas Heinesen
Stimmen in der DF Bela B. Felsenheimer

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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